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Daten-Push im Sport trifft auf Widerstand, während Streit um US-Rechenzentren Südafrika erreicht

Genius-Sports-CEO Mark Locke sieht in digitalen Diensten und direkten Fan-Beziehungen die nächste große Vermögensklasse des Sports. Gleichzeitig stoßen die Datenambitionen der Branche auf wachsenden Widerstand gegen die Rechenzentren, die sie antreiben.

SportAnalyseJonas WeberVeröffentlicht: 28. September 20264 Min. LesezeitQuellen 7
Daten-Push im Sport trifft auf Widerstand, während Streit um US-Rechenzentren Südafrika erreicht

Locke äußerte sich in einem Interview, das SportsPro am 17. September veröffentlichte. Er ordnete den Wandel als Reaktion auf das Konsumverhalten der Fans ein. „Der Konsum verlagert sich weg vom Fernsehen“, sagte er dem Medium. Den Rückgang der Rechtegebühren außerhalb der Top-Ebene bezeichnete er als „einen absoluten, fundamentalen und unglaublich schnellen Wandel“.

Genius Sports verarbeitet bereits Echtzeitdaten. Das Unternehmen analysiert mehr als 240.000 Sportereignisse pro Jahr. Seine Plattform GeniusIQ verwandelt Computer-Vision-Datenpunkte zu Athleten, Offiziellen und dem Ball in das, was SportsPro als digitalen Zwilling eines Live-Events bezeichnet. Locke erklärte gegenüber SportsPro, dass 60 Prozent des Umsatzes aus Wetten und 40 Prozent aus Medien stammen. Er erwartet, dass sich dieses Verhältnis umkehrt.

Das ist der kommerzielle Pitch. Die Infrastrukturkosten fallen woanders an.

Am 28. September berichtete Tom's Hardware, dass NorthPoint Development ein Rechenzentrum auf 1.300 Acres nahe Hazle Township in Pennsylvania bauen möchte. Das Unternehmen hat angeboten, 4.500 Haushalten 10.000 Dollar Checks zu geben, wenn das Projekt genehmigt wird. Die Wall Street Journal stellte fest, dass die Anwohner weitgehend dagegen sind. Als Gründe nannte sie Immobilienwerte, Lärm und Misstrauen gegenüber Entwicklern und lokaler Regierung. Die Township hatte das Projekt letztes Jahr aus Zonierungsgründen abgelehnt und ein temporäres Moratorium für den Bau von Rechenzentren erlassen. NorthPoint hat zudem bis zu 120.000.000 Dollar über 15 Jahre für kommunale Dienste in Aussicht gestellt.

Am selben Tag berichtete Tom's Hardware auch, dass ein Teenager mit einem KI-Orchestrator-Bot namens Antares einen nicht authentifizierten Endpunkt in Microsofts Titan-Analyseplattform gefunden hat. Nach zehn Tagen fehlgeschlagener Versuche erkannte er, dass der Server keine JWT-Signaturen prüfte. Er griff daraufhin auf 25.000 Mitarbeiterdaten sowie, nach seiner Zählung, 17.000.000.000.000 Zeilen zu. Microsofts Bug-Bounty-Programm zahlte 5.000 Dollar. Der Sicherheitsaspekt ist für Sportdatenfirmen aus dem gleichen Grund wichtig wie für alle anderen: Mehr Daten bedeuten mehr Angriffsfläche.

Die Umweltüberwachung holt ebenfalls auf. Ars Technica berichtete am 24. September, dass New Jersey DataOne 1.100.000 Dollar Strafe auferlegte. Thermal-Drohnenaufnahmen, die The Guardian und Floodlight News im August sammelten, zeigten 45 von 62 Gaserzeugern, die ohne Genehmigung an einem Standort in Vineland liefen. Die Erzeuger liefen mit Kapazitäten von 1.982 kW, weit über der 37-kW-Schwelle, die eine Genehmigung erfordert. DataOne hat 45 Tage, um einen Antrag zu stellen oder den Betrieb einzustellen. Es kann während des Antragsverfahrens weiterlaufen. Die Anwohnerin Tiffany Leone-Vespa sagte dem New York Times: „Was haben wir eingeatmet, seit sie diese Erzeuger ohne Genehmigung betreiben?“

Südafrika zeigt, wie sich das Muster verbreitet. Rest of World berichtete am 17. September, dass die Kapstädter Advocacy-Gruppe Housing Assembly und die britische Nonprofit-Organisation Foxglove im August eine rechtliche Herausforderung gegen zwei Equinix-Rechenzentren eingereicht haben. Sie fordern ein Moratorium für die Hyperscale-Erweiterung. Die Gruppen sagen, die geplanten 174-Megawatt-Anlagen würden über 4.400.000.000 Liter Wasser pro Jahr verbrauchen. Equinix sagte Rest of World: „Nachhaltiges Design ist für uns kein Afterthought; es ist ein Startpunkt.“

Google testet die Fluchtroute. Ars Technica berichtete am 24. September, dass sein erster Project-Suncatcher-Satellit, der vier TPU-Beschleuniger und etwa ein Kilowatt Solarenergie trägt, am 1. Oktober an Bord einer SpaceX Falcon 9 startet. Die Radiatoren können die Chips nur in Bursts von etwa 15 Minuten kühlen. Jahre vom Produkt entfernt, nach Googles eigener Aussage.

Mittlerweile läuft die Arbeitsmarktgeschichte weiter. CNBC berichtete am 26. September, dass ZipRecruiter-Ökonomin Nicole Bachaud den durchschnittlichen Mindestlohn für Rechenzentrumsjobs bei fast 208.000 Dollar einstuft. Das ist ein Anstieg von 125,1 Prozent im Jahresvergleich. Stellenanzeigen für Schweißer und Rohrleger sind um 164 Prozent gestiegen. Jobs, Wasser, Lärm, Sicherheit: derselbe Ausbau, anders gezählt.

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Quellen

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  1. 01'Digitisation is the new asset class': Genius Sports CEO on how media fragmentation is transforming sport's monetisation modelEN
  2. 02Data center developer offers $10,000 checks to 4,500 households if the 1,300-acre facility is approvedEN
  3. 03Teenager hacks open Microsoft database with 17 trillion total rows and 25,000 user accountsEN
  4. 04New Jersey fines data center $1.1M after drone pics expose 62 gas generatorsEN
  5. 05Google's first Suncatcher orbital data center test launches October 1EN
  6. 06South Africa joins the global resistance against American data centersEN
  7. 07The blue-collar AI job market is booming. Will data center backlash make it go bust?EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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