Speicherpreise steigen auf das Sechsfache. Die Rechnung für KI zahlen Firmen und Verbraucher
Morgan Stanley schätzt, dass die Speicherpreise innerhalb eines Jahres auf etwa das Sechsfache gestiegen sind. Gartner erwartete für 2026 einen durchschnittlichen Anstieg der DRAM-Preise um 125 Prozent und der NAND-Preise um 234 Prozent. Die Folge: teurere Computer und Telefone.

Die Inflation der digitalen Wirtschaft hat ihre eigene Quelle, und es ist nicht das Öl. Eine Analyse von Corriere Comunicazioni, die sich auf das WEF beruft, nennt eine Schätzung von Morgan Stanley: Die Speicherpreise sind im vergangenen Jahr auf etwa das Sechsfache gestiegen. Damit hat sich die gesamte Kostenkalkulation für Hardware innerhalb weniger Quartale verschoben.
Die Gartner-Prognose vom April nannte für 2026 einen durchschnittlichen Anstieg der DRAM-Preise um 125 Prozent und der NAND-Preise um 234 Prozent. Einen möglichen Wendepunkt sahen die Analysten erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2027. Das Ausmaß ist beispiellos. Speicher steckt in jedem Gerät, vom Server mit Beschleuniger bis zum Telefon in der Tasche.
Die Folge zeigt sich schon in den Absatzprognosen. Gartner erwartet für 2026 einen Rückgang der PC-Lieferungen um 10,4 Prozent und der Smartphone-Lieferungen um 8,4 Prozent. Institutionelle Kunden zahlen für dieselbe Hardware mehr, Verbraucher verschieben ihre Käufe.
Der zweite Punkt ist die Konzentration des Werts in der Lieferkette. Nach Angaben von SIA und Deloitte entfallen auf Prozessoren, Speicher, Netzwerkchips, Massenspeicher und Stromversorgungs-Chips rund 95 Prozent des Werts der Hardware in einem Rechenrack für KI. Deshalb reagiert die gesamte Investition so empfindlich auf die Preise weniger Bauteilkategorien.
Auch in absoluten Zahlen ist das Volumen groß: Bis 2028 sollen die weltweiten Ausgaben für Rechenzentrumsinfrastruktur 4 Billionen Dollar übersteigen, wovon bis zu 2,8 Billionen an Halbleiterhersteller gehen könnten. HBM-Speicher, entscheidend für Training und Inferenz, ist heute ein Markt von über 30 Milliarden Dollar.
Für die Endkunden ist die Schlussfolgerung unangenehm, aber einfach: Solange die Lieferkette das Angebot nicht erhöht, wird es nicht billiger. Die Speicherpreise sind damit zu einer makroökonomischen Größe geworden. Sie fließen in die Inflationskörbe der Unternehmen, in die Cloud-Rechnungen und in die IT-Budgets, die die Einkäufe für das kommende Jahr planen.
Das Ausmaß des Anstiegs ist ohne Beispiel. Gartner ging in der April-Prognose davon aus, dass die durchschnittlichen Preise für DRAM-Speicher 2026 um 125 Prozent und für NAND-Speicher um 234 Prozent steigen. Die Analysten von Morgan Stanley schätzen dagegen, dass die Speicherpreise innerhalb eines Jahres auf etwa das Sechsfache gestiegen sind. Den Wendepunkt sehen die Fachleute, falls er kommt, erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2027.
Der globale Halbleitermarkt soll 2026 über 1,3 Billionen Dollar wert sein. Noch im Juni wurden die Prognosen nach oben auf 1,56 Billionen Dollar korrigiert. Laut SIA und Deloitte entfallen auf Prozessoren, Speicher, Netzwerkchips, Datenträger und Stromversorgungs-Chips ungefähr 95 Prozent des Werts der Hardware in einem einzigen Serverschrank für KI. Genau diese Bauteile verteuern sich am schnellsten, und deshalb schlägt ihr gestiegener Preis auf die gesamte Rechnung durch.
Die Folgen für die Nutzer zeigen sich in den Absatzprognosen. Gartner erwartet für 2026 einen Rückgang der PC-Lieferungen um 10,4 Prozent und der Smartphone-Lieferungen um 8,4 Prozent. Die Geräte werden schlicht teurer: teurerer konventioneller Speicher und HBM-Chips im Wert von über 30 Milliarden Dollar, die von KI-Beschleunigern aufgesogen werden, verengen die Produktionskapazitäten für den Konsummarkt.
Quellen
2- 01L'AI fa impennare il costo dei chip e il conto arriva a imprese e consumatoriIT
- 02Les dépenses en IA devraient bondir de 49,5% en 2026FR
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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