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China: Rindfleisch so teuer wie seit über zwei Jahren nicht, Großhandel plus 6 Prozent

Der Großhandelspreis für Rindfleisch in China ist seit Anfang August um knapp 6 Prozent gestiegen, im Jahresvergleich um 9 Prozent. Grund dafür sind der schrumpfende Rinderbestand und die Schutzmaßnahmen gegen Importe aus dem Jahr 2026.

KücheAnalyseIngrid BauerVeröffentlicht: 25. September 20265 Min. LesezeitQuellen 3
China: Rindfleisch so teuer wie seit über zwei Jahren nicht, Großhandel plus 6 Prozent

Der Finanzdienst Yicai beschrieb im September 2026 den Preissprung bei Rindfleisch und berief sich auf Händler aus Shanghai. In der Halle Xijiao Guoji, einem der größten Großhandelsmärkte für Agrarprodukte der Stadt, stieg der Preis für das beliebte Teilstück Rinderfuß-Sehnenfleisch von knapp 80 auf rund 90 Yuan pro Kilogramm. „Seit August ist Rindfleisch fünf, sechs Mal teurer geworden", sagt einer der Großhändler, den die Zeitung zitiert. In etwas mehr als einem Monat kletterte der Großhandelspreis um etwa 10 Yuan pro Kilogramm.

Daten des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten bestätigen den Trend. Am 21. September lag der durchschnittliche Großhandelspreis für Rindfleisch im Land bei 71,59 Yuan pro Kilogramm. Das sind knapp 6 Prozent mehr als Anfang August und knapp 9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Notierungen des Pekinger Marktes Xinfadi zeigen das Ausmaß noch deutlicher: Rinderbugsehnenfleisch verteuerte sich von 71 Yuan Anfang August auf 80 Yuan pro Kilogramm am 24. September, also um 9 Yuan. Im Einzelhandel stiegen die Preise um ähnliche 10 Yuan pro Kilogramm. Denselben Anstieg meldete der Dienst Jiemian News und schrieb von einem „über zwei Jahre alten Höchststand" bei einem Preis von „über 71 Yuan pro Kilogramm".

Drei Jahre Verluste und weniger Kühe

Der erste Grund ist das schrumpfende Angebot. Yicai erinnert daran, dass die Zuchtbranche in China in den Jahren 2023 bis 2025 drei Jahre in Folge Verluste machte. Viele kleinere Halter entfernten Milch- und Zuchtkühe aus der Produktion. Daten des Nationalen Statistikamts: Ende 2025 sank der Rinderbestand auf 96,08 Millionen Stück, Ende des zweiten Quartals 2026 auf 95,57 Millionen Stück, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In einigen Regionen sind die Herden der Zuchtkühe 10 bis 30 Prozent kleiner als auf dem Höhepunkt 2023.

Der zweite Grund ist der Handel. Laut Mitteilung Nr. 87 des Handelsministeriums aus dem Jahr 2025 fügte der wachsende Import von Rindfleisch der heimischen Produktion „schweren Schaden" zu, worauf Schutzmaßnahmen eingeführt wurden. Dazu kommt die saisonale Nachfrage. Vor dem Jahresende, in der Feiertagszeit, steigt der Fleischkonsum in China.

Globaler Kontext

Chinesisches Rindfleisch wird nicht im luftleeren Raum teurer. Der Fleischpreisindex der FAO lag im August 2026 bei 127,9 Punkten, 1,0 Prozent mehr als im Vormonat, mit deutlichen Zuwächsen bei Geflügel, Schweinefleisch und Schaffleisch. Der chinesische Binnenmarkt ist derzeit jedoch das Ergebnis eines eigenen Investitionszyklus. Der Wiederaufbau des Rinderbestands dauert Jahre, denn ein Kalb muss heranwachsen, bevor es geschlachtet wird. Solange sich die Herden nicht erholen, bleibt das Angebot angespannt, unabhängig vom Umfang der Importe.

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Quellen

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  1. 01第一财经: 牛肉价格创两年多新高,上涨行情还会持续多久?ZH
  2. 02界面新闻 (dział 消费): 一公斤71块多,牛肉价格涨至两年多新高ZH
  3. 03FAO Food Price Index — meatEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Ingrid Bauer

Ingrid Bauer

Kultur, Küche und Lebensstil

Ingrid Bauer schreibt für FLASH24 über Kultur, Küche, Mode und Design, Alltagsleben und Geschichte und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Archivdokumente, historische Kochbücher und Gespräche mit Zeitzeugen. Bei Rezepten und Ernährungsratgebern prüft sie Zutatenlisten, Nährwertangaben und Herkunftsbezeichnungen gegen offizielle Register. Für ihre Kulturbeiträge vergleicht sie Spielpläne, Ausstellungskataloge und Marktpreise und wartet auf die Saisonberichte der Landwirtschaftskammern. Ihr eigenes Brot backt sie im Holzofen, kauft auf Wochenmärkten und sammelt alte Kochbücher, was ihre Geschichten über regionale Küche und Handwerk prägt. Sie veröffentlicht keine unbelegten Zahlen und keine Rezepte ohne getestete Mengenangaben.

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