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Erster „KI-Musiker“ unterschrieb bei einem Label. Singen kann er nicht

Oliver McCann, ein 37-jähriger britischer Grafiker, kann weder singen noch ein Instrument spielen, und trotzdem veröffentlicht er Songs. Sein Vertrag mit dem unabhängigen Label Hallwood Media gilt als erster Fall dieser Art in der Branche.

KulturNachrichtClara LindnerVeröffentlicht: 12. September 20265 Min. LesezeitQuellen 2
Erster „KI-Musiker“ unterschrieb bei einem Label. Singen kann er nicht

Die Geschichte von Oliver McCann beginnt mit Frustration. Der 37-Jährige aus Großbritannien arbeitet als Visual Designer, hat keine musikalische Ausbildung, singt nicht und spielt kein Instrument. Er tritt unter dem Pseudonym imoliver auf. Seine Texte schreibt er selbst, die fertigen Stücke liefern ihm Songgeneratoren: Indie-Pop, Country-Rap, Elektronik. Im August 2025 unterschrieb er einen Vertrag bei dem unabhängigen Label Hallwood Media. Wie die Agentur Associated Press berichtete, war es der erste Fall in der Branche, in dem ein Label einen Verlagsvertrag mit einem „künstlichen Musiker“ schloss. McCann verheimlicht nicht, dass sein gesamtes Schaffen auf generativen Werkzeugen beruht.

18 Prozent und das Schweigen über die Zahlen

Das Ausmaß des Phänomens lässt sich bislang nur teilweise messen. Der französische Streamingdienst Deezer teilte mit, dass 18 Prozent der täglich von Nutzern hochgeladenen Stücke vollständig in einem Modell entstehen. Zugleich betonte das Unternehmen, dass solche Songs meist nur wenige Abrufe haben. Kaum jemand hört sie wirklich. Die größten Plattformen, allen voran Spotify, weigern sich, überhaupt Daten zum Anteil KI-generierter Musik im Katalog zu veröffentlichen. Dieser Mangel an Wissen ist einer der Gründe für den Streit darüber, wie das Geld aufgeteilt wird.

Die drei größten Labels, Warner Music Group, Sony Music Entertainment und Universal Music Group, verklagten ein Jahr zuvor die Musikgenerierungsplattformen Suno und Udio wegen Urheberrechts. Im Juni 2026 verhandelte die „große Drei“ über eine Einigung zur Aufteilung der Erlöse aus Stücken mit KI-Beteiligung. Die Agentur AP urteilte damals, der Markt für generative Musik agiere in einem regelrechten „rechtlichen Vakuum“. Die Labels müssten früher oder später eigene Regeln durchsetzen, um diese Stücke in Umlauf zu bringen.

Das Label erkennt KI in fremden Playlists

Deezer wartete nicht auf eine Einigung. Im Juni 2026 stellte das Unternehmen ein kostenloses Werkzeug bereit, das Playlists auf externen Plattformen wie Apple Music, Spotify und anderen scannt und prüft, ob sich darin KI-generierte Stücke befinden. Die Firma war einer der ersten großen Dienste, der solche Songs kennzeichnete. Zuvor hatte sie versucht, ihre Erkennungstechnologie an andere Plattformen zu verkaufen, jedoch ohne größere Resonanz. „Keine andere Plattform ist unseren Weg gegangen, also dachten wir, jeder sollte seine eigene Playlist überprüfen können“, sagte Deezer-Chef Alexis Lanternier. Die Nutzung ist einfach: Man geht auf die Seite, wählt den verwendeten Dienst, autorisiert den Zugang zum Konto und wartet auf die Analyse. Für die Hörer ist es das erste allgemein verfügbare Werkzeug, mit dem sie selbst beantworten können, wie viel ihrer Lieblingsliste ohne Menschen entstanden ist.

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Quellen

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  1. 01首位“AI 音乐人”签约唱片公司 (IT之家)ZH
  2. 02Deezer 为 Spotify、Apple Music 等推出 AI 音乐检测工具 (IT之家)ZH

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Clara Lindner

Clara Lindner

Kultur, Küche und Lebensstil

Clara Lindner schreibt für FLASH24 über Kultur, Küche, Mode und Design, Alltagsleben und Geschichte und arbeitet dabei vor allem mit Primärquellen, Archiven und eigenen Vor-Ort-Besuchen. Bei Küchengeschichten prüft sie Rezeptangaben gegen historische Kochbücher und vergleicht Mengen- und Zeitangaben mehrerer Ausgaben. Für Kultur- und Geschichtstexte spricht sie mit Kuratoren, Designern und Gastronomen und wartet auf Festivalprogramme sowie Ausstellungskalender, um Termine und Werklisten abzugleichen. Ihre Festivalmarathons, Independent-Kino und Filmarchive nutzt sie, um film- und kulturgeschichtliche Bezüge in ihren Stücken zu prüfen. Sie veröffentlicht keine Angaben, die sie nicht selbst nachrecherchiert hat.

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