GSMA: 6G kommt bis 2035 auf 2,4 Milliarden Anschlüsse, 5G bleibt
2030 soll es weltweit rund 50 Millionen 6G-Anschlüsse geben, 2033 fällt die Milliardengrenze. Der mobile Datenverkehr steigt von 204 auf 846 Exabyte pro Monat. In China entsteht das größte 6G-Testnetz.

Die erste Hälfte der dreißiger Jahre wird kein Austausch, sondern ein Nebeneinander der Technologien. Das italienische Portal CorCom zitiert eine Prognose von GSMA Intelligence. Danach gibt es 2030 weltweit rund 50 Millionen 6G-Anschlüsse, etwa ein halbes Prozent aller Mobilfunkverträge. Ein Jahr später sollen es rund 275 Millionen sein, Ende 2032 fast 740 Millionen. 2033 überschreitet 6G die Milliardengrenze und schließt das Jahr bei etwa 1,3 Milliarden Anschlüssen ab. 2034 folgen 1,9 Milliarden, 2035 dann 2,4 Milliarden.
Die Analysten teilen den Zyklus in zwei Phasen. Von 2030 bis 2032 geht es vor allem um einzelne Einführungen und den Aufbau eines Ökosystems. Erst ab 2033 soll die Technologie global skalieren. Die Ausbreitung von 6G bedeutet aber nicht das Ende von 5G. Ende 2035 sollen Netze der fünften Generation weiterhin rund 60 Prozent der Mobilfunkverbindungen ausmachen, 6G 23 Prozent und LTE 17 Prozent. Die Einführung beginnt in Ostasien, Nordamerika und Europa, die Volumina treibt China.
Warum das Netz sich ändern muss
Der Grund ist nicht Ehrgeiz, sondern Verkehr. Der mobile Datenverkehr soll von 204 Exabyte pro Monat auf 846 Exabyte steigen, also um etwa 15 Prozent jährlich. CorCom betont, dass 6G KI-Funktionen sowie gleichzeitige Erkennung und Kommunikation (ISAC) integrieren soll. Das erfordert mehr Spektrum und deutlich mehr Automatisierung bei der Netzverwaltung.
Parallel entsteht die Forschungsinfrastruktur. Wie das chinesische Portal IT之家 berichtet, baut Hubei Mobile gemeinsam mit Partnern im Stadtteil Optics Valley in Wuhan eine Testzone für die 6G-Industrie auf. Zu den Partnern gehören die China Information and Communication Technologies Group, das Institut Zhongguancun Panlian und die Huazhong-Universität für Wissenschaft und Technologie. Bis 2027 sollen dort drei Infrastrukturen entstehen: das größte umfassende 6G-Testnetz in den chinesischen Plänen, eine offene Forschungsplattform, die Kommunikation, Erkennung und Berechnung verbindet, sowie eine Testplattform für intelligente rekonfigurierbare Oberflächen. Die 6G-Basisstationen sollen etwa 3,3 Quadratkilometer im künftigen Technologiepark von Wuhan abdecken.
Dieselbe Quelle zeigt ein größeres Bild der chinesischen Mobilisierung. Im selben Zeitraum wurden Tests prototypischer 6G-Basisstationen im U6G-Band mit Qualcomm angekündigt, außerdem ein 6G-Labor, das Raum, Luft und Erde unter der Leitung von China Unicom und China SatNet verbindet. Hinzu kommt das Ziel, bis 2030 ein modernes Kommunikationsnetz mit führenden Parametern aufzubauen.
Was das in der Praxis bedeutet
Für die Betreiber sind die kommenden Jahre weiterhin Investitionen in 5G und nicht in 6G. GSMA schreibt ausdrücklich von einer zweiten Hälfte des Jahrzehnts, die dem Ausbau der fünften Generation gewidmet ist. Für Europa wird nicht der Standard die Herausforderung sein, sondern die Skala. Wenn China und Ostasien die 6G-Volumina erzeugen, steigen europäische Betreiber als Abnehmer fertiger Lösungen in diese Technologie ein und nicht als Mitgestalter des Standards. Das Fazit der Prognose fällt damit weniger spektakulär aus, als die Zahl 2,4 Milliarden nahelegt: Wessen Netz zuerst Volumen erreicht, der bestimmt die Regeln.
Quellen
2Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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