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KI-Agenten leaken Firmen-Screenshots, Autos funken nach Hause: die Daten hinter dem Sporttechnik-Boom

Forscher haben mehr als 13.000 sensible Screenshots von Unternehmenssoftware in öffentlichen GitHub-Repos gefunden. Dort hatten KI-Coding-Agenten sie abgelegt, wie The Register am 29. September über eine Studie von Glow Security berichtete.

SportErklärtSven AlbrechtVeröffentlicht: 29. September 20263 Min. LesezeitQuellen 8
KI-Agenten leaken Firmen-Screenshots, Autos funken nach Hause: die Daten hinter dem Sporttechnik-Boom

Die Screenshots stammen aus 343 Unternehmen. Das Team von Glow Security, einem Start-up mit Geld von Sequoia und Greenoaks, nennt den Fund PixelLeak. The Register berichtete am 29. September darüber. Betroffen waren ein Reiseunternehmen aus den Fortune 500, Finanzfirmen, Cloud-Anbieter und Firmen für Foundation-Modelle.

Warum das jeden betrifft, der Produkte für Sportanalytik baut: Mit denselben agentischen Werkzeugen liefert ein kleines Team in einer Woche ein Performance-Dashboard aus. Genau diese Werkzeuge stecken im Leak. Laut The Register bitten Entwickler einen KI-Agenten, Vorher-Nachher-Bilder der Oberfläche zu zeigen. GitHub hat keine API, um Bilder in Pull Requests hochzuladen. Also legen die Agenten sie in öffentlichen Repos ab. Ein Hersteller mit mehr als 100.000 Beschäftigten erfuhr von den Beiträgen erst, als Glow sein Sicherheitsteam informierte.

Etwa ein Drittel der Funde lief über gitshot, ein Open-Source-Werkzeug für Screenshots. Dessen eigener Datenschutzhinweis warnt, dass hochgeladene Bilder standardmäßig öffentlich sind. "Der größte Risikofaktor, den wir sehen, ist legitime KI, die von Entwicklern genutzt wird, die dann Dinge tut, die nicht getan werden sollten", sagte Glow-Mitgründer und CTO Omer Singer gegenüber The Register.

Die Datenleitungen wachsen weiter

Die breitere Datenwirtschaft, von der die Sporttechnologie lebt, schrumpft nicht. Bain and Company erklärte am 29. September, die KI-Branche müsse bis 2031 jährlich 6.000.000.000.000 Dollar Umsatz erwirtschaften, damit sich die Investitionen in Rechenzentren rechtfertigen. Das berichtete The National. Die Beratung erwartet, dass die jährlichen Ausgaben für KI-Infrastruktur bis 2031 1.500.000.000.000 Dollar erreichen könnten. Größe und Kosten von Rechenzentren verdoppeln sich laut Bain etwa alle 12 bis 16 Monate. Dieser Ausbau wird Provinzen und Bundesstaaten angepriesen.

CBC News berichtete am 29. September, der Energieminister von Neufundland und Labrador, Lloyd Parrott, habe gesagt, die Tür der Provinz sei "offen für Geschäfte". Zuvor waren Unternehmen wegen KI-Rechenzentren auf die Provinz zugekommen. TechNL-CEO Andrea King sagte CBC, Labrador habe kohlenstoffarmen Wasserkraftstrom, kaltes Wetter und Land. Die Opportunitätskosten müssten aber weiter abgewogen werden. Auch die Datenströme der Verbraucher stehen unter neuer Beobachtung.

Eine Studie der Northeastern University mit Consumer Reports testete 21 Fahrzeuge neueren Baujahrs von 19 Marken plus 30 Begleit-Apps. Veröffentlicht wurde sie diese Woche, The Verge und Consumer Reports griffen sie am 29. September auf. Jedes Fahrzeug übertrug Daten über WLAN an mindestens eine Drittanbieter-Domain. Mehr als die Hälfte kontaktierte Domains für Werbung, Tracking oder Analytik. Sieben Apps schickten Fahrgestellnummern, Telefonnummern und genaue Standorte an Werbenetzwerke.

"Es sieht nicht so aus, als könne ein Kunde ein neues Auto kaufen, das ihn nicht verfolgt", sagte Mitautorin Sarah Elizabeth Gillespie in Consumer Reports.

Für Teams, die Wearables, Ticketsysteme oder Fan-Apps ausliefern, ist nichts davon hypothetisch. Der Datenschutzverstoß beim Defense Manpower Data Center des Pentagon legte Datensätze von mehr als 3.000.000 Menschen offen, darunter ohne Verschlüsselung gespeicherte Sozialversicherungsnummern. Das meldete Beinsure am 29. September. Datadog verarbeitet täglich mehr als 100.000.000.000.000 Ereignisse. In einem Antithesis-Blogbeitrag vom 29. September beschrieb das Unternehmen, wie es mit Fault Injection seine Aufnahme-Pipeline neu aufbaute, ohne Daten zu verlieren. Die Lehre für die Sportanalytik ist wenig glamourös. Jeder Datensatz, den man sammelt, muss geschützt, gesichert und irgendwann gelöscht werden. BMLL schrieb am 29. September im Blog von Polars, das Unternehmen verarbeite mehr als 1,5 TB Marktmikrostruktur-Daten in etwas mehr als 3 Minuten auf einer einzigen Maschine. Das Argument dürfte jedem bekannt vorkommen, der Workloads zur Athletenverfolgung benchmarkt. Die Werkzeuge sind schnell. Die Governance ist es nicht.

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Quellen

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  1. 01AI models keep posting screenshots showing sensitive data from inside tech companiesEN
  2. 02AI needs $6tn in annual revenue to justify data centre boom, Bain saysEN
  3. 03AI data centres in N.L.? The door is 'open for business,' says energy ministerEN
  4. 04Your car's data privacy problems are worse than you thinkEN
  5. 05Your Car Is Sharing Data With Big Tech Companies, Study FindsEN
  6. 06Pentagon DMDC data breach exposes records of over 3 mn peopleEN
  7. 07Testing Datadog's Next-Generation Event Platform Intake with AntithesisEN
  8. 08How BMLL Processes 1.5 TB of Market Data in Under 4 MinutesEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Sven Albrecht

Sven Albrecht

Sport, Auto und Reisen

Sven Albrecht schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Streckenprotokolle und offizielle Ergebnisse. Bei Testwagen vergleicht er Normverbrauch mit realen Messwerten und prüft Drehmomentkurven sowie Akkukapazitäten. Er spricht mit Werkstattmeistern, Rennkommissaren und Bahnbetreibern und wartet auf den Fahrplanwechsel, um Verbindungen quer durch Europa zu vergleichen. Privat fährt er Elektroautos, schraubt in der Garage und plant Bahnstrecken quer durch Europa. Unbelegte Zahlen veröffentlicht er nicht.

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