NYT fordert Sanktionen gegen OpenAI, US-Regierung stellt sich auf die Seite der Firma
Verlage verlangen vom Gericht eine Strafe für OpenAI, weil der Konzern Trainingsdaten zurückhält. Das US-Justizministerium hält das Training von Modellen mit fremden Texten für zulässige Nutzung. Der Fall tritt in die entscheidende Phase.

„The New York Times“, „New York Daily News“ und weitere Redaktionen haben bei einem Bundesgericht in Manhattan einen Antrag auf Sanktionen gegen OpenAI gestellt. Der Vorwurf betrifft nicht das Training der Modelle selbst, sondern die Beweisaufnahme. Die Verlage behaupten, die Firma habe „Obstruktion gewählt“ und liefere keine Datensätze und ChatGPT-Logs. Diese könnten zeigen, wie das System urheberrechtlich geschützte Artikel verwendet hat.
Der Anwalt des „Daily News“, Steven Lieberman, spricht offen von „Irreführung“ über zwei Jahre hinweg. Es ging um die Frage, ob OpenAI seine Trainingsdaten nach konkreten Werken durchsuchen kann. Laut der Klage widerspricht die Aussage eines Mitarbeiters früheren Erklärungen des Unternehmens. OpenAI-Sprecher Drew Pusateri erwiderte, die Beschränkungen bei der Herausgabe von Logs dienten dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer. Die Vorwürfe nannte er falsch.
Die Regierung steht auf der Seite des Labors
Wenige Tage zuvor, am 1. September 2026, trat das US-Justizministerium dem Verfahren förmlich bei. In einem Dokument für das Bundesgericht in Manhattan erklärte es, die Nutzung geschützter Materialien für das Training großer Sprachmodelle falle unter zulässige Nutzung. Die Argumentation stützt sich auf zwei Punkte: den „transformativen“ Charakter des Trainings und die nationale Sicherheit. Nach Auffassung des Ministeriums würden Vorschriften, die den Bau von Modellen in den USA erheblich erschwerten, das Land gegenüber ausländischen Konkurrenten schwächen.
Das Dokument ist als Erklärung eines Interesses bezeichnet und unter anderem von dem stellvertretenden Generalstaatsanwalt Stanley Woodward junior unterzeichnet. Es verweist zudem auf die Politik des „Abbaus von Hürden“ bei der Entwicklung von KI. Die Sprecherin der „The New York Times“, Graham James, urteilte, die Regierung habe sich auf die Seite einiger Billionenunternehmen gestellt, auf Kosten der Urheber. Sie erinnerte daran, dass „KI und Urheber gemeinsam wachsen können, wenn die Firmen für die Inhalte bezahlen“.
Weitere Kläger
Die Front der Klagen wächst unabhängig von diesem Verfahren. Am 4. September 2026 verklagten „The Seattle Times“ und „Newsday“ OpenAI und Microsoft vor dem Bundesgericht für den südlichen Bezirk von New York. Sie behaupten, ihre Angebote seien zusammen mit Inhalten hinter Bezahlschranken abgerufen worden. Die Artikel seien in die Trainingsdatensätze gelangt, die hinter ChatGPT, Copilot und der Bing-Suche stehen. Sie fordern die Vernichtung von Kopien der Werke sowie der Datensätze und Modelle, die sie enthalten. Microsoft antwortete, der Fall sei für das Unternehmen überraschend, doch es nehme den lokalen Journalismus ernst.
Auch die Kosten sind beachtlich. Aus Dokumenten, die bei Regulierungsbehörden eingereicht wurden, geht hervor, dass allein „The New York Times“ bereits mehr als 28 Millionen Dollar für Prozesse gegen KI-Firmen ausgegeben hat. Richter Sidney Stein setzte den Parteien eine Frist bis zum 4. September für Anträge auf ein vereinfachtes Verfahren. Das Urteil in dieser Sache kann darüber entscheiden, ob das Training von Modellen mit fremden Texten in den USA ohne Zustimmung der Verlage legal ist.
Quellen
3- 01News outlets urge a judge to sanction OpenAI in a high-stakes AI copyright fightEN
- 02纽约时报诉 OpenAI 案升级:美国司法部首次就 AI 版权问题公开表态ZH
- 03两家美国媒体起诉 OpenAI 和微软,指控其 AI 训练侵犯版权ZH
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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