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Chinas CR450 in Berlin: InnoTrans als Schauplatz des Wettbewerbs um Rollmaterial

Der chinesische Triebzug CR450 ist auf der InnoTrans in Berlin zu sehen. Sein Hersteller führt ihn unter der Marke Fuxing und bewirbt ihn als schnellsten Hochgeschwindigkeitszug der Welt.

ReisenNachrichtSven AlbrechtVeröffentlicht: 26. September 20264 Min. LesezeitQuellen 2
Chinas CR450 in Berlin: InnoTrans als Schauplatz des Wettbewerbs um Rollmaterial

Der chinesische Triebzug CR450, bekannt unter der Marke Fuxing, wurde auf der 15. Internationalen Fachmesse für Verkehrstechnik InnoTrans in Berlin vorgestellt. Wie das chinesische Portal Yicai berichtet, war dort unter anderem ein Modell des Führerstands zu sehen. Der Hersteller bewirbt den Zug als schnellsten Hochgeschwindigkeitszug der Welt.

Für den chinesischen Hersteller ist die InnoTrans vor allem eine Gelegenheit, sich europäischen Betreibern zu zeigen. Die Fuxing-Familie wird seit Jahren weiterentwickelt, der CR450 soll ihre schnellste Variante werden. Die Messe in Berlin ist damit weniger eine Produktpremiere als der Versuch, Märkte außerhalb Chinas zu erschließen.

Der Ort ist nicht zufällig gewählt. Die InnoTrans ist die größte Veranstaltung der Bahnbranche weltweit. In diesem Jahr präsentiert sich die chinesische Industrie in Berlin direkt neben der europäischen Konkurrenz. Zur Messe gehört auch eine Zone, die künstliche Intelligenz und Bahntechnik verbindet. Dort werden Lösungen gezeigt, die Fahrzeuge mit Analysesystemen verknüpfen.

Auch die europäische Konkurrenz wirbt

Auf derselben Messe kündigte Flix seine Pläne an. Flixtrain-Chef Matthias Müller versprach einen Stundentakt zwischen Hamburg und Berlin im Jahr 2027. Die Fahrzeit soll kürzer sein als im ICE der Deutschen Bahn. Bis 2028 will das Unternehmen seine Flotte von derzeit 16 Garnituren verdoppeln und 65 neue Hochgeschwindigkeitszüge vom spanischen Hersteller Talgo einsetzen. Den ersten fertigen Wagen zeigte Flix ebenfalls in Berlin.

Die andere Seite der Messe: deutsches Rollmaterial in der Aufarbeitung

Der Kontrast zur chinesischen Premiere ist deutlich. Die Deutsche Bahn kündigte auf derselben Messe keine neue Generation superschneller Züge an, sondern eine Lebensdauerverlängerung für die ältesten. Der ICE 1 der Baureihe 401 soll bis 2040 in Deutschland fahren. Der Vertrag für Wartung und Weiterentwicklung seiner Software läuft bis zum 31. Dezember 2038. Auftragnehmer ist Alstom Transportation Germany, ausgewählt im Verhandlungsverfahren ohne Wettbewerb.

Der Wettbewerb auf dem europäischen Markt für Rollmaterial läuft also auf zwei Ebenen. Der chinesische CR450 ist ein Verhandlungspfand des Herstellers und zumindest derzeit kein Ticketangebot für den europäischen Reisenden. Die Antwort auf die Schwäche der deutschen Bahn ist dagegen die Bestellung von 65 Hochgeschwindigkeitszügen beim spanischen Hersteller Talgo. Sie sollen nach 2028 auf deutsche Gleise kommen.

Für den europäischen Fahrgast zählen jedoch nicht die Fahrzeuge, sondern Fahrplan und Fahrpreis. Der Druck auf beide Größen wird wachsen. Er kommt nicht nur von den Betreibern, sondern auch von den Herstellern, die um denselben Markt konkurrieren und auf den Messen immer schnellere Züge zeigen.

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Quellen

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  1. 01“全球最快高铁”CR450动车组模拟驾驶舱亮相柏林ZH
  2. 02heise online — Flixtrain: Stundentakt zwischen Berlin und Hamburg ab 2027DE

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Sven Albrecht

Sven Albrecht

Sport, Auto und Reisen

Sven Albrecht schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Streckenprotokolle und offizielle Ergebnisse. Bei Testwagen vergleicht er Normverbrauch mit realen Messwerten und prüft Drehmomentkurven sowie Akkukapazitäten. Er spricht mit Werkstattmeistern, Rennkommissaren und Bahnbetreibern und wartet auf den Fahrplanwechsel, um Verbindungen quer durch Europa zu vergleichen. Privat fährt er Elektroautos, schraubt in der Garage und plant Bahnstrecken quer durch Europa. Unbelegte Zahlen veröffentlicht er nicht.

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