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2,75 Milliarden Dollar und 20 Millionen pro Schule: College-Sport zahlt an die Athleten

Der Vergleich im Fall House gegen die NCAA, im Juni 2025 endgültig bestätigt, erlaubt den US-Hochschulen, ihre Einnahmen mit den Athleten zu teilen. Die Summen gehen in die zig Millionen pro Einrichtung.

SportAnalyseSven AlbrechtVeröffentlicht: 20. September 20266 Min. LesezeitQuellen 3
2,75 Milliarden Dollar und 20 Millionen pro Schule: College-Sport zahlt an die Athleten

Alles begann mit einer Sammelklage. Sie ging 2020 beim Bundesbezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien ein, gegen die NCAA und fünf College-Konferenzen. Zu den Klägern gehörten Grant House, Schwimmer an der Arizona State University, und Sedona Prince, Basketballspielerin an der Texas Christian University. Sie forderten Entschädigung für die Nutzung ihres Images und die Aufhebung der Beschränkungen bei der Beteiligung an den Einnahmen aus Übertragungsrechten.

Der Fall ging an Richterin Claudia Ann Wilken. Sie hatte zuvor in den Verfahren O'Bannon gegen die NCAA von 2014 und Alston gegen die NCAA von 2020 zugunsten der Kläger entschieden. Im November 2023 erkannte Wilken dem Fall den Status einer Sammelklage im Schadensersatzteil zu. Die Gruppe umfasste danach alle Athleten der Division I, die nach 2016 gespielt hatten, bei einer Verjährungsfrist von vier Jahren.

Summen und Modell

Am 23. Mai 2024 stimmte die NCAA einem Vergleich über 2,75 Milliarden Dollar zu. Die Hochschulen erhielten das Recht, Einnahmen mit Athleten der Division I zu teilen, die seit 2016 gespielt hatten, bis zu 20 Millionen Dollar pro Einrichtung. Endgültig bestätigte Richterin Wilken den Vergleich am 6. Juni 2025.

Das ist nicht die einzige Geldquelle für die Athleten. Separat entwickelte sich der Markt für Image-Rechte, bekannt als NIL (name, image, likeness). Kalifornien war der erste Bundesstaat, der die Sache regelte: Im September 2019 unterzeichnete Gouverneur Gavin Newsom das Gesetz SB 206, den „Fair Pay to Play Act" der Senatoren Nancy Skinner und Steven Bradford. Die NCAA antwortete mit einer Übergangsregelung nach dem Urteil im Fall Alston, und die Bundesstaaten begannen, eigene Vorschriften zu erlassen.

Die Größenordnung heutiger NIL-Verträge reicht bis zu 20,5 Millionen Dollar jährlich für einen einzelnen Athleten im Modell der Einnahmenteilung. Solche Beträge waren im College-Sport ein Jahrzehnt zuvor undenkbar. Die NCAA verteidigte jahrzehntelang das Amateurmodell und beschränkte die Leistungen auf Stipendien und bescheidene Zuschläge.

Daten als Bedingung

Das dritte Element des Ganzen ist weniger sichtbar, für diesen Bereich aber entscheidend. Ohne Messung gibt es keine Aufteilung: Um den Wert eines Athleten gegenüber der Schule und der Konferenz abzurechnen, braucht es einen Datenstrom aus dem College-Wettbewerb. Nicht zufällig kündigte die NCAA im Mai 2018 eine Statistik-Initiative für ihre 1100 Mitglieder an, umgesetzt gemeinsam mit Genius Sports. Die Firma war dafür zuständig, die Nutzung der Spielstatistiken durch Schulen und Konferenzen zu modernisieren.

Der College-Sport bekam zuerst das Fernsehen, dann das Geld und am Ende den Messapparat, mit dem sich dieses Geld verteilen lässt.

Die Folgen zeigen sich in Streitfragen, die erst noch geklärt werden: Besteuerung, Wirkung auf Titel IX, Wettbewerbsgleichgewicht und die Frage, ob NIL die Grenze zwischen College- und Profisport verwischt. Eine amerikanische Hochschule ist längst nicht mehr nur eine Schule. Sie ist eine Instanz, die den Wert eines Sportlers abrechnet.

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Quellen

3
  1. 01House v. NCAAEN
  2. 02Student athlete compensationEN
  3. 03Genius SportsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Sven Albrecht

Sven Albrecht

Sport, Auto und Reisen

Sven Albrecht schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Streckenprotokolle und offizielle Ergebnisse. Bei Testwagen vergleicht er Normverbrauch mit realen Messwerten und prüft Drehmomentkurven sowie Akkukapazitäten. Er spricht mit Werkstattmeistern, Rennkommissaren und Bahnbetreibern und wartet auf den Fahrplanwechsel, um Verbindungen quer durch Europa zu vergleichen. Privat fährt er Elektroautos, schraubt in der Garage und plant Bahnstrecken quer durch Europa. Unbelegte Zahlen veröffentlicht er nicht.

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