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Inflation könnte im September auf 4 Prozent steigen. Die Rechnung zahlen die Kraftstoffe

Analysten der Erste Bank Polska rechnen damit, dass die Inflation im September 4 Prozent im Jahresvergleich erreicht, nach 3,4 Prozent im August. Kraftstoffe verteuerten sich binnen eines Monats um rund 10 Prozent. Zinserhöhungen kehren als Basisszenario zurück.

KonjunkturAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 25. September 20264 Min. LesezeitQuellen 2
Inflation könnte im September auf 4 Prozent steigen. Die Rechnung zahlen die Kraftstoffe

Das Thema Inflation steht derzeit im Zentrum der globalen Finanzmärkte, schreiben Analysten der Erste Bank Polska in einer Mitteilung, die Forsal.pl zitiert. Daran dürfte sich in den kommenden Wochen wenig ändern.

Der Mechanismus ist diesmal besonders einfach zu benennen. Hauptverantwortlich für den Preissprung im September sind die Kraftstoffe. Nach dem Auslaufen des staatlichen Schutzprogramms „Ceny Paliwa Niżej“ und dem erneuten Anstieg der Weltmarktpreise für Rohöl verteuerten sie sich im Monatsvergleich um durchschnittlich rund 10 Prozent. Ohne diese Veränderung hätte die Inflation wohl nahe am Augustwert von 3,4 Prozent gelegen. So aber dürfte die Dynamik des CPI im September auf 4 Prozent im Jahresvergleich gestiegen sein.

Die Schnellschätzung des GUS für September 2026. Das Statistische Hauptamt veröffentlichte sie am 30. September, es handelt sich also um eine Prognose vor der Veröffentlichung, nicht um ein Messergebnis.

Wichtiger als die Zahl selbst ist die Perspektive. „Ein solcher Wert plus die unklare Aussicht auf eine Deeskalation im Nahen Osten wird bedeuten, dass sich der CPI in den kommenden Monaten über 4 Prozent verankert und womöglich weiter steigt“, schätzen die Experten der Erste BP. Sollte sich bis November keine deutliche Umkehr des Trends an den Rohstoffmärkten abzeichnen, würden Zinserhöhungen durch den RPP „aus dem Risikoszenario wohl zum Basisszenario werden“.

Das ist kein ausschließlich polnisches Problem. Die OECD prognostiziert in ihrem Septemberbericht einen Anstieg der Gesamtinflation in der G20 auf 4,1 Prozent im Jahr 2026 von 3,4 Prozent im Jahr 2025, danach einen Rückgang auf 3,6 Prozent im Jahr 2027. In den USA soll die Kerninflation von 3,6 auf 2,6 Prozent sinken, in der Eurozone von 3,0 auf 2,9 Prozent. In Japan dagegen soll sie von 1,8 auf 2,6 Prozent steigen, unter anderem wegen des angespannten Arbeitsmarkts und des kräftigen Wachstums der Nominallöhne.

Für die Budgets von Unternehmen und Haushalten bedeutet das die Rückkehr einer Frage, die 2026 geklärt schien: Wie lange hält der Druck auf die Energiepreise an, und wer bezahlt ihn am Ende.

Der Mechanismus ist einfach. Nach dem Ende des Programms „Ceny Paliwa Niżej“ kehrte der Preis an der Zapfsäule auf das Marktniveau zurück, gleichzeitig erholten sich die Notierungen für Rohöl. Beide Effekte zusammen ergeben in einem Monat rund zehn Prozent Anstieg im Kraftstoffkorb. Bei dessen Gewicht im Inflationskorb reicht das aus, um den gesamten Index um mehr als einen halben Prozentpunkt zu heben.

Der August schloss mit einem Wert von 3,4 Prozent im Jahresvergleich, die 4 Prozent im September wären also das höchste Ergebnis seit vielen Quartalen. Würde der Konflikt im Nahen Osten nicht abflauen, könnte sich die Inflation länger über diesem Niveau verankern. Dann würden Zinserhöhungen, wie die Analysen der Erste zeigen, aufhören, ein Reserve-Szenario des RPP zu sein, und zum Basisszenario werden.

Derselbe Mechanismus wirkt global. Die OECD schätzt, dass die Inflation in der G20 im Jahr 2026 auf 4,1 Prozent steigt gegenüber 3,4 Prozent ein Jahr zuvor und 2027 auf 3,6 Prozent fällt. Die Rohstoffpreise bleiben länger erhöht, als noch vor einigen Monaten angenommen, und eine der Triebkräfte dieser Nachfrage sind Investitionen in die Recheninfrastruktur.

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Quellen

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  1. 01Inflacja w Polsce może wzrosnąć do 4 proc. Jest nowa prognozaPL
  2. 02Światowa gospodarka urośnie szybciej, niż zakładano. OECD ostrzegaPL

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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