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China stellt 490 Milliarden Euro für Netze und Rechenleistung bereit

Im 15. Fünfjahresplan für die Jahre 2026 bis 2030 hat Peking 490 Milliarden Euro an kumulierten Investitionen festgeschrieben und das Ziel von 9 800 Eflops Rechenleistung für KI. Die 5G-Abdeckung soll 95 Prozent erreichen.

KonjunkturAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 25. September 20265 Min. LesezeitQuellen 2
China stellt 490 Milliarden Euro für Netze und Rechenleistung bereit

China rückt Telekommunikationsinfrastruktur, Rechenleistung und künstliche Intelligenz ins Zentrum seiner Industriestrategie für die kommenden fünf Jahre. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie hat den 15. Fünfjahresplan für die Jahre 2026 bis 2030 veröffentlicht, berichtet Corriere Comunicazioni.

Der Plan sieht 490 Milliarden Euro an kumulierten Investitionen vor und bis 2030 eine Rechenleistung von 9 800 Eflops für KI. Beim Mobilfunk ist eine 5G-Abdeckung von 95 Prozent angestrebt. Parallel sollen Forschungs-, Standardisierungs- und Pilotarbeiten zu 6G laufen.

Die Netzarchitektur soll sich in zwei Richtungen verändern: Ausbau von 5G Advanced und von Knoten, die Edge Computing in Clustern mit bis zu 100 000 Beschleunigern bündeln. Der zweite Punkt ist wirtschaftlich wichtig. Er zeigt, dass die chinesische Strategie nicht allein auf Megaskala setzt, sondern auch ein dichtes Netz kleinerer Rechenzentren näher am Nutzer vorsieht.

Auf der Ertragsseite rechnet der Plan mit Einnahmen von 525 Milliarden Euro. Beschrieben wird er mit dreizehn Indikatoren und sechs Handlungsfeldern. Zu den genannten Initiativen gehören „East Data, West Computing“, also die Verlagerung von Rechenlasten in Regionen mit günstigerer Energie, sowie „AI + Information Communication“.

Diesen Plan muss man zusammen mit einem zweiten Strang lesen: der globalen Debatte über das Tempo der Modellentwicklung. Wie Corriere Comunicazioni beschreibt, fügt sich der Appell des Anthropic-Chefs Dario Amodei, ein Moratorium für die stärksten Systeme zu erwägen, in einen Streit ein, in dem Sicherheit und technologische Überlegenheit nicht voneinander zu trennen sind. Eine Pause an der Leistungsgrenze würde festlegen müssen, welche Systeme Beschränkungen unterlägen, nach welchen Parametern und wie ihre Einhaltung überprüft würde. Hinzu käme die Kontrolle militärischer und nachrichtendienstlicher Aktivitäten, was deutlich schwieriger ist.

Deshalb ist die chinesische Industriepolitik für Europa eine doppelte Herausforderung. Erstens setzt sie den Investitionsmaßstab, neben dem europäische Programme bescheiden wirken. Zweitens zeigt sie, dass über die künftige Ordnung rund um KI nicht nur die Qualität der Modelle entscheidet, sondern auch die Zahl der Beschleuniger, die Kilometer an Netzen und die Megawatt an Leistung, die jemand anzuschließen vermag.

Der Plan stützt sich auf dreizehn Indikatoren und sechs strategische Richtungen. Sein Schwerpunkt sind nicht einzelne Modelle, sondern die infrastrukturelle Ebene: Netze der fünften Generation sollen 95 Prozent Abdeckung erreichen. Parallel sind der Ausbau von 5G Advanced, Forschungs- und Standardisierungsarbeiten zur sechsten Generation sowie Edge Computing vorgesehen. Rechencluster werden als Knoten mit bis zu einhunderttausend Beschleunigern gebaut.

Die Infrastruktur selbst soll zum Exportprodukt werden. Peking rechnet damit, dass die Einnahmen des Sektors rund 525 Milliarden Euro erreichen. Die Parolen „Daten im Osten, Rechnen im Westen“ sowie „KI plus Konnektivität“ beschreiben die Logik, nach der die Rechenleistung zwischen den energiereichen westlichen Provinzen und den Industriezentren im Osten des Landes verteilt wird.

Der Umfang des chinesischen Plans steht im Kontrast zum Tempo der Debatte in anderen Volkswirtschaften. Während die Vereinigten Staaten und Europa über Moratorien und Absicherungen von Modellen streiten, antwortet Peking mit einem mehrjährigen, auf fünf Jahre angelegten Investitionsplan. Der Unterschied im Planungshorizont wird damit selbst zum Wettbewerbsvorteil.

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Quellen

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  1. 01Cina, maxi piano da quasi 500 miliardi per reti e potenza di calcoloIT
  2. 02Moratoria sull'AI: non solo sicurezza, la vera partita si gioca sulla sfida USA-CinaIT

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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