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Google schickt erste KI-Chips mit einer SpaceX-Rakete in die Umlaufbahn

Am 1. Oktober soll eine Falcon 9 vier KI-Prozessoren für das Projekt Suncatcher in die Umlaufbahn bringen. Der Prototyp rechnet nur in Sitzungen von etwa fünfzehn Minuten, weil die Kühlung an Grenzen stößt.

TechnologieNachrichtLena BrandtVeröffentlicht: 25. September 20265 Min. LesezeitQuellen 3
Google schickt erste KI-Chips mit einer SpaceX-Rakete in die Umlaufbahn

Erst die Prinzipien, jetzt die Demonstration. Google schickt am Donnerstag, dem 1. Oktober, vier seiner Chips für künstliche Intelligenz mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX in die Umlaufbahn, wie Numerama berichtet. Es ist der erste Test unter realen Bedingungen für das Projekt Suncatcher, das im November 2025 vorgestellt wurde und Rechenzentren im Weltraum errichten soll.

Fünfzehn Minuten Rechenzeit pro Sitzung

Die Ankündigung kam in einem am 24. September geteilten Statusbericht und wurde später in einem Blogbeitrag von Travis Beals bestätigt, einem Direktor des Konzerns. Der mitgeführte Prototyp kann nur in Sitzungen von etwa fünfzehn Minuten rechnen. Im Vakuum des Weltraums gibt es keine Konvektion. Wärme wird allein über Strahlung abgegeben, und das begrenzt den Betrieb.

Das strategische Ziel ist ehrgeiziger als der technische Test: Weltraumrechenzentren zu bauen, die fast ständiges Sonnenlicht nutzen können, ohne Nacht und ohne Wolken, um KI-Rechenlasten zu versorgen. Reichlich vorhandene und gleichmäßige Energie ist genau das, woran es den Rechenzentren auf der Erde am meisten fehlt.

Warum die Energiefrage sich verschiebt

Die Überlegung fällt in einen Kontext, in dem Strom und Flächen knapp sind. In Italien beobachten Branchenanalysten, dass Racks der neuen Generation im Megawatt-Bereich zu Gleichstromarchitekturen drängen, die Verluste senken und die Energieeffizienz bis auf 98 % steigern können. Festkörpertransformatoren und eine intelligente Steuerung der Lastflüsse werden entscheidend sein, um das Wachstum der Rechenkapazität zu tragen. Die Umstellung läuft in Etappen, vom Retrofit über die Hybridarchitektur bis zur nativen Architektur. Dabei geht es um Normen, Fachkräfte und Komplexität. Die ersten Prototypen und Festkörpertransformatoren werden für 2026 und 2027 erwartet.

Im Weltraum ist nicht mehr der Zugang zur Energie die Einschränkung, sondern die Abfuhr der Wärme: Gerechnet wird in kurzen Sitzungen.

Nichts garantiert, dass das Rechnen in der Umlaufbahn eines Tages gegenüber Rechenzentren auf der Erde wettbewerbsfähig wird. Der Test am 1. Oktober dient vor allem dazu, zu messen, wie die Chips Strahlung und extremen Temperaturschwankungen standhalten. Ein wirtschaftliches Urteil ist damit noch nicht verbunden.

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Quellen

3
  1. 01Numerama : Google envoie ses premières puces IA en orbite à bord d'une fusée SpaceXFR
  2. 02Ars Technica : Google's first Suncatcher orbital data center test launches October 1EN
  3. 03Punto Informatico : Google lancia i chip AI nello spazio, cos'è Project SuncatcherIT

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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