Zum Inhalt
WeltzeitEU--:--UK--:--USA--:--CN--:--PLDEFRIT中文EN

portal über KI und Technologieereignisse · analysen · interviews · technischer hintergrund

Suche
LIVE
›

Chipdesign, Huawei-Software und ein gescheitertes Energiegesetz: die Woche der Beschleuniger im Rückblick

OpenAI und Synopsys haben am 30. September eine mehrjährige Partnerschaft für GPT-Synopsys bekannt gegeben. Das Modell soll Chipdesign durchdenken und die EDA-Werkzeuge von Synopsys direkt bedienen. Am selben Tag schlossen sich vier demokratische Senatorinnen und Senatoren den Republikanern an, um ein Energiegesetz für Rechenzentren voranzubringen. Es scheiterte anschließend mit 57 zu 43 Stimmen.

TechnologieAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 30. September 20263 Min. LesezeitQuellen 4
Chipdesign, Huawei-Software und ein gescheitertes Energiegesetz: die Woche der Beschleuniger im Rückblick

Die Ankündigung zum Chipdesign kam von THE DECODER. Der Bericht vom 30. September besagt, dass beide Unternehmen GPT-Synopsys gemeinsam vermarkten und die Erlöse teilen. OpenAI lizenziert für das Projekt die EDA-Werkzeuge von Synopsys, das Modell läuft auf der Infrastruktur von OpenAI. Kundendaten werden nicht zum Training verwendet und verschlüsselt gespeichert, so beide Unternehmen.

Erste Tests mit Halbleiterkunden laufen bereits.

Synopsys-CEO Sassine Ghazi sagt, KI könne den Designprozess deutlich beschleunigen. OpenAI-Mitgründer Greg Brockman sieht in dem Geschäft einen Weg zu besseren Chips und besserer KI. THE DECODER erwähnt außerdem die bestehende Chiparbeit von OpenAI mit Broadcom, darunter der kürzlich vorgestellte Inferenzchip Jalapeno.

Washington stimmt ab, und dem Gesetz fehlen drei Stimmen

Am selben Tag blockierte der Senat den Ratepayer Protection Act mit 57 zu 43 Stimmen. Damit fehlten drei Stimmen bis zu den 60, die für das weitere Verfahren nötig gewesen wären. The Guardian berichtete, dass vier Demokraten, Maggie Hassan, Amy Klobuchar, Jon Ossoff und Raphael Warnock, die Republikaner unterstützten. Das Repräsentantenhaus hatte das Gesetz bereits im September mit nahezu einstimmiger Mehrheit verabschiedet.

Das Gesetz hätte Stromversorger verpflichtet, Standards zu prüfen, damit Rechenzentren die Kosten für den Ausbau von Übertragung, Erzeugung und Verteilung tragen, die sonst bei den Haushalten landen können. Der demokratische Fraktionsführer im Senat, Chuck Schumer, nannte es ein "zahnloses Rechenzentrumsgesetz", das "das Ziel völlig verfehlt". Er kritisierte außerdem ein Treffen am Dienstag zwischen Trump und Tech-Managern, das der Präsident als eine "moralisch bindende" Vereinbarung über KI-Kontrollen beschrieb. Der Republikaner Jon Husted aus Ohio, der das Gesetz vorangetrieben hatte, sagte, Big Tech "sollte für sich selbst bezahlen". Die Abstimmung war eine der letzten, die vor den Midterms am 3. November erwartet wurden.

Deepseek liefert Huawei einen Software-Stack

Auch die chinesische Seite des Stacks bewegte sich.

THE DECODER berichtete am 30. September, dass Deepseek Programmierwerkzeuge für Huaweis Ascend-Chips als Open Source veröffentlicht, mit TileLang im Zentrum. Deepseek sagt, Huawei habe die Arbeit "voll unterstützt", und beide Unternehmen optimierten einen Superknoten aus 128 Ascend-950-Chips. TileLang wurde ursprünglich an der Peking-Universität entwickelt, Deepseek nutzt es seit etwa einem Jahr. Die New York Times, zitiert in diesem Bericht, schreibt, TileLang sei inzwischen Deepseeks Hauptwerkzeug für seine AGI-Arbeit.

Der Kontext zählt mehr als der Code. Die Position von Nvidia stützt sich teilweise auf geschätzte vier Millionen CUDA-Entwickler, einen Graben, den AMD kaum überqueren konnte. SemiAnalysis, zitiert im selben Beitrag, testete OpenAIs Chip Jalapeno und nannte diesen Graben "möglicherweise tot". Die Tests deckten allerdings nur leicht zu optimierende Szenarien ab, rund 8.000 Eingabe-Token und 1.000 Ausgabe-Token, und den AgentX-Benchmark hat SemiAnalysis nicht laufen lassen. Im August stellte SemiAnalysis fest, dass Nvidia bei Agenten-Workloads weiter klar vorn liegt.

Hardware-Tracker ergänzen die Preisdimension.

Flopper.io listet H100 SXM5 80GB mit einem niedrigsten Preis von 1,79 US-Dollar pro Stunde gegenüber einem Median von 3,63 US-Dollar pro Stunde. Für B200 SXM 180GB nennt die Seite 4,09 US-Dollar pro Stunde als niedrigsten Preis und 6,64 US-Dollar pro Stunde als Median, die Verfügbarkeit der B200 ist als Warteliste ausgewiesen. Dieselbe Datenbank führt Instinct MI355X OAM mit 5,99 US-Dollar pro Stunde, ein einzelner unbestätigter Eintrag, eine dünne Grundlage für einen Preisvergleich.

Kommentare 0

Quellen

4
  1. 01OpenAI and Synopsys team up to build an AI model that designs chips like a seasoned engineerEN
  2. 02Senate Democrats block datacenter energy bill, saying 'toothless' legislation 'misses the mark'EN
  3. 03China's AI industry closes ranks as Deepseek ships open-source software for Huawei's Ascend chipsEN
  4. 04Datacenter GPU Comparison: AI Accelerator Specs & Peak PerformanceEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

Redaktion →

Kommentare

0
  1. Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.

Kommentar schreiben

Kommentare sind öffentlich sichtbar. Wir veröffentlichen keine Beleidigungen, Werbung oder Spam.