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Infektionsstudie und Atemforschung prägen eine Woche der Gesundheitswissenschaft

Infektionen haben im Jahr 2024 weltweit schätzungsweise 2,3 Millionen neue Krebsfälle verursacht, zwölf Prozent aller Fälle. Das geht aus einer Arbeit hervor, die am 28. September in The Lancet Oncology erschien und über die CBC News am 29. September berichtete.

GesundheitAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 29. September 20263 Min. LesezeitQuellen 4
Infektionsstudie und Atemforschung prägen eine Woche der Gesundheitswissenschaft

Infektionen haben im Jahr 2024 weltweit schätzungsweise 2,3 Millionen neue Krebsfälle verursacht, zwölf Prozent aller Fälle. Das geht aus einer Arbeit hervor, die am 28. September in The Lancet Oncology erschien und über die CBC News am 29. September berichtete. Das ist etwa jeder achte Fall. Die Zahl stammt aus einem Modell, nicht aus einer Auszählung von Krebsregistern. Die Autoren glichen bekannte krebserregende Erreger mit weltweiten Inzidenzdatenbanken ab, statt einzelne Patienten nachzuverfolgen.

Die Schlagzeilenzahlen sind ungleich verteilt.

Helicobacter pylori, ein Bakterium, das mit Magenkrebs in Verbindung gebracht wird, machte 760.000 Fälle aus, überwiegend in Ostasien. Das humane Papillomavirus lag mit fast 750.000 Fällen knapp dahinter, mit hohen Raten in Afrika südlich der Sahara. Hepatitis B und C zusammen verursachten einen erheblichen Anteil der Leberkrebsfälle. Die Arbeit erweitert die Liste der als krebserregend gezählten Infektionen um 16. Zu den Neuzugängen gehören HIV, das mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht wird, und das Merkelzell-Polyomavirus, ein seltenes Virus, das mit einem aggressiven Hautkrebs einhergeht. Das Epstein-Barr-Virus war 2024 weltweit mit etwa 260.000 Fällen verbunden, darunter Nasopharynxkarzinome, einige Magenkarzinome und das Hodgkin-Lymphom.

Sechzehn neue Erreger auf der Liste

Gary Clifford, Krebsepidemiologe an der International Agency for Research on Cancer und Mitautor, sagte dem CBC, der Wandel spiegle angesammelte Belege wider und nicht das Auftauchen eines neuen Erregers. "In dieser Zeit sind neue infektiöse Erreger als krebserregend identifiziert worden, und selbst bei den Erregern, die wir früher kannten, hat sich die Evidenz dazu vermehrt, wie viele verschiedene Krebsarten sie auslösen können", sagte er. Epstein-Barr stelle eine "ziemlich große Krebslast" dar, die in früheren Schätzungen nicht gezählt worden sei, fügte er hinzu.

Die Geografie entscheidet weiterhin stärker über den Ausgang als die Biologie. Länder mit hohem Einkommen und langjährigen Screening- und Impfprogrammen tragen einen kleineren Teil der Last. In Ländern mit niedrigeren und mittleren Ressourcen ist das anders. In Nordamerika bleiben H. pylori und HPV die häufigsten infektiösen Quellen. In Kanada bezifferte eine Studie aus dem Jahr 2019 unter Leitung der Epidemiologin Karena Volesky, damals an der McGill University, den Anteil der auf Infektionen zurückgehenden Krebserkrankungen auf vier Prozent.

Atmung und Reaktionszeit

Eine separate Studie der Northwestern University, veröffentlicht am 29. September in der Fachzeitschrift iScience, ergab, dass Reaktionszeiten beim Ausatmen messbar schneller sind als beim Einatmen, im Mittel um 41 Millisekunden. Auch in den Pausen zwischen den Atemzügen fielen die Antworten schneller aus als beim Einatmen, um 21 Millisekunden.

Das ist ein kleiner Effekt. Gemessen wurde er an 35 Erwachsenen im Alter von 18 bis 33 Jahren, die eine Leertaste drückten, wenn ein rotes Quadrat gelb wurde. Es ist zugleich das erste Experiment, das Antworten über alle Phasen der Atmung hinweg zeitlich erfasste, einschließlich der Pausen. Der Letztautor Ken Paller sagte, der Mechanismus sei nicht geklärt: "Wir wissen noch nicht genau, wie sie zusammenhängen, aber wir vermuten neurophysiologische Effizienz, weil andere Studien gezeigt haben, dass verschiedene Hirnoszillationen mit den Rhythmen der eigenen Atmung synchronisiert sind."

Keine der beiden Studien nutzte ein tragbares Gerät, doch beide liegen in einem Forschungsfeld, in dem Verbrauchersensoren schnell vorankommen. Für die Atmungsarbeit verwendeten die Forscher einen Luftstromsensor unter den Nasenlöchern, keine Uhr. Die Krebsschätzungen stammten aus epidemiologischer Modellierung.

Wo der KI-Einsatz nicht offengelegt wird

Auf der beruflichen Seite befragte eine Studie, über die das Nieman Journalism Lab am 28. September berichtete, 1.138 Kommunikationswissenschaftler in 77 Ländern. Fast 70 Prozent hatten generative KI für mindestens eine Forschungsaufgabe genutzt, während die meisten sie für die meisten Aufgaben für unangemessen hielten. Die Autoren beschreiben die daraus entstehende Spannung als "KI-Schatten" und fordern Normen, die Offenlegung fördern, statt Verbote.

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Quellen

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  1. 011 in 8 cancer cases worldwide are caused by infections, study findsEN
  2. 02Ready, set, exhale: Study links respiration and cognitionEN
  3. 03A lack of professional AI guidelines leads to feelings of AI shame, a new study findsEN
  4. 04Studlark — AI-Powered Group Study SaaSEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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