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European Leagues weitet EU-Beschwerde auf Frauenkalender aus

European Leagues hat am Dienstag seine Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen die FIFA auf den internationalen Spielkalender der Frauen ausgeweitet. Der Verband wirft der FIFA vor, ihre Doppelrolle als Regulierer und Wettbewerbsveranstalter zu missbrauchen.

SportAnalyseJonas WeberVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 15
European Leagues weitet EU-Beschwerde auf Frauenkalender aus

European Leagues vertritt 53 Profiligen und 1.328 Vereine in 34 Ländern, darunter die Premier League, La Liga, Serie A und die Bundesliga. Die ursprüngliche Beschwerde hatten European Leagues, Fifpro und LaLiga im Oktober 2024 wegen des 2023 angekündigten Männerkalenders eingereicht.

Die Ausweitung betrifft das, was die Gruppe als "missbräuchliches Verhalten der FIFA beim internationalen Spielkalender der Frauen und bei damit verbundenen Regulierungsentscheidungen im Frauenfußball" bezeichnet. Das Vorgehen der FIFA gefährde Wachstum und finanzielle Nachhaltigkeit der professionellen Frauenligen und berge Risiken für Gesundheit und Wohlergehen der Spielerinnen, heißt es. Die Kommission müsse handeln, damit EU-Recht eingehalten werde und der professionelle Frauenfußball nicht allein von der FIFA bestimmt werde.

Vorwurf des Interessenkonflikts

Die Eingabe beschreibt nach Angaben von European Leagues dasselbe Muster wie die ursprüngliche Beschwerde. Die FIFA vereine widersprüchliche Rollen als Dachverband und Wettbewerbsveranstalter, daraus entstehe ein Interessenkonflikt. Zudem nutze sie ihre Regulierungsmacht, um eigene Wettbewerbe und kommerzielle Interessen zu begünstigen.

Fifpro war an der ursprünglichen Beschwerde beteiligt, zog sich aber zurück, nachdem die FIFA im Juni Gespräche über Fragen des Spielkalenders zugesagt hatte. European Leagues nahm im Juni 14 Frauenligen auf, darunter die Women's Super League und die Scottish Women's Premier League.

Die Antwort der FIFA

Ein Sprecher der FIFA erklärte, der FIFA-Rat habe den internationalen Spielkalender der Frauen für 2026-29 am 15. Mai 2024 einstimmig gebilligt, nach Konsultationen mit europäischen und globalen Ligen. Der Kalender habe die internationalen Fenster von sechs auf fünf reduziert und damit Reisen und Unterbrechungen verringert. Die FIFA ziehe den Dialog rechtlichen Schritten vor und verwies auf eine Einigung mit Fifpro zur Transferreform. Über die Ausweitung sei sie nicht offiziell informiert worden und könne sich nicht weiter äußern. Gespräche über die nächste Fassung des März-Kalenders sollen beginnen.

Druck auf Infantino

Die Eskalation fällt in eine Phase, in der Infantino von drei Kontinentalkonföderationen wegen eines aufgegebenen Plans für private Investitionen in eine Gesellschaft unter Druck steht, die FIFA-Wettbewerbe betreibt. Der Plan sah FIFA Forward Enterprise vor, zu 20% in Besitz privater Investoren. Die UEFA drohte mit einem Boykott von FIFA-Wettbewerben einschließlich der Weltmeisterschaft und ließ die Drohung fallen, nachdem zugesichert worden war, dass der Plan nicht weiterverfolgt wird. Sie hat US-Unterlagen eingereicht, um Beweise von der FIFA zu verlangen, und eine mögliche Strafanzeige in der Schweiz angekündigt; die FIFA nannte das eine "Schmutzkampagne". FairSquare hat sich mit einer Beschwerde an die Ethikkommission der FIFA gewandt, unterstützt von mehr als 100.000 Anhängern. Der Vorwurf: Infantino habe bei seinen Kontakten mit US-Präsident Donald Trump die Regeln zur politischen Neutralität verletzt.

Wie es weitergeht

European Leagues zufolge muss die Kommission nun handeln. Die Kommission wurde um eine Stellungnahme gebeten. Infantinos Wiederwahl steht im März an.

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Quellen

15
  1. 01Fifa: Legal action against world football's governing body to include women's schedule - BBCEN
  2. 02Fifa accused of 'abusive conduct' towards women's football in legal complaint - Yahoo SportsEN
  3. 03FIFA faces legal action over 'abusive conduct' towards women's football - VanguardEN
  4. 04Legal complaint against FIFA to cover impact on women's schedule - Yahoo SportsEN
  5. 05Why women's footballers are threatening legal action against FIFA - News.AzEN
  6. 06FIFPRO and players' unions reportedly seek legal advice over World Cup prize money - Mezha.netEN
  7. 07Because Women: Rethinking What Freedom of Movement Can Feel LikeEN
  8. 08LiberAI Unveils Liber-0, a World Action Model That Grounds Human Experience in Robot ActionEN
  9. 09Tesla accused of selling FSD to Korean owners who can’t legally use itEN
  10. 10Japan FA president to challenge Infantino for FIFA presidency - Sports Business JournalEN
  11. 11Federal Reserve Board announces termination of enforcement action with Allegiant United Holdings, LLC, Nano Financial Holdings, Inc., and Nano BancEN
  12. 12FA and WSL announce investigation into ACL injuries in women's football - Yahoo SportsEN
  13. 13Act-HiMotif: Hierarchical Daily Activity Schedule Generation via Learned Activity-Structure MotifsEN
  14. 14Legora is building the agentic operating system for legal workEN
  15. 15Launch Preview: Falcon 9 and GSLV rockets scheduled to launchEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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