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Widerstand gegen Rechenzentren trifft Sportdaten: was die neuesten Verfahren und Bußgelder zeigen

Der Streit um KI-Rechenzentren trifft jetzt auf das Geschäft mit Sportdaten. Ein Bericht des Guardian vom 27. September zeigt: Ein Rat unterstützte einen KI-Campus in Devon, bevor der Plan öffentlich wurde.

SportErklärtJonas WeberVeröffentlicht: 28. September 20263 Min. LesezeitQuellen 7
Widerstand gegen Rechenzentren trifft Sportdaten: was die neuesten Verfahren und Bußgelder zeigen

Der Bericht stammt von Sandra Laville für den Guardian, aufgegriffen hat ihn The Next Web. Danach sprach der Bezirksrat von Torridge in Nord-Devon ab März 2025 vertraulich mit dem Entwickler Xlinks und schickte im April 2025 ein Unterstützungsschreiben. Das geschah, bevor eine Umweltprüfung oder eine öffentliche Anhörung stattfand. Xlinks plant bei Great Torrington einen KI-Daten-Campus mit 1,5 GW und einen Batteriestandort mit 1,8 GW auf rund 344 Hektar, innerhalb eines Unesco-Biosphärenreservats. Die angegebenen Kosten liegen bei bis zu 13,8 Milliarden Pfund.

Warum ist ein Planungsstreit in Devon für den Sport relevant? Weil dieselbe Infrastruktur die Datenfeeds transportiert, die Ligen und Buchmacher verkaufen.

Mark Locke, Vorstandschef von Genius Sports, sagte am 17. September zu SportsPro, das Unternehmen werte mehr als 240.000 Sportveranstaltungen pro Jahr aus. Aus Datenpunkten der Computer Vision entstehe ein digitaler Zwilling jedes Live-Ereignisses. Der Umsatz von Genius bestehe zu 60 Prozent aus Wetten und zu 40 Prozent aus Medien, und Locke erwartet, dass sich dieses Verhältnis umkehrt. Sein Argument: Sinkende Rechtegebühren drängen die Ligen dazu, Fans direkt zu monetarisieren. Das werden sie über Technologiepartner tun, nicht mit eigener Entwicklungsabteilung. Dieses Modell hängt davon ab, dass Rechenleistung und Konnektivität irgendwo stehen, meist in einem großen Gebäude mit Stromvertrag.

Die Durchsetzungsbilanz wird konkret

Am 24. September berichtete Ars Technica, New Jersey habe den Betreiber eines der größten geplanten Rechenzentren an der Ostküste zu einer Strafe von 1,1 Millionen Dollar verurteilt. Er hatte heimlich Gasgeneratoren installiert und betrieben, entgegen dem Air Pollution Control Act des Bundesstaates. Die Untersuchung des Guardian und von Floodlight News nutzte Drohnenaufnahmen mit Wärmebild, die 45 von 62 laufenden Generatoren zeigten. Keiner hatte die für Anlagen ab 37 Kilowatt erforderliche Genehmigung, obwohl sie mit 1.982 kW liefen.

DEP-Kommissar Ed Potosnak nannte es die größte Durchsetzungsmaßnahme, die jemals gegen ein Rechenzentrum in New Jersey ergriffen wurde. Die Anwohner zeigten sich wenig beeindruckt. "Was sind 1,07 Millionen Dollar?" sagte Tiffany Leone-Vespa der New York Times. "Sie hätten es für jeden Generator tun sollen, den sie illegal betrieben haben."

Ebenfalls am 24. September berichtete Ars Technica, der erste Testsatellit von Googles Project Suncatcher solle am 1. Oktober an Bord einer SpaceX Falcon 9 starten. Er trägt vier der TPU-Beschleuniger von Google mit etwa einem Kilowatt Solarleistung. Das Kühlsystem kann nur in Intervallen von rund 15 Minuten laufen.

Der Maßstab, und wer darüber streiten darf

In Australien argumentieren Verantwortliche, der Widerstand sei importiert. Der Minister von Victoria, Steve Dimopoulos, sagte dem Guardian in einem am 26. September veröffentlichten Beitrag, "wir sind nicht die Vereinigten Staaten". Planung, Energie und Wassersysteme würden genauer überwacht. Belinda Dennett von Data Centres Australia sagte, das Land habe 252 Rechenzentren mit 1,4 GW Kapazität, gegenüber 5.400 und 53,7 GW in den USA. Der Guardian merkte an, Australien habe knapp unter einem Rechenzentrum pro 100.000 Einwohner, gegenüber 1,5 in den USA.

CNBC berichtete am 26. September, Stellenanzeigen für Schweißer und Rohrschlosser seien um 164 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Nicole Bachaud von ZipRecruiter gab das durchschnittliche Mindestgehalt für Jobs in Rechenzentren mit fast 208.000 Dollar an, ein Plus von 125,1 Prozent. Separat berichtete CNBC, der chinesische Fertigbauhersteller Brightray sehe Nachfrage in den USA, während Washington Verbote chinesischer Komponenten prüft. Der Handel mit Sportdaten beobachtet dieselbe Lieferkette.

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Quellen

7
  1. 01Council backed Devon AI datacentre before it went public, Guardian reportsEN
  2. 02New Jersey fines data center $1.1M after drone pics expose 62 gas generatorsEN
  3. 03Google's first Suncatcher orbital data center test launches October 1EN
  4. 04Australian backlash to datacentres is faux import from US, officials sayEN
  5. 05The blue-collar AI job market is booming. Will data center backlash make it go bust?EN
  6. 06China wants in on U.S. AI data center boom. Here's whyEN
  7. 07'Digitisation is the new asset class': Genius Sports CEO on how media fragmentation is transforming sport's monetisation modelEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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