Wem gehören die Spielerdaten: Laut FIFA der FIFA
In den Erläuterungen zum halbautomatischen Abseits hat die FIFA festgehalten, dass sie alleinige Eigentümerin der Trackingdaten und der Balldaten ist. Diesen Satz sollte man zweimal lesen.

Die FIFA hat der Beschreibung des halbautomatischen Abseits Fragen und Antworten beigefügt. Einer dieser Sätze kommt ohne jeden Schmuck aus: Alleinige Eigentümerin der Trackingdaten und der vom System erfassten Balldaten ist die FIFA. Wenn elf Spieler im Strafraum stehen, zwölf Kameras unter dem Stadiondach hängen und ein Sensor im Ball steckt, sammelt weder der Verein noch der Spieler noch der Sender diese Daten. Es tut der Verband.
Das ist keine Verfahrensfrage. Spieldaten sind zu einem Gut geworden, das sich verkaufen lässt, und der Markt hat sich darum bereits geordnet. Genius Sports liefert Daten, Video und Integritätsdienste an Ligen, Wettanbieter und Medien. Das Unternehmen betreut mehr als 300 Wettmarken und überträgt Daten und Streams aus mehr als 240.000 Veranstaltungen pro Jahr. Vereine und Ligen unterschreiben Verträge nicht für die Technik, sondern für die Rechte an den Daten.
Biometrie abseits des Spielfelds
Ein zweiter Datenkreislauf entsteht außerhalb des Wettkampfs. Tragbare Sensoren von Catapult messen die Belastung des Körpers im Training und im Spiel. Die Firma beschäftigt rund 580 Menschen und arbeitet unter anderem mit Real Madrid, Chelsea und La Liga zusammen. Das ist ein weit empfindlicherer Datensatz als die Passstatistik.
Eine chinesische Analyse des Sportmarkts widmet dem einen eigenen Absatz. Sie weist darauf hin, dass das Risiko von Verstößen steigt, wenn bei einer Veranstaltung Daten von Zehntausenden Spielern und Zuschauern zusammenkommen. Die Autoren fordern Rahmen für die Datenverwaltung, die Eigentum und Grenzen der Nutzung klar festlegen. Ihre Formulierung ist deutlich: Der Spieler soll nicht zum „Menschen werden, der für Daten durchsichtig ist“.
Drei Seiten, eine Frage
Der Streit hat mindestens drei Seiten. Liga und Veranstalter behandeln die Daten als Teil eines Produkts, dessen Wert sie kontrollieren wollen. Der Verein sieht darin einen Vorsprung im Training und bei Transfers. Der Spieler hat darin eine Aufzeichnung seines eigenen Körpers, die er nicht kontrolliert, und weiß oft nicht einmal, an wen sie verkauft wurde.
Die Parallele zum US-Collegesport ist bezeichnend. Auch dort stellte sich die Frage, wer aus der Arbeit und dem Bild eines anderen Nutzen gezogen hat. Die Antwort kam erst mit einer Sammelklage und einem Vergleich über 2,75 Milliarden Dollar. Bestätigt wurde er im Juni 2025, und er erlaubt den Hochschulen, Einnahmen mit den Spielern zu teilen.
Solange das Regelwerk nicht sagt, wem eine Messung gehört, gehört sie dem, der die Kamera aufgestellt hat.
Die Schlussfolgerung ist einfach und unbequem. Die Technik im Sport wird nicht stehen bleiben, weil sie den Schiedsrichtern Genauigkeit bringt und den Ligen Geld. Ohne eine Klärung der Dateneigentümerschaft aber vergrößert jede weitere Einführung den Bestand an Gütern mit ungeklärtem Rechtsstatus, jeder neue Sensor, jede neue Kamera. Die Verbände haben diese Frage für sich beantwortet. Die Spieler noch nicht.
Quellen
4- 01Semi-automated offside technology — FIFA (Who owns the data)EN
- 02科技赋能足球:大数据分析如何重塑球员评估与转会决策ZH
- 03Genius SportsEN
- 04House v. NCAAEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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