Medienstudie 2026: Fast 60 Prozent der Bevölkerung nutzen KI-Anwendungen
Die ARD/ZDF-Medienstudie 2026 zeigt einen deutlichen Sprung bei der Nutzung von KI-Werkzeugen. Besonders junge Menschen sind dabei, ältere holen langsamer auf.

Die Nutzung von KI-Anwendungen ist in der deutschen Bevölkerung deutlich gestiegen. Wie t3n am 24. September 2026 über die ARD/ZDF-Medienstudie 2026 berichtete, gaben 59 Prozent der Befragten ab 14 Jahren an, KI-Werkzeuge zumindest gelegentlich zu nutzen.
Wie die Daten erhoben wurden
Für die Studie hat GIM Heidelberg im Auftrag der ARD/ZDF-Forschung 2.462 deutschsprachige Personen befragt, der Erhebungszeitraum lag im Januar und April 2026. Die Zahlen beruhen also auf Selbstauskunft. Bei Technikthemen neigt dieses Verfahren dazu, intensivere Nutzung eher zu unterschätzen als zu überschätzen.
Der Sprung bei der regelmäßigen Nutzung
37 Prozent gehören zur Gruppe der regelmäßigen Nutzung, also mindestens einmal pro Woche. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 22 Prozent. Der Anstieg um mehr als die Hälfte in einem Jahr ist der auffälligste Einzelwert der Erhebung.
Die Altersverteilung fällt sehr unterschiedlich aus. Unter den 14- bis 29-Jährigen nutzen 92 Prozent KI-Anwendungen zumindest gelegentlich, 68 Prozent greifen mindestens wöchentlich zu. Bei den Menschen ab 70 Jahren liegen die Werte bei 15 beziehungsweise 8 Prozent.
Skepsis bleibt Teil der Nutzung
Auffällig ist, dass Nutzung und Misstrauen einander nicht ausschließen. 54 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer gaben an, erzeugten Texten und Bildern skeptisch zu begegnen und sie auf inhaltliche Fehler zu prüfen. Die im Fernsehen übliche „Quote gegen Quote“-Erzählung, Nutzung auf der einen, Zweifel auf der anderen Seite, löst sich in der Praxis auf: Viele prüfen, was die Maschine vorlegt.
Für die Medienhäuser, die die Studie in Auftrag geben, ist die Zahl auch ein Befund über sie selbst. Wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung für möglich hält, dass maschinell erzeugte Inhalte falsch sind, wächst die Bedeutung von Herkunftsnachweisen und Transparenz. Der EU AI Act beginnt dieses Feld mit den Transparenzpflichten nach Artikel 50 gerade erst zu ordnen.
Streaming bleibt stabil
Neben der KI-Nutzung hält die Studie fest, dass die Reichweite von Streamingdiensten sich auf dem erreichten Niveau stabilisiert. Das Wachstum bei Geräten und Zugangswegen verlagert sich damit zunehmend in die nutzenden Routinen, nicht mehr in die Zugangsfrage.
37 Prozent wöchentliche Nutzung im ersten Erhebungsjahr mit diesen Fragen – ein Tempo, das die Medienbranche selten erlebt hat.
Quellen
2- 01t3n: ARD/ZDF-Medienstudie 2026 – So viele Menschen nutzen KI-AnwendungenDE
- 02ARD/ZDF-Medienstudie: Projektseite der ARD/ZDF-ForschungDE
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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