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Transparenzstreit um den EU AI Act: Brüssel wegen Schweigen zu Rechenzentren verklagt

Weil die Europäische Kommission Energie- und Wasserverbrauch von Rechenzentren nicht offenlegt, muss sie sich vor dem Compliance Committee der Aarhus-Konvention verantworten. Der am 30. September eingereichte Antrag stellt die Informationsrechte der EU gegen den Ausbau der KI-Infrastruktur durch die großen Tech-Konzerne.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 30. September 20263 Min. LesezeitQuellen 10
Transparenzstreit um den EU AI Act: Brüssel wegen Schweigen zu Rechenzentren verklagt

Brüssel wird verklagt, weil es schweigt. Am 30. September gab Lighthouse Reports bekannt, beim Compliance Committee der Aarhus-Konvention Beschwerde gegen die Europäische Kommission eingelegt zu haben. Es geht um die Weigerung der Kommission, Energie- und Wasserverbrauch von Rechenzentren offenzulegen.

Der Antrag stellt die Informationsrechte der EU gegen genau den KI-Ausbau, den sie regulieren will. Ein Jahr lang haben Reporter aus mehr als einem Dutzend Redaktionen versucht, die Kennzahlen zu bekommen, die Betreiber von Rechenzentren nach der EU-Energieeffizienzrichtlinie melden müssen. Das geht aus der von Lighthouse Reports bekannt gegebenen Beschwerde hervor. Die Kommission hat den vollständigen Datensatz. Herausgegeben hat sie ihn bislang nicht. Der Streit dreht sich nicht darum, ob es die Zahlen gibt, sondern darum, wer sie sehen darf.

In dieser Woche geschehen in Brüssel zwei Dinge zugleich. Das Weiße Haus unter Trump kündigte am 29. September einen freiwilligen KI-Pakt an. Der Präsident bezeichnete ihn als "almost like a constitution" und versprach "tremendous self-policing" der beteiligten Unternehmen. So steht es im Bericht des Guardian vom 30. September.

Gleichzeitig wird den EU-Institutionen das Gegenteil vorgeworfen: Sie verbergen die Daten, mit denen jeder überprüfen könnte, was die KI-Infrastruktur für das europäische Stromnetz und die Wasserversorgung bedeutet. Der Zeitpunkt ist heikel. Washington bietet den Unternehmen einen freiwilligen Rahmen. Brüssel dagegen muss sich vor einem Compliance Committee verantworten, weil es die bereits erhobenen Pflichtmeldungen nicht veröffentlicht. Keine der beiden Seiten hat die zugrunde liegenden Zahlen veröffentlicht.

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Quellen

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  1. 01Trump announces vague AI deal among tech CEOs for 'tremendous self-policing'EN
  2. 02EU sides with Big Tech over right to know about the impact of AI build-outEN
  3. 03AI models keep posting screenshots showing sensitive data from inside tech companiesEN
  4. 04Who we become when we talk to machinesEN
  5. 05Tech Workers Made ChatGPT Drive a Toyota CorollaEN
  6. 06Four forces set to reshape technology in 2027 – OmdiaEN
  7. 07Coming Soon: Our 2026 List of Climate Tech Companies to WatchEN
  8. 08Panthalassa's Floating, Wave-Powered Data Centre TechnologyEN
  9. 09Know Your Enemy: Browser-Based Attack Techniques in 2026EN
  10. 10The Linux Foundation Technical Advisory Board 2026 election approachesEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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