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Catapult: tragbare Sensoren, 580 Mitarbeiter und Daten, die in keinem Spielprotokoll stehen

Das australische Unternehmen begann mit einem Projekt am Australian Institute of Sport. Heute verkauft es Klubs wie Real Madrid und Chelsea die Messung der Trainingsbelastung und ein lokales Positionierungssystem, das zusammen mit CSIRO entstanden ist.

SportAnalyseJonas WeberVeröffentlicht: 19. September 20265 Min. LesezeitQuellen 2
Catapult: tragbare Sensoren, 580 Mitarbeiter und Daten, die in keinem Spielprotokoll stehen

Die Geschichte von Catapult lohnt sich, weil sie zeigt, woher die Belastungsmessung im Profisport kommt. 1999 arbeiteten zwei Ingenieure, Shaun Holthouse und Igor van de Griendt, an einem Projekt mit dem Australian Institute of Sport. Das Ziel war konkret: Labortests zur Ausdauer sollten durch Mikrotechnologie ersetzt werden. Im Labor strengen sich Sportler nämlich nicht so an wie im Wettkampf.

Gegründet wurde die Firma 2006, 2014 folgte der Börsengang in Sydney. Heute sitzt sie in Melbourne, beschäftigt rund 580 Menschen und ist weltweit tätig. Ihr wichtigstes Produkt sind tragbare Sensoren: Vector S7, T6 und der angekündigte T7. Der Spieler trägt sie im Training und im Spiel am Körper.

Nicht nur Sensoren

Das Portfolio ist breiter, als das Etikett „Wearables“ vermuten lässt. ClearSky ist ein lokales Positionierungssystem, das zusammen mit der australischen Wissenschaftsagentur CSIRO entwickelt wurde. Es ist ein Gegenstück zu GPS für Innenräume, was in Hallen zählt. G5 ist ein Monitor für Torhüter. Er misst Richtung und Intensität von Würfen, Sprüngen, Beschleunigungen und Abbremsungen, dazu Richtungswechsel, wiederkehrende hochintensive Belastungen und Erholungszeiten.

Catapult übernahm außerdem Firmen: GPSports, XOS Digital, PlayerTek, SportsMedElite und Baseline Athlete Management Systems. Das Ergebnis ist ein Angebot aus Sensoren, Videoanalyse und Software zur Spielerverwaltung. Es richtet sich nicht nur an Profis, sondern auch an halbprofessionelle und Amateurteams.

Wer davon profitiert

Zu den Kunden von Catapult zählen die Nationalmannschaft Brasiliens, Real Madrid, Chelsea, Ittihad Club, Saracens und die australische Cricket-Nationalmannschaft. Auf Seiten der Organisationen und Ligen: England and Wales Cricket Board, NRL, La Liga und XFL.

Die Größe dieser Liste erklärt, warum die Regeln zu Spielerdaten so dringlich geworden sind. Ein Sensor auf dem Rücken eines Fußballers produziert über eine ganze Saison Daten über seinen Körper, die in keinem Spielprotokoll stehen. Eine chinesische Marktanalyse weist darauf hin, dass genau an dieser Stelle die Frage nach Eigentum und Grenzen der Nutzung von Biometrie auftaucht. Daten, die als Werkzeug des Trainers begannen, werden zugleich zum Gut des Klubs, des Technologieanbieters und der Liga.

Die Belastungsmessung war die Antwort auf ein physiologisches Problem. Heute ist sie ein juristisches Problem.

Die Geschichte von Catapult ist also nicht deshalb lehrreich, weil das Unternehmen Erfolg hatte. Sie zeigt einen Mechanismus: Ein Werkzeug für einen Zweck, die Navigation in Hallen, wurde für einen ganz anderen genutzt. Sein Nebeneffekt wurde zu einem eigenen Thema, das geklärt werden muss.

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Quellen

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  1. 01Catapult SportsEN
  2. 02从经验主义到数据主义:“AI+体育”正在改写赛场答案ZH

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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