Geelys neue Batterie verträgt Megawatt-Laden und bekommt längere Garantie
Die Geely Auto Group sagt, ihre neue Elektroauto-Batterie könne mit fast 1.100 Kilowatt laden, ohne dass die Lebensdauer darunter leidet. Als Beleg dafür verlängert das Unternehmen die Garantie: von acht Jahren und 150.000 km auf acht Jahre und 200.000 km.

Geely stellte das Paket in einem Briefing am Mittwoch, dem 30. September, vor, über das InsideEVs berichtete. Das Unternehmen nennt es die Ultra Short Blade Battery. Dazu gehört ein Ladegerät, das aus einer einzigen Ladesäule 2,2 Megawatt abgibt. Geely zufolge ist es das erste weltweit, an dem zwei Elektroautos gleichzeitig Megawatt-Leistung aus derselben Station ziehen können.
In einer Vorführung lud ein Lynk & Co 10 von 10 Prozent auf 97 Prozent in 8 Minuten und 40 Sekunden, wie InsideEVs berichtet. Zum Vergleich: Die schnellsten in den USA verkauften Elektroautos, der Lucid Gravity und der Porsche Cayenne Electric, erreichen Spitzenwerte von 400 Kilowatt. Der kommende Mercedes-AMG GT kommt auf 600 kW. Die meisten US-Modelle für den Massenmarkt brauchen im Schnitt rund 30 Minuten für eine Ladung von 10 auf 80 Prozent.
Diese Lücke ist nicht klein. Es ist eine andere Kategorie des Ladens. Chinesische Hersteller wie BYD und Geely haben bei Pkw bereits die 1.000-kW-Marke überschritten. Im Westen liegen die Spitzenwerte bei 600 kW, geplant sind Ladegeräte mit 750 kW.
Warum die Batterie das Tempo aushält
Schnellladen altert ein Paket normalerweise schneller. Geelys Vorstandsvorsitzender Jerry Gan tat nicht so, als wäre das anders. "Wir befürworten keine Schnellladetechnologien auf Kosten der Lebensdauer", sagte Gan laut InsideEVs. "Wird eine häufig schnell geladene Batterie nicht gewartet oder repariert, nimmt ihre Lebensdauer irreversibel Schaden."
Das Unternehmen nannte zwei Hauptursachen für den Verschleiß: Lithium-Plating und extreme Temperaturen. Geely zufolge machten Megawatt-Geschwindigkeiten 60 Prozent der im Akku erzeugten Wärme aus, vor allem durch den Strom, der durch die internen Pfade der Zellen getrieben wird. Etwa 35 Prozent stammten aus elektrochemischen Reaktionen, der Rest aus dem, was das Unternehmen entropische Wärme nennt.
Die Gegenmaßnahmen sind überwiegend physischer Natur. Die Zellen der Ultra Short Blade gibt es in zwei Längen, 395 mm und 370 mm. Beide sind kürzer als Geelys 580-mm-Zelle und deutlich kürzer als die rund 960 mm, die laut Geely in der Branche üblich sind. Kürzere Zellen bedeuten, dass die Ionen beim Laden und Entladen weniger Strecke zurücklegen. Das senkt den Innenwiderstand und reduziert die Wärme. Ren Xiangfei, leitender Ingenieurwissenschaftler bei Geely, sagte, strukturelle Änderungen an der Kathode hätten die Wege der Ionen verbreitert. Er beschrieb das als "als würde man aus einer einzigen Spur eine mehrspurige Autobahn machen" und verglich die Arbeit an der Anode mit dem "Bau einer Überführung". Geely ergänzte ein KI-gestütztes Lademanagementsystem, das das Paket innerhalb seiner thermischen Grenzen hält.
Die Garantieverlängerung ist das deutlichste Zeichen des Vertrauens: von acht Jahren und 150.000 km (93.205 Meilen) auf acht Jahre und 200.000 km (124.000 Meilen). Das ist eine überprüfbare Zusage, keine Laborkennzahl.
Der breitere Markt bewegt sich ebenfalls
Batterienachrichten kommen aus mehreren Richtungen. BloombergNEF meldete am 30. September, der weltweite Absatz mittelschwerer und schwerer Elektro-Lkw habe im ersten Halbjahr 2026 mit 158.000 Einheiten einen Rekord erreicht, 75 Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als neun von zehn wurden in China verkauft. Elektro-Lkw machen inzwischen etwa 20 Prozent aller Lkw-Verkäufe aus. Der US-Markt für batterieelektrische Lkw sei fast zum Stillstand gekommen, so BNEF. Teslas Semi könnte mit einem Preis zwischen 250.000 und 300.000 Dollar in manchen Einsatzprofilen beim Gesamtbetriebskostenvergleich schon jetzt Diesel unterbieten.
Auf der Fertigungsseite berichtete die BBC am 29. September, das in San Diego ansässige Unternehmen Unigrid liefere einen Natrium-Ionen-Heimspeicher mit 9 Kilowattstunden, der in China gefertigte Zellen nutzt, für rund 100 Dollar pro kWh. Im vergangenen Dezember lag LFP-Lithium-Ionen bei 81 Dollar pro kWh. Unigrid-CEO Darren Tan sagte, die Sorgen, dass Chrom-3 in der Kathode giftiges Chrom-6 bildet, seien "überzogen". Tests Dritter hätten kein Chrom-6 erzeugen können. Professorin Dame Clare Grey von der Universität Cambridge, Mitgründerin von Nyobolt, sagte der BBC: "Wenn man auf Natrium setzt [...] und mit Sicherheit werben will, dann sollte man nicht anfangen, Elemente einzubauen, die rote Flaggen aufwerfen." Ivana Hasa von der Warwick Manufacturing Group sagte, die Bildung von Chrom-6 sei bei sehr hohen Ladezuständen möglich, lasse sich aber durch Spannungskontrolle begrenzen.
Der politische Rahmen in den USA ist weniger gefestigt. CleanTechnica argumentierte am 30. September, die USA könnten bei der Elektrifizierung von Fahrzeugen am Ende auf dem letzten Platz landen. Die Seite verwies auf einen BEV-Anteil von 5,9 Prozent im ersten Halbjahr 2026 gegenüber 45 Prozent in China im August und 26 Prozent in Europa im Juli. Diese Anteile stammen aus der eigenen Berichterstattung von CleanTechnica, nicht von einer amtlichen Statistikbehörde. Sie sind daher nur als Richtwert zu verstehen.
Geely hat weder Preise noch Verfügbarkeit für den US-Markt für die Ultra Short Blade Battery oder das 2,2-MW-Ladegerät angekündigt. Vorerst gehören die Megawatt-Zahlen China.
Quellen
5- 01How Geely's New Battery Handles A Megawatt Of Charging Power Without Crazy DegradationEN
- 02The Electric Trucking Market's Record Rise: Three Things to KnowEN
- 03The start-ups hoping to return battery making to the USEN
- 04Is The US Going To End DEAD LAST In Vehicle Electrification?EN
- 05Most data centers refusing to say how much water, electricity they useEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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