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KI-Chip-Rennen: Huaweis Ascend, US-Exportregeln und der Streit um die Stromkosten

Huawei behauptet, seine Ascend-Beschleuniger hätten Nvidia auf dem chinesischen Markt überholt. Das sagte der rotierende Vorsitzende Eric Xu in einer Fragerunde, die The Register am 30. September veröffentlichte. Am selben Tag blieb die US-Energiepolitik für Rechenzentren im Senat stecken.

TechnologieAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 1. Oktober 20263 Min. LesezeitQuellen 6
KI-Chip-Rennen: Huaweis Ascend, US-Exportregeln und der Streit um die Stromkosten

Huaweis rotierender Vorsitzender Eric Xu sagte, Ascend habe Nvidia in China überholt. „Es ist ziemlich schwer, Daten zum Marktanteil von Nvidia in China zu sammeln, aber nach den Daten, die wir erhoben haben, hat Ascend Nvidia überholt", sagte Xu laut The Register, das die Fragerunde am 30. September veröffentlichte. Huawei fehle die Kapazität für die heimische Nachfrage, fügte er hinzu, und einen voll ausgebauten Auslandseinsatz plane das Unternehmen nicht.

Xus Aussage fällt in eine Zeit, in der sich die US-Exportkontrollen ständig verschieben. The Register schreibt, Washington habe im April 2025 erstmals Lizenzauflagen für China-Varianten von Beschleunigern erlassen, sei im Sommer davon abgerückt und habe Nvidia später erlaubt, H200-Modelle an genehmigte chinesische Kunden zu verkaufen. In der Bilanzvorlage für das zweite Quartal gab Nvidia bekannt, dass die H200-Lieferungen in die Region weniger als 1 Prozent der Rechenzentrumserlöse ausmachten. Auch die Softwareseite bewegt sich. DeepSeek veröffentlichte am 30. September Open-Source-Programmierwerkzeuge für Ascend-Chips, wie The Decoder berichtet. Kernstück ist TileLang, eine von Forschern der Peking-Universität entwickelte Sprache, die nach DeepSeeks Darstellung einfacher ist als CUDA. DeepSeek optimierte zudem einen Supernode aus 128 Ascend-950-Chips. Huawei habe die Arbeit „voll unterstützt", heißt es in einem Beitrag auf DeepSeeks WeChat-Kanal, den The Decoder zitiert.

Washingtons zweiter Streit um Rechenzentren

Am selben Tag blockierten die Demokraten im Senat den Ratepayer Protection Act mit 57 zu 43 Stimmen; für das weitere Verfahren wären 60 nötig gewesen. The Guardian berichtete, dass vier Demokraten, Maggie Hassan, Amy Klobuchar, Jon Ossoff und Raphael Warnock, die Republikaner unterstützten. Der demokratische Fraktionsführer im Senat, Chuck Schumer, nannte das Gesetz „zahnlos" und sagte, sich auf Selbstregulierung zu verlassen, sei der Weg gewesen, auf dem „wir in dieses Schlamassel geraten sind". Das Gesetz hätte Versorgungsunternehmen verpflichtet, Standards zu berücksichtigen, damit Rechenzentren die Kosten für den Ausbau von Übertragung, Erzeugung und Verteilung tragen. Sein Sponsor im Senat, der Republikaner Jon Husted aus Ohio, sagte: „Big Tech sollte für sich selbst zahlen." Das Repräsentantenhaus hatte es bereits im September nahezu einstimmig verabschiedet.

Auch die Designwerkzeuge rücken näher an die KI heran. OpenAI und Synopsys unterzeichneten eine mehrjährige Partnerschaft für GPT-Synopsys, ein Modell, das über Chipdesign nachdenken und Synopsys-EDA-Werkzeuge direkt bedienen soll, wie The Decoder am 30. September berichtete. Erste Tests mit Halbleiterkunden laufen, Kundendaten sollen nicht für das Training verwendet werden, und beide Unternehmen teilen sich die Erlöse. In der AI Chip Design Week von Tom's Hardware heißt es, Cadence, Synopsys und Siemens böten inzwischen alle agentische KI für Chipdesign an, die weitgehend auf Nvidias Stack aufbaue. Die Versorgungslage bleibt unklar. Tom's Hardware berichtete am 23. September, dass die ByteDance-Tochter Spring Zugang zu 2.304 Nvidia-B200-Chips im norwegischen Nscale-Rechenzentrum Glomfjord bezahlt habe und damit 24.000.000 von Nscales 33.000.000 Umsatz im Jahr 2025 beisteuere. Der Deal sei legal gewesen und habe Lücken der Exportkontrollen genutzt, berichtete die Financial Times, setze Nscale aber weiter regulatorischen und Reputationsrisiken aus.

Vorerst laufen das Hardware-Rennen und das Politik-Rennen auf verschiedenen Uhren. Huawei reklamiert die Führung im eigenen Land, räumt aber ein, die chinesische Nachfrage nicht decken zu können. Washington streitet weiter darüber, wer den Strom bezahlt.

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Quellen

6
  1. 01Huawei boss claims homegrown AI chip sales top Nvidia in ChinaEN
  2. 02China's AI industry closes ranks as Deepseek ships open-source software for Huawei's Ascend chipsEN
  3. 03Senate Democrats block datacenter energy bill, saying 'toothless' legislation 'misses the mark'EN
  4. 04OpenAI and Synopsys team up to build an AI model that designs chips like a seasoned engineerEN
  5. 05AI Chip Design WeekEN
  6. 06China's ByteDance gained access to over 2,000 Nvidia B200 chips through Norway data centerEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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