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Peking drängt Washington bei Chip-Software, neue Reiseregeln treffen KI-Personal

Chinas Handelsministerium fordert die USA auf, Beschränkungen für den Verkauf von Halbleitersoftware an chinesische Firmen zu streichen. Die Beijing Post berichtete am Donnerstag darüber. Neue Berichte zeigen zugleich: Peking hat die Ausreisekontrollen auf die Familien leitender KI- und Chipmanager ausgeweitet.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 29. September 20263 Min. LesezeitQuellen 7
Peking drängt Washington bei Chip-Software, neue Reiseregeln treffen KI-Personal

Die Sprecherin des chinesischen Ministeriums, He Yongqian, sagte laut Beijing Post, die Wirtschafts- und Handelsteams beider Seiten hielten seit den Gesprächen in Genf Kontakt. Die gegenseitigen Anliegen müssten weiter geklärt werden. Das chinesische Medium berichtete zudem, Washington habe Anbieter von Werkzeugen für elektronisches Design angewiesen, chinesischen Stellen keine Technologie mehr zu liefern. Genannt werden Cadence, Synopsys und Siemens EDA. Die Anweisungen seien per Brief über das Bureau of Industry and Security verschickt worden.

Die Märkte reagierten schnell. Die Beijing Post gab Synopsys-Aktien mit 9,6 Prozent im Minus an, Cadence mit 10,7 Prozent. Die chinesischen EDA-Werte Primarius Technologies und Semitronix legten dagegen zu. Diese Zahlen stammen aus dem Bericht des Mediums selbst und wurden hier nicht unabhängig überprüft.

Reisebeschränkungen erreichen die Familien

Der Streit über Exportkontrollen ist nur die eine Hälfte. Bloomberg berichtete am 28. September in einem von Business Standard übernommenen Beitrag, chinesische Behörden hätten damit begonnen, Betroffenen mitzuteilen: Ehepartner und Kinder bestimmter KI- und Chipmanager brauchen vor jeder Auslandsreise die Genehmigung Pekings, auch für kurze Fahrten. Dem Bericht zufolge ist unklar, ob jede Familie unter die neue Vorgabe fällt. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie antwortete nicht auf eine per Fax gestellte Anfrage nach einer Stellungnahme.

Damit werden Beschränkungen ausgeweitet, die bereits für leitendes KI-Personal in der Privatwirtschaft bei Firmen wie Alibaba und DeepSeek gelten. Darüber berichtete Bloomberg News im Mai. Unabhängig davon regeln Vorschriften, die am 15. September in Kraft traten, Ausreiseverbote in Fällen von strafrechtlichen Ermittlungen bis zu möglichen Verstößen gegen die industrielle und technologische Sicherheit. Das meldet derselbe Bericht. Erklärtes Ziel ist, Know-how und Talente im Land zu halten. Der Bericht bringt dies mit einer Vorsicht zusammen, die sich nach Metas 2.000.000.000 Dollar schwerer Übernahme von Manus verstärkte. Peking ließ den Deal später rückgängig machen.

Auf der Hardwareseite wirkt der Druck in die andere Richtung. China Sourcing News berichtete, das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie prüfe, ob große heimische Firmen wie ByteDance und Alibaba Nvidias neu vorgestellte RTX Pro kaufen dürfen. Der Beitrag nennt kein Entscheidungsdatum und keine Bestätigung der beiden Unternehmen oder des Ministeriums.

"Präsident Trump sagt weiterhin, hey, wir verkaufen Waffen an andere Leute in der Welt. Er hat Präsident Xi tatsächlich einmal gefragt, ob er welche kaufen möchte", sagte der US-Botschafter in China, David Perdue, laut The Guardian zu Fox News.

The Guardian berichtete am 28. September, das Weiße Haus habe erklärt, es gebe keine Pläne, Waffen an China zu verkaufen. Das State Department sagte, US-Recht verbiete solche Verkäufe. Derselbe Beitrag merkt an, Taiwan warte seit Monaten auf die Genehmigung eines 14.000.000.000 Dollar schweren Waffenpakets.

Andernorts berichtete TechNode am 29. September, China habe im ersten Halbjahr 2026 mehr als 19.000 humanoide Roboter ausgeliefert, 77,9 Prozent der weltweiten Lieferungen. Die Zahlen werden IDC zugeschrieben. Weltweit waren es fast 25.000 Einheiten, ein Plus von 432,1 Prozent im Vorjahresvergleich. The Intercept schrieb am 28. September unter Verweis auf einen CNN-Bericht vom 18. September, eine KI-generierte Geheimdienstbewertung über ein chinesisches Schiff habe beinahe eine US-Abfangaktion ausgelöst. Die EFF erklärte am 28. September, die Drohnenpolitik der Polizei von San Francisco bleibe zu vage. Die Police Commission soll sie am 14. Oktober behandeln.

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Quellen

7
  1. 01China Calls for End to U.S. Semiconductor Export Controls Amid Rising TensionsEN
  2. 02China broadens travel curbs to encompass family of top AI talentEN
  3. 03Trump asked Xi Jinping if China would like to buy US weapons, American ambassador saysEN
  4. 04China accounts for 77.9% of global humanoid robot shipments in H1, IDC saysEN
  5. 05China's Potential Shift in Policy for Tech Giants: An NVIDIA Deal Imminent?EN
  6. 06AI Almost Started a U.S.-China War - and No One Seems to CareEN
  7. 07EFF to San Francisco Police: Drones are Powerful Surveillance Tools That Require a Robust PolicyEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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