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Geelys 1.100-kW-Batteriedemo, GMs günstigere LMR-Zellen: EV-Batterie-Briefing

Geely Auto Group zufolge schafft die neue Ultra Short Blade Battery einen Lynk & Co 10 in 8 Minuten und 40 Sekunden von 10% auf 97%. Am 29. September erklärte General Motors, das Werk in Spring Hill, Tennessee, werde kostengünstigere LMR-Zellen fertigen, zwei Tage nachdem der Hersteller die Chemie angekündigt hatte.

AutoAnalyseJonas WeberVeröffentlicht: 30. September 20263 Min. LesezeitQuellen 9
Geelys 1.100-kW-Batteriedemo, GMs günstigere LMR-Zellen: EV-Batterie-Briefing

Am 30. September berichtete InsideEVs, die neue Ultra Short Blade Battery von Geely Auto Group erreiche Spitzenwerte von fast 1.100 Kilowatt. Der Hersteller führte einen Lynk & Co 10 vor, der in 8 Minuten und 40 Sekunden von 10% auf 97% lud. Das ist eine andere Liga als bei den schnellsten US-Elektroautos. InsideEVs nennt den Lucid Gravity und den Porsche Cayenne Electric mit Spitzenwerten von 400 kW, den kommenden Mercedes-AMG GT mit 600 kW. Die meisten US-Massemmodelle brauchen im Schnitt rund 30 Minuten für eine Ladung von 10 auf 80%.

Interessant sind Geelys eigene Zahlen zur Wärme. Dem Unternehmen zufolge erzeugten Megawatt-Geschwindigkeiten etwa 60% der Wärme in der Batterie, rund 35% kamen aus elektrochemischen Reaktionen, der Rest aus dem, was Geely Entropiewärme nennt. Die Garantie wurde laut InsideEVs von acht Jahren und 150.000 km auf acht Jahre und 200.000 km verlängert.

GMs Schritt geht in die andere Richtung: günstigere Zellen, nicht schnellere.

CleanTechnica berichtete am 29. September, das Ultium-Cells-Werk in Spring Hill, Tennessee, werde auf die Produktion von LMR-Zellen (Lithium-Mangan-reich) umgerüstet. GM übernimmt die Produktion für kommende Elektroautos. Der Bericht zitiert GMs Aussage, die kombinierten Investitionen in LFP und LMR erreichten bis 2030 2.000.000.000 Dollar. GMs Vizepräsident für Batterien und Nachhaltigkeit, Kurt Kelty, sagte, Hochenergiebatterien bedienten weiterhin Märkte, in denen große Reichweite Priorität hat, während LMR auf Bezahlbarkeit zielt.

Beide Geschichten treffen auf einen Markt, der wächst, aber nicht gleichmäßig. BloombergNEF berichtete am 30. September, der weltweite Absatz mittelschwerer und schwerer Elektro-Lkw habe im ersten Halbjahr 2026 einen Rekord von 158.000 Einheiten erreicht, ein Plus von 75% im Jahresvergleich. Mehr als neun von zehn wurden in China verkauft, Elektro-Lkw machten etwa 20% der gesamten Lkw-Verkäufe aus. Europas Anteil lag laut BNEF bei 5,5%, der US-Markt ist auf einen nahezu Stillstand abgebremst. Norwegen und die Schweiz verzeichnen sogar höhere Verkaufsanteile als China.

Auch auf der Pkw-Seite ist das US-Bild schwächer. Der Beitrag von CleanTechnica vom 30. September nennt einen US-Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge von 5,9% im ersten Halbjahr 2026, gegenüber 45% in China im August und 26% in Europa im Juli.

Die Chemie ist der Ort, an dem der Kostenkampf ausgetragen wird. Die BBC berichtete am 29. September über das in San Diego ansässige Unternehmen Unigrid. Es verkauft eine 9-kWh-Natrium-Ionen-Hausbatterie und hat die ersten 100 Einheiten ausgeliefert, bis Jahresende sollen es 1.000 werden. CEO Darren Tan sagte der BBC, die Zellen kämen derzeit aus China. Prof. Dame Clare Grey von Cambridge warnte, Chrom-3 in der Kathode könne unter bestimmten Bedingungen giftiges Chrom-6 bilden. Ivana Hasa von Warwick sagte, dies lasse sich durch Spannungskontrolle mildern, Tan nannte die Sorge überzogen.

Nicht jeder Marktstart dreht sich um den Preis. Der Range Rover Sport Electric von JLR nutzt dasselbe 118,5-kWh-800-Volt-Paket wie der Range Rover Electric. WIRED berichtete am 29. September von einem WLTP-Wert von 374 Meilen, 10 bis 80% in 22 Minuten und einem UK-Preis ab 109.810 Pfund, US-Preise gibt es noch nicht. InsideEVs gab die WLTP-Reichweite mit 378 Meilen und die Ladeleistung mit bis zu 350 kW an und berichtete, das Modell komme nicht als 2027er-Modell in die USA. Die beiden Medien widersprechen sich bei der Reichweite, 374 bis 378 Meilen gelten also als veröffentlichte Spanne.

BMW ging am 30. September laut InsideEVs den anderen Weg: Der neue i3 40 xDrive fällt auf ein 82,8-kWh-Paket und 300 kW Ladeleistung zurück. Das reicht noch für geschätzte 441 Meilen WLTP und 209 Meilen in 10 Minuten, bei 59.900 Euro in Deutschland.

Der elektrische Hilux von Toyota hat unterdessen eine 59,2-kWh-Batterie und eine WLTP-Reichweite von 160 Meilen, berichtete Electrek am 30. September, zusammen mit einem Zugtest mit 1.675 Pfund auf dem Flugfeld Bentwaters. Electreks eigene Anmerkung: 59,2 kWh sind nicht viel für einen Truck, weshalb er nicht in den USA verkauft wird.

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Quellen

9
  1. 01How Geely's New Battery Handles A Megawatt Of Charging Power Without Crazy DegradationEN
  2. 02GM Really Wasn't Kidding About Those New LMR EV BatteriesEN
  3. 03The Electric Trucking Market's Record Rise: Three Things to KnowEN
  4. 04Is The US Going To End DEAD LAST In Vehicle Electrification?EN
  5. 05The start-ups hoping to return battery making to the USEN
  6. 06Range Rover Sport Electric: Price, Specs, AvailabilityEN
  7. 07The Range Rover Sport Electric Is Here To Take On The Lucid GravityEN
  8. 08BMW's Cheaper i3 Has A Smaller Battery, But Its Range Is Still ImpressiveEN
  9. 09Toyota dropped a 1,675 lb caravan on its electric truck, and it drove off unfazed [Video]EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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