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DSec: Wie DeepSeek täglich 3 Millionen Umgebungen für Agenten baut

In einer Arbeit, die auch Liang Wenfeng mitzeichnet, beschreibt DeepSeek das System DSec: 5000 neue Sandboxen pro Sekunde, 3 Millionen am Tag, 380 000 laufen gleichzeitig.

WissenschaftErklärtHanna VogtVeröffentlicht: 23. September 20266 Min. LesezeitQuellen 2
DSec: Wie DeepSeek täglich 3 Millionen Umgebungen für Agenten baut

Ein Agent lernt nicht, indem ein Netzwerk mit Daten gefüttert wird. Er muss in einer Umgebung Code schreiben, ihn kompilieren, einen Browser öffnen, manchmal ein System installieren. Jeder dieser Schritte verändert den Zustand der Umgebung, und die kann jederzeit kaputtgehen. Jede Trainingsrunde braucht deshalb eine frische, saubere Sandbox, die danach weggeworfen wird. Das chinesische IT-Portal IT之家 beschreibt eine Arbeit von DeepSeek mit dem Namen DSec (DeepSeek Elastic Compute). Mitgezeichnet hat sie Liang Wenfeng, Mitgründer des Unternehmens.

Die schiere Zahl ist hier das Problem. DSec erzeugt mehr als 5000 Sandboxen pro Sekunde, das sind 3 Millionen am Tag. In der Spitze laufen 380 000 Umgebungen gleichzeitig. Der Cluster, der das stemmt, umfasst rund 160 Knoten, 30 000 Prozessorkerne und 250 TB Arbeitsspeicher. Die Ressourcen sind überbucht und dicht gepackt. So passen auf einen Knoten entweder 3200 Container oder 800 Mikro-VMs.

Das Problem: ein System für jede der 3 Millionen Sandboxen

Eng wird es nicht beim Einordnen der Aufträge, sondern beim Bauen der Umgebung. Der klassische Docker-Weg packt Basisabbild, Arbeitsverzeichnis und Werkzeugsatz in ein einziges vollständiges Abbild. Bei kleiner Skala reicht das. In DSec verbrauchte das Container-Backend 11 266 Basisabbilder und 102 171 Arbeitsverzeichnisse. Bei 67,8 Prozent der Sandboxen kommt auf das Basisabbild mindestens eine weitere Schicht mit Arbeitsverzeichnis oder Werkzeugpaket. Diese Vielfalt hat eine Folge: Ein einziges aktualisiertes Paket würde den Neuaufbau aller Abbilder erzwingen, in denen es steckt.

Die Lösung: Die Umgebung zerfällt in drei unabhängig versionierte, nur lesbare Schichten im Format EROFS, nämlich Basisabbild, Arbeitsverzeichnis und Werkzeugpaket. Beim Start der Sandbox klebt overlayfs sie zusammen. Eine Paketaktualisierung trifft dann nur noch ihre eigene Schicht. Das zweite Element ist die Komponente Chronus. Sie vermittelt zwischen dem Inneren der Sandbox und dem Trainingsframework. So weiß das Framework, in welcher Phase der Agent steckt und welches Signal es zurückschicken soll.

Warum das jedes agentische Modell betrifft

Die Modellkarte von V4.1-Flash bestätigt genau das: Das Rezept für das Posttraining blieb Standard, alle wesentlichen Änderungen betrafen die Datenpipeline, also die massenhafte, automatische Synthese von Aufgaben und Agentenumgebungen. Die Qualität eines Agenten hängt damit heute an der Fabrik der Umgebungen im Hintergrund, nicht an einem weiteren Trick im Lernalgorithmus. DSec ist DeepSeeks Antwort auf die Frage, woher 3 Millionen solcher Umgebungen am Tag kommen sollen, ohne ein Rechenzentrum zu bauen, das an sich selbst erstickt.

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Quellen

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  1. 01DeepSeek 新论文公开 Agent 训练,梁文锋署名 (IT之家)ZH
  2. 02DeepSeek-V4.1-Flash — sekcja Post-training (data pipeline)EN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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