Gates fordert KI-Gesetz, Sanders will 20 Jahre Haft für Superintelligenz
Bill Gates hat den Kongress zu einem KI-Gesetz aufgefordert und die Selbstregulierung der Branche als unzureichend bezeichnet. Im Senat kursiert parallel ein Entwurf, der Superintelligenz verbietet, mit Strafen von bis zu 20 Jahren Haft.

In der amerikanischen Debatte über KI-Regulierung geht es nicht mehr um das Tempo, sondern um die Instrumente. Am 25. September sagte Bill Gates in der NBC-News-Sendung „Meet the Press“, der Kongress solle ein Gesetz verabschieden, das die Entwicklung künstlicher Intelligenz regelt. Auf die Frage, ob Gesetzgebung nötig sei, antwortete er mit ja. Die Anforderungen müssten verpflichtend sein, fügte er hinzu.
An seiner Einschätzung der Selbstregulierung ließ Gates keinen Zweifel. „Niemand glaubt, dass Selbstregulierung allein ausreicht“, sagte er. In die Diskussion über Sicherheitsstandards und deren Aufsicht müssten Strafverfolgungsbehörden und Politiker einbezogen werden. Die neuen Anforderungen würden die Unternehmen stärker belasten, ihre Arbeit aber nicht wesentlich verlangsamen. Böse Absichten in Verbindung mit den neuesten KI-Werkzeugen schüfen eine Bedrohung großen Ausmaßes, warnte er. Keine Waffe habe je so stark gewirkt.
„Ban Artificial Superintelligence Act 2026“
Deutlich weiter geht ein Entwurf, der als „Ban Artificial Superintelligence Act 2026“ bekannt ist. Das Dokument definiert Superintelligenz als ein System, das den Menschen bei den meisten Aufgaben übertrifft oder sich leicht in diesen Zustand versetzen lässt. Dazu zählt auch ein System, das fähig ist, die Vernichtung der Menschheit oder den Sturz einer Regierung zu planen und durchzuführen. Solche Systeme dürften nicht geschaffen, eingesetzt, erworben, besessen, finanziert oder importiert werden.
Der Entwurf sieht die Einrichtung eines Department of Artificial Intelligence als Aufsichtsbehörde vor. Identifiziert dieses Departement eine Superintelligenz, soll das System sofort gestoppt und innerhalb von 30 Tagen zerstört werden. Wer ein solches System entdeckt, muss es innerhalb von 24 Stunden melden. Für „fortgeschrittene KI-Systeme“, die mit mindestens 1025 Operationen trainiert werden, soll zudem eine Entwicklungspause gelten, bis das Departement klare Regeln festlegt. Der Schwellenwert würde jährlich angepasst.
Die Umsetzbarkeit dieses Entwurfs ist begrenzt. Der Schwellenwert von 1025 FLOP erfasst einen erheblichen Teil der heutigen Modelle, die Folgen wären also breit und nicht punktuell. Trotzdem lohnt es sich, beide Auftritte zusammen zu lesen: Gates steht für die minimale Forderung, verpflichtende und durchsetzbare Standards, Sanders für die maximale. Im amerikanischen System entscheidet nicht der Mangel an Argumenten, sondern der Mangel an Mehrheiten darüber, dass die KI-Regulierung weiterhin ein Entwurf bleibt.
Der Entwurf von Sanders ist schärfer, als sein Name nahelegt. Er verbietet nicht nur die Schaffung von Superintelligenz, sondern auch ihren Einsatz, ihren Erwerb, ihren Besitz, ihre Finanzierung und ihren Import. Er schafft ein neues Department of Artificial Intelligence, und ein identifiziertes System dieser Klasse soll sofort gestoppt und innerhalb von 30 Tagen zerstört werden. Wer auf ein solches System stößt, muss es innerhalb von 24 Stunden melden. Die Entwicklung „fortgeschrittener KI-Systeme“, trainiert mit mindestens 10^25 Operationen, soll gestoppt werden, bis das Departement bereit ist. Der Schwellenwert selbst würde jährlich angepasst. Bei Verstoß gegen das Verbot drohen bis zu 20 Jahre Haft.
Gates und Sanders stehen für zwei Enden desselben Streits: Der eine will verpflichtende Anforderungen, die die Arbeit an Modellen nicht stoppen, der andere hält bei dieser Klasse von Fähigkeiten das Tempo selbst für das Problem. Der gemeinsame Nenner ist jedoch politisch: Beide gehen davon aus, dass freiwillige Zusagen der Unternehmen nicht mehr ausreichen.
Quellen
2Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
Kommentare
0- Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.