Perrette benennt bei Skydance sieben ausscheidende Führungskräfte
JB Perrette, Co-Vorsitzender und Chief Business Officer der TV- und Direct-to-Consumer-Sparten von Skydance, hat sieben ausscheidende Führungskräfte von Warner Bros. Discovery und Paramount benannt und gesagt, Pluto TV brauche eine neue Leitung. Das geht aus einem Memo hervor, über das nach dem Abschluss der 110 Milliarden Dollar schweren Fusion berichtet wurde.

JB Perrette, Co-Vorsitzender und Chief Business Officer der TV- und Direct-to-Consumer-Sparten von Skydance, hat sieben Führungskräfte von Warner Bros. Discovery und Paramount benannt, die im Zuge der neuen Struktur das Unternehmen verlassen. Deadline berichtet unter Verweis auf ein internes Memo Perrettes. Darin stehen Dan Barnes, Leiter der globalen Werbeeinnahmen bei HBO Max; Michael Bishara, EVP und GM für globale Streaming- und Digitalnetzwerke bei Warner Bros. Discovery; Jamie Cooke, EVP für Mitteleuropa, den Nahen Osten, die Türkei und Afrika bei Warner Bros. Discovery; Domenic DiMeglio, Chief Marketing and Data Officer für Paramount Streaming; Marco Nobili, internationaler GM von Paramount+; Pank Patel, Leiter der internationalen Mediennetzwerke von Paramount; und Juan Sola, Leiter des lateinamerikanischen Streaminggeschäfts bei Warner Bros. Discovery. Perrette schrieb, seine Rolle verbinde „bewusst DTC und TV“. Die neue Struktur sehe vor, dass „einige Führungskräfte stärker auf TV ausgerichtet sind und andere auf DTC, während viele beide Hüte tragen“.
Efrain Miron, EVP und Leiter der Inhaltsstrategie und Lizenzierung für Paramount Direct-to-Consumer, verlässt seinen derzeitigen Posten, um „andere Möglichkeiten im Unternehmen zu prüfen“, so Perrette. Das Memo lässt zudem die Leitung von Pluto TV offen. Diese Position will Perrette mit jemandem besetzen, der den kostenlosen Dienst mit den Abo-Geschwistern Paramount+ und HBO Max abstimmen kann. Tom Ryan, Mitgründer des kostenlosen Streamers, und Jeff Schultz haben den früheren Mutterkonzern Paramount in den vergangenen zwei Jahren beide verlassen; ersetzt wurden sie nicht, berichtet Deadline. Pluto startete 2014 und ist inzwischen von Tubi und dem Roku Channel überholt worden.
Der Deal hinter dem Memo
Perrettes Memo folgte auf die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount, die am 6. Oktober abgeschlossen wurde. Das fusionierte Unternehmen heißt nun Skydance, mit David Ellison als Chairman und CEO und Ynon Kreiz als Co-CEO. Perrette, der den globalen Ausbau von HBO Max vorangetrieben hat, ist einer der wenigen Warner-Bros.-Discovery-Führungskräfte, die nach dem Abschluss in einer Spitzenposition bei Skydance bleiben.
In einem separaten Memo mit dem Titel „Day 1“ teilten Ellison und Kreiz den Beschäftigten mit, die Integration „wird Veränderungen bringen, darunter schwierige Entscheidungen, die unsere Belegschaft betreffen“. Das fusionierte Unternehmen komme auf fast 70 Milliarden Dollar Jahresumsatz und peile mindestens 6 Milliarden Dollar Synergien an. Zuvor hatte Paramount mehr als 6 Milliarden Dollar jährliche Einsparungen über drei Jahre zum Ziel erklärt. Wie viele Stellen Skydance streichen will und bis wann, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt.
Die Fusion wurde weniger als eine Woche abgeschlossen, nachdem ein Bundesrichter in Kalifornien einen Vergleich zwischen Paramount und 12 Bundesstaaten gebilligt hatte. Die Staaten hatten dagegen geklagt, wie AFP berichtete. Die Aktien von Skydance beendeten ihren ersten Handelstag an der New York Stock Exchange mit einem Minus von 2,7 Prozent unter dem Kürzel „SKYD“.
Wo die Stellen betroffen sind
Die Produktionsteams von Warner Bros. beschäftigten etwa 7.500 der 35.000 Mitarbeiter von Warner Bros. Discovery, nach Zahlen von Variety, die die New York Post vor dem Abschluss der Fusion anführte. Die Post berichtete außerdem, Paramount habe im August mit fast 20.000 Beschäftigten seinen Höchststand erreicht, bevor Ellison rund 1.000 entließ, mit Plänen für weitere 1.000.
Ein im August veröffentlichter Bericht, den das Los Angeles County Department of Economic Opportunity und das LA County Film Office in Auftrag gegeben hatten, rechnete mit bis zu 4.500 direkt betroffenen Film- und TV-Jobs über drei Jahre. Zählt man indirekte Beschäftigung mit, seien mehr als 10.000 Arbeitsjahre gefährdet. Der Bericht beschreibt mögliche wirtschaftliche Folgen, nicht angekündigte Stellenstreichungen bei Skydance.
Gregory Orr, Enkel des Warner-Bros.-Gründers Jack Warner, sagte dem Hollywood Reporter, die „hohe Verschuldung“ von Paramount, nach Ellisons Angaben zusammengenommen 79 Milliarden Dollar nach Abschluss der Fusion, „wird zu Personalabbau und Konsolidierung bei Warner Bros. führen“. Der frühere FTC-Kommissar Alvaro Bedoya schrieb in sozialen Medien, nachdem der Vergleich den Weg für die Fusion frei gemacht hatte: „Entlassungen werden folgen.“
Quellen
13- 01Senior-Level Skydance TV And Streaming Exec JB Perrette Reveals Key Appointments - DeadlineEN
- 02Skydance Warns of Layoffs After Paramount-Warner Bros. MergerEN
- 03Paramount–Warner Bros deal closes, bringing HBO, CNN, CBS and more under one roofEN
- 04Paramount Skydance, Warner Bros. staffers fear devastating layoffs following merger: reports - New York PostEN
- 05Hollywood Reacts to the Paramount Merger Settlement: ‘Layoffs Will Follow’EN
- 06Hollywood braces for fallout from mega mergerEN
- 07List Of Hollywood & Media Layoffs From Paramount To Warner Bros Discovery To CNN & MoreEN
- 08CNN staffers accept new reality as Paramount's takeover of Warner Bros Discovery goes full steam aheadEN
- 09List Of Hollywood & Media Layoffs From Paramount To Warner Bros Discovery To CNN & More - DeadlineEN
- 10Meta, Google, and TikTok sue California AG over teen social media lawEN
- 11EU lawmakers slam new border force powers to surveil social mediaEN
- 12Impatient with Brussels, European capitals forge ahead with social media bans EN
- 13Media rights squeeze, US investment and AI tech: The sports business trends from Sportel 2026EN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
Kommentare
0- Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.