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CATL startet Testproduktion von Zellen in Ungarn, China setzt auf Natrium

In Debrecen laufen die Testanläufe zweier Zellfertigungslinien; das Werk soll 100 GWh erreichen. Parallel entwickeln Changan und CATL Natriumbatterien und den Akkuwechsel.

AutoAnalyseSven AlbrechtVeröffentlicht: 26. September 20265 Min. LesezeitQuellen 2
CATL startet Testproduktion von Zellen in Ungarn, China setzt auf Natrium

Der chinesische Batteriekonzern CATL hat am 22. September 2026 die Testproduktion von Zellen in seinem Werk im ungarischen Debrecen aufgenommen. Die ersten beiden Fertigungslinien fahren Anläufe. Damit bereitet das Unternehmen die Geräte vor und prüft den Prozess vor der Serienproduktion. Das Werk soll 100 GWh erreichen und damit die größte Produktionsbasis von CATL außerhalb Chinas werden.

Zeitplan und Auflagen

Die Fabrik erhielt im August die Nutzungsgenehmigung, danach folgten die übrigen erforderlichen Genehmigungen, darunter die IPPC-Genehmigung (integrierte Vermeidung von Umweltverschmutzung). Die lokalen Behörden kontrollierten das Gelände vor der Erteilung der Nutzungsgenehmigung mehrfach. Damit gingen sie auf Einwände von Anwohnern ein, die diese früher gegen die Investition vorgebracht hatten. Einen konkreten Termin für den Beginn der Serienproduktion nannte das Unternehmen nicht.

Debrecen ist strategisch wichtig: Die lokale Zellfertigung verkürzt die Lieferkette zu europäischen Autoherstellern und verringert die Abhängigkeit vom Transport aus China. Für den Konzern ist das zugleich eine Antwort auf die EU-Vorgaben zur lokalen Wertschöpfung bei Elektrofahrzeugen und auf den Zolldruck beim Import von Komponenten.

Natrium statt Lithium

Die zweite Entwicklungsrichtung von CATL sind Natrium-Ionen-Batterien. Changan Automotive teilte am 24. September 2026 in einem Bericht aus den Investorenkontakten mit, das Unternehmen habe bei Natriumzellen einen Etappenschritt erreicht. Es entwickelte eine Technologie mit einem einzelnen Punkt für Elektroden hoher Leistung, was die Reichweite bei extremen Temperaturen verbessert. Changan vertieft zudem die Zusammenarbeit mit CATL. Das gemeinsame Projekt zum Akkuwechsel auf Basis der Natriumtechnologie wurde formell angestoßen, und die Firmen wollen gemeinsam ein neues Batteriesystem entwickeln.

CATL stellte die Natriumbatterie Naxtra am 21. April 2025 als weltweit erstes in Serie gefertigtes Produkt dieser Art vor. Die Familie umfasst Zellen für den Antrieb von Fahrzeugen sowie eine Start- und Versorgungsbatterie mit 24 V für Lastwagen. Beide sollen im Bereich von –40 bis +70 Grad Celsius arbeiten. Für ein Modell mit 2,95 m Radstand liefert die Natriumzelle über 200 km elektrische Reichweite in Hybriden und über 500 km in reinen Elektroautos. Das soll das Problem sinkender Leistung bei sehr niedrigen Temperaturen lösen.

In der Praxis erhält der europäische Markt damit zwei parallele Botschaften: Lithiumzellen für Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse werden zunehmend näher bei den Abnehmern produziert. Die Natriumtechnologie, billiger und frostbeständig, wird als Ergänzung des Angebots entwickelt, nicht als Ersatz für Fahrzeuge mit großer Reichweite.

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Quellen

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  1. 01CATL begins trial cell production at planned 100 GWh Hungary plant (CnEVPost)EN
  2. 02长安汽车:深化与宁德时代合作,钠新换电技术项目立项 (IT之家)ZH

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Sven Albrecht

Sven Albrecht

Sport, Auto und Reisen

Sven Albrecht schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Streckenprotokolle und offizielle Ergebnisse. Bei Testwagen vergleicht er Normverbrauch mit realen Messwerten und prüft Drehmomentkurven sowie Akkukapazitäten. Er spricht mit Werkstattmeistern, Rennkommissaren und Bahnbetreibern und wartet auf den Fahrplanwechsel, um Verbindungen quer durch Europa zu vergleichen. Privat fährt er Elektroautos, schraubt in der Garage und plant Bahnstrecken quer durch Europa. Unbelegte Zahlen veröffentlicht er nicht.

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