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ByteDance kauft Land für KI in Peking. Dieses Jahr schon 8,7 Milliarden Yuan

ByteDance hat ein Grundstück im südlichen Olympiapark in Peking zum Startpreis von 2,61 Milliarden Yuan erworben. Es ist das dritte Pekinger Grundstück des Unternehmens in diesem Jahr, zusammen kosteten sie über 8,7 Milliarden Yuan.

KonjunkturNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 25. September 20265 Min. LesezeitQuellen 2
ByteDance kauft Land für KI in Peking. Dieses Jahr schon 8,7 Milliarden Yuan

Chinesische Technologieunternehmen kaufen Fläche genauso intensiv ein wie Rechenleistung. Wie Jiemian berichtet, erwarb am 21. September die Beijing Yunrui Changshi Technology das Grundstück OS-15 im südlichen Olympiapark im Bezirk Chaoyang. Das Unternehmen ist die Investitionsgesellschaft von ByteDance, gegründet am 10. Juni 2026 mit einem Stammkapital von 1,6 Milliarden Yuan. Der Kauf erfolgte zum Startpreis von 2,61 Milliarden Yuan.

Die Eckdaten des Grundstücks sind so konkret wie der Preis: 22 361,1 m² Fläche und eine zulässige Geschossfläche von bis zu 91 700 m². Vorgesehen ist eine gewerblich-finanzielle Bebauung.

Es ist bereits der dritte Grundstückskauf von ByteDance in Peking in diesem Jahr. Im Februar erwarb die Tochtergesellschaft Beijing Yunyue Changshi Technology zum Startpreis von 2,8 Milliarden Yuan zwei Grundstücke im Bezirk Haidian, HD00-1603-01 und HD00-1603-03A. Sie sind zusammen 39 522,111 m² groß, geplant sind rund 96 811,5 m² Bebauung. Die Gebäude sollen 20 Jahre lang selbst genutzt werden. Der Bau soll innerhalb von 12 Monaten nach Vertragsunterzeichnung beginnen und innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein. Die Landnutzungsrechte laufen 40 Jahre für gewerbliche und 50 Jahre für Bürozwecke. Insgesamt übersteigen die diesjährigen Käufe in Peking 8,7 Milliarden Yuan.

Diese Investitionen haben eine zweite Seite, die die chinesische Presse parallel beschreibt: die regulatorische. Auf einem Forum über das Verhältnis von Technologie und Geisteswissenschaften, über das die Agentur Yicai berichtete, argumentierte der Rektor der Universität für Finanzen und Wirtschaft Shanghai, Liu Yuanchun, KI sei keine gewöhnliche technologische Veränderung. Sie sei eine „Supertechnologie“, deren Wirkung auf das Wirtschaftswachstum eine andere Kraft, einen anderen Zeithorizont und einen anderen Mechanismus habe als frühere industrielle Revolutionen.

Der Ökonom verwies auf drei Problemebenen: die Grenzen menschlicher Handlungsfähigkeit, das Verhältnis zwischen Effizienz und Gerechtigkeit sowie das Tempo der Regulierung. Er erinnerte an den offenen Brief vom 13. Juli, den fast 200 Forscher und Unternehmer unterzeichneten, darunter 16 Nobelpreisträger. Der Brief beschrieb das Ausmaß der Veränderungen und forderte Regierungen auf, Aufsichtsmechanismen aufzubauen. Er verwies zudem auf die Arbeiten des Ökonomen Daron Acemoglu über den Einfluss von KI auf die Beschäftigungsstruktur und Ungleichheit. Das Fazit war eindeutig: Wenn Regulierung wirken soll, muss ihre Schwelle deutlich früher angesetzt werden.

Die Kaufentscheidungen sind Teil einer breiteren Debatte über die Grenzen dieser Technologie. Ende September argumentierte Liu Yuanchun auf einem Forum in Shanghai, künstliche Intelligenz sei keine gewöhnliche technologische Veränderung, sondern eine Supertechnologie, die einen völlig anderen Wachstumspfad vorgebe als frühere industrielle Revolutionen. Seiner Ansicht nach zeigt sich das bereits in den akademischen Strukturen, wo geisteswissenschaftliche Disziplinen an Bedeutung und Studierenden verlieren.

Der Ökonom erinnerte an den offenen Brief vom 13. Juli, den rund zweihundert Forscher und Unternehmer unterzeichneten, darunter sechzehn Nobelpreisträger. Die Unterzeichner waren sich in drei Punkten einig: dass sich diese Technologie von früheren unterscheidet, dass das Ausmaß ihrer Wirkung die Vorstellungskraft übersteigt und dass Staaten rechtzeitig Regulierungen und soziale Sicherungsnetze aufbauen müssen. Liu verwies außerdem auf die Forschung von Daron Acemoglu zum Einfluss von KI auf Beschäftigung und Vermögenspolarisierung sowie auf Warnungen, die in der amerikanischen Debatte bei den jeweils nächsten Modellgenerationen formuliert wurden. Der Schluss war einer: Das regulatorische Tor muss deutlich weiter nach vorn verschoben werden, bevor die Technologie außer Kontrolle gerät.

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  1. 01字节拿下奥林匹克公园地块,年内已斥资超87亿元在北京买地ZH
  2. 02刘元春:为什么说AI治理的关口必须前移ZH

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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