Kerosin frisst 31 Prozent der Airline-Kosten, Triebwerke verteuern sich um 5,7 Mrd. USD
Die IATA schätzt die Branchenkosten für 2026 auf 1,117 Billionen USD, davon 350 Mrd. USD für Kerosin. Die Triebwerkswartung wird separat gerechnet.

Kerosin bleibt der größte Einzelposten in den Kosten der Fluggesellschaften. Nach der IATA-Prognose für 2026 geben die Carrier 350 Mrd. USD dafür aus. Das sind 31,4 Prozent aller Branchenkosten, die die IATA auf 1,117 Billionen USD schätzt. Für Flugkerosin setzt die Prognose 152 USD je Barrel an, 2025 waren es 90 USD. Brent soll 95 USD je Barrel kosten, ein Jahr zuvor lag der Preis bei 69 USD.
Vor allem das Kerosin erklärt, warum die Kosten schneller steigen als die Erlöse. Die Branche soll 2026 insgesamt 1,165 Billionen USD einnehmen, 9,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Ausgaben legen dagegen um 13,0 Prozent zu. Diese Schere schlägt auf den Gewinn durch: Der Nettogewinn der Fluggesellschaften sinkt von 45,0 Mrd. USD auf 23,0 Mrd. USD, die Nettomarge von 4,2 Prozent auf 2,0 Prozent.
Triebwerke: 5,7 Mrd. USD zusätzliche Kosten
Der zweite Bereich, in dem die Carrier sparen wollen, sind die Triebwerke. Die IATA erinnert daran, dass die Entscheidung der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission im Verfahren gegen Pratt & Whitney Canada die Rechnungen der Fluggesellschaften für Triebwerksleasing und -wartung im Jahr 2025 um rund 5,7 Mrd. USD erhöht hat.
Bereits früher im selben Jahr erneuerte die IATA ihre Vereinbarung mit CFM International über die Praktiken im Markt für die Wartung nach dem Verkauf. Das Abkommen soll den Wettbewerb im gesamten Portfolio kommerzieller CFM-Triebwerke stärken. Es lässt unabhängige Wartungsanbieter zu Ausschreibungen zu und unterstützt die Nutzung aller Teile und Reparaturvarianten, die die Aufsichtsbehörden zugelassen haben.
Mehr Wettbewerb und mehr Optionen bei Teilen und Reparaturen gehören nach Angaben der IATA zu den Maßnahmen, die diesen Kostendruck mildern können. Die Organisation vertritt mehr als 370 Fluggesellschaften und spricht damit für den größten Teil des weltweiten Passagierluftverkehrs.
Was das für den Ticketpreis bedeutet
Die IATA-Prognose zeigt: Höhere Kerosinpreise müssen nicht automatisch höhere Tarife für den Passagier bedeuten. Die Carrier geben nur einen Teil des Anstiegs an die Kunden weiter. Die IATA rechnet mit einem realen Anstieg des Erlöses je Passagierkilometer um 7,0 Prozent und des gesamten Stückerlöses um 7,5 Prozent, während die Kosten um 13,0 Prozent steigen. Die Differenz deckt das Finanzergebnis der Branche, das 2026 um fast die Hälfte schrumpft.
Quellen
2- 01IATA — Industry Statistics Fact SheetEN
- 02IATA — Pratt & Whitney Canada: Step Improved Engine AftermarketEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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