Indiana meldet ersten H5N1-Milchviehbestand, 21. US-Bundesstaat betroffen
Indiana hat seinen ersten H5N1-Milchviehbestand bestätigt. Gefunden wurde er bei Routineuntersuchungen von Milch im Rahmen der National Milk Testing Strategy des USDA, wie DTN Progressive Farmer am 6. November berichtete. Damit ist Indiana der 21. Bundesstaat mit infizierten Milchrindern.

Die National Veterinary Services Laboratories des USDA haben H5N1 vom Genotyp B3.13 in einem Milchviehbestand in Indiana nachgewiesen, und zwar mit einer Polymerase-Kettenreaktion. Bestätigt wurde der Bestand Anfang des Monats. Auf die Infektion gestoßen sind die Labore bei Routineuntersuchungen im Rahmen der National Milk Testing Strategy des USDA, nicht bei Kontrollen vor dem Transport, wie DTN Progressive Farmer berichtete.
Indiana ist der 21. Bundesstaat mit infizierten Milchrindern, seit der Ausbruch im März 2024 erstmals in US-Beständen nachgewiesen wurde, so DTN. Landesweit hatte das USDA nach Angaben von Medical Daily zum 22. Juli 2026 mehr als 1.166 infizierte Milchviehbestände in 19 Bundesstaaten bestätigt. Diese Juli-Zahl liegt vor dem Nachweis in Indiana. Der Fall in Indiana folgt auf jüngste Funde in Washington, einem weiteren Bundesstaat, der zuvor keine HPAI-Fälle bei Nutztieren gemeldet hatte, wie DTN berichtete.
Warum die Routineuntersuchung von Milch den Erreger fand
Die National Milk Testing Strategy soll H5N1 bei Milchrindern über die Untersuchung von Milchproben nachweisen. So können die Behörden für Tiergesundheit verfolgen, wo das Virus zirkuliert, wie DTN berichtete. Der Genotyp B3.13 steht mit den meisten HPAI-Fällen in US-Milchviehbeständen in Zusammenhang. Nach Angaben des USDA gingen viele Infektionen auf Transporte von Lebendrindern zurück, die mit dem ursprünglichen Übertragungsereignis im Texas Panhandle Ende 2023 zusammenhingen.
Das USDA teilte mit, der Nachweis in Indiana zeige einen weiteren Weg, auf dem die Behörde das Virus überwacht. Anders als bei früheren Funden, die durch kranke Tiere oder durch Tests im Zusammenhang mit Rindertransporten ausgelöst wurden, stammt dieser Fall aus der routinemäßigen Milchüberwachung.
Wie das USDA weiter vorgeht
Das USDA arbeitet nach eigenen Angaben mit dem Indiana State Board of Animal Health an weiteren Untersuchungen in den Betrieben, an diagnostischen Tests und an der Erhebung epidemiologischer Daten. Das soll helfen, den Nachweis besser zu verstehen und eine weitere Ausbreitung zu begrenzen. Die jüngste Entdeckung ändere nichts an der Strategie zur Ausrottung von HPAI, erklärte die Behörde. Bundesbeamte betonen weiterhin die Bedeutung der Biosicherheit, um das Risiko eines Eintrags in Betriebe oder einer Übertragung zwischen Betrieben zu senken.
APHIS empfiehlt Milcherzeugern, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu verstärken und Tiere mit klinischen Anzeichen von HPAI sofort den staatlichen Tierärzten zu melden. Erzeuger sollten auch ungewöhnliche Krankheiten oder Todesfälle bei Wildtieren melden, wie DTN berichtete.
Sicherheit der Milch und Risiko für die Bevölkerung
Die Funde bei Rindern ändern nach Angaben von Bundesbeamten nichts an der Sicherheit der im Handel erhältlichen Milch. Die Food and Drug Administration hat erklärt, dass die Pasteurisierung HPAI-Viren wirksam inaktiviert. Milch von betroffenen Rindern muss aus dem kommerziellen Milchangebot herausgenommen oder vernichtet werden. Nur Milch von gesunden Tieren darf zur Verarbeitung für den menschlichen Verzehr weitergegeben werden.
Die Centers for Disease Control and Prevention schätzen das Risiko von H5N1 für die allgemeine US-Bevölkerung weiterhin als gering ein. Menschen, die mit infizierten Vögeln, Rindern oder anderen Tieren arbeiten oder anderweitig Kontakt zu ihnen haben, tragen ein höheres Risiko, wie DTN berichtete.
Quellen
15- 01H5N1 Reaches Indiana Dairies as Poultry Cases Persist Across the US - DTN Progressive FarmerEN
- 02First U.S. bird flu death of 2026 linked to infected dairy cattle exposure - Medical DailyEN
- 03H5N1 Bird Flu Has Now Hit Over 1,166 U.S. Dairy Herds Across 19 States, With Idaho Leading the Nation - Medical DailyEN
- 04H5N1 Bird Flu Is Spreading Multiple Ways on U.S. Dairy Farms, Study Finds, Including Through the Air Workers Breathe - Global BiodefenseEN
- 05California's Avian Flu Safety Rules Are Strong, Their Enforcement Isn't - Sentient MediaEN
- 06Bird flu (HPAI) in cattle - Canadian Food Inspection AgencyEN
- 07Three California Cats Living Near Dairy Farms Carried Bird Flu Antibodies Including Two That Never Went OutsideEN
- 08Second type of bird flu detected in US dairy cowsEN
- 09Bird flu cases in Washington state dairy herds nearly quadruple to 34 in a weekEN
- 10 SpaceX launches mystery mission for US Space Force in gorgeous sunset liftoff from California (video, photos) EN
- 11Meta, Google, and TikTok sue California AG over teen social media lawEN
- 12Will PG&E’s $2B grid cutbacks derail California’s clean energy buildout?EN
- 13Washington resident dies from bird flu complications... in America's third fatality linked to the virusEN
- 14California’s long road to make EV charging more reliableEN
- 15FCC moves to knock down copper network retirement roadblocks in CaliforniaEN
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