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Star Catcher testet Laser-Energieübertragung im All bei SpaceX-Start

Star Catcher startet diese Woche mit seinem Protostar-Prototyp an Bord einer SpaceX-Rakete. Ziel ist die Übertragung von Energie per Laser an einen frei fliegenden CubeSat. Laut dem Unternehmen wäre dies die erste Leistungsobertragung zwischen zwei nicht verbundenen Objekten im Orbit.

WissenschaftErklärtHanna VogtVeröffentlicht: 28. September 20264 Min. LesezeitQuellen 4
Star Catcher testet Laser-Energieübertragung im All bei SpaceX-Start

Star Catcher, ein Startup mit Sitz in Jacksonville, Florida, bereitet laut WIRED den Start seines Protostar-Prototyps diese Woche auf einer SpaceX-Rakete vor. Der Bericht erschien am 28. September. Der Satellit richtet einen Laser auf einen CubeSat, der gleichzeitig startet. Das Unternehmen bezeichnet das als erste Übertragung von Energie per Laser zwischen zwei nicht verbundenen Objekten im Weltraum. Der CubeSat entfernt sich während des Tests von Protostar. Star Catcher plant, die empfangene Leistung mit den eigenen Modellen zu vergleichen.

Die Idee ist älter als die meisten beteiligten Hardware-Komponenten. WIRED führt sie auf ein Science-Fiction-Stück von Isaac Asimov aus dem Jahr 1941 zurück und merkt an, dass die NASA das Konzept in den 1970er-Jahren untersuchte. Es blieb liegen, da Starts zu teuer waren. "Der Start großer Hardwaremengen in den Orbit war extrem teuer, daher machte es selten praktischen Sinn, Strom im Weltraum zu erzeugen und andernwohin zu übertragen", sagte Hanieh Fattahi, Forscherin am Max-Planck-Institut für Wissenschaft der Licht, WIRED. Sinkende Startkosten veränderten die Rechnung.

Das Argument von Star Catcher lautet, dass Satelliten und die Rechenzentren, die Google, SpaceX und eine Reihe von Startups in den Orbit bringen wollen, Strom benötigen, den kein Netz liefern kann. "Es gibt kein Stromnetz im Weltraum", sagte Gründer und CEO Andrew Rush WIRED. "Jeder macht einfach kleine Campingausflüge."

Die Satelliten des Unternehmens, sogenannte Power Nodes, sammeln Sonnenlicht durch Linsen und konzentrieren es auf Wellenlängen, die laut Star Catcher bis zu 10-mal mehr Leistung liefern als diffuses Sonnenlicht. Der Strahl wird dann als Laser auf die Solarmodule eines Kunden gerichtet. Rush argumentiert, dass sich für Betreiber mehr Betriebszeit und mehr Gewinn ergeben, da kleinere Batterien Platz für mehr Instrumente oder, bei orbitalen Rechenzentren, mehr GPUs lassen.

Das kommerzielle Interesse ist auf dem Papier vorhanden. Star Catcher sammelte Anfang dieses Jahres 65.000.000 Dollar ein, gewann einen Zuschuss von 30.000.000 Dollar von der US Space Force und unterzeichnete 40 Absichtserklärungen sowie 10 Stromabnahmeverträge, berichtete WIRED. Die gleiche SpaceX-Mission bringt Googles ersten Versuch eines weltraumgestützten Rechenzentrums mit.

Die Bodenbilanz ist bescheiden im Vergleich zum Ehrgeiz. Star Catcher übertraf 2023 einen DARPA-Rekord, indem es über 1 Kilowatt an handelsübliche Solarmodule lieferte, genug für eine Mikrowelle. Das Naval Research Laboratory führte 2023 ein Weltraum-Laserexperiment über 100 Tage durch, doch der Strahl legte weniger als 5 Fuß zurück und arbeitete mit einer Effizienz von 11 Prozent. Fattahi sagte WIRED, dass Effizienz, Nachführung, Wärmemanagement und das Überstehen von Jahren im kalten Vakuum noch Arbeit benötigen. Rush beschreibt sein Unternehmen als in der "Kriechphase".

Der Start selbst ist die andere Hälfte der Geschichte. CNBC berichtete am 28. September, dass die Federal Aviation Administration am 26. September eine Lizenz für den Start und die Wiedereintrittsoperationen von SpaceX Starship Super Heavy Flight 14 erteilte. Das 75-minütige Fenster öffnet sich um 8:15 Uhr ET von Starbase, Texas, aus, so die SpaceX-Website. Der Flug soll Starship erstmals in den Orbit bringen und 26 Starlink V3 Satelliten aussetzen. Keiner der 13 früheren Flüge sollte den Orbit erreichen.

SpaceX setzt auf Starship, um Starlink zu skalieren, das laut CNBC im zweiten Quartal der größte und einzige profitable Bereich ist. Das Unternehmen betreibt rund 11.000 aktive Satelliten, gegenüber etwa 650 von Eutelsat OneWeb. Die neuen V3-Satelliten, gebaut in Redmond, Washington, tragen Solararrays, die doppelt so viel Leistung erzeugen wie frühere Generationen und sind für schnellere Datenübertragung ausgelegt.

Das konkurrierende Konstellationsprojekt von Amazon bildet den Kontrast. The Verge berichtete am 28. September, dass zwölf Wochen seit Amazons letztem erfolgreichen Leo-Deployment vergangen sind. Am 2. Juli starteten 29 Satelliten auf einer United Launch Alliance Atlas V, wodurch die Gesamtzahl der gestarteten Leo-Satelliten auf 396 stieg. Vulcan ist seit Februar 2026 wegen einer Booster-Anomalie am Boden. Blue Origins New Glenn ist seit der Zerstörung seiner einzigen Startrampe im Mai am Boden. Ein ungenanntes Ariane 6 Komponente Problem soll Starts bis Ende 2026 stören. Amazon hat sechs weitere Arianespace A64 Starts bestellt, was den vertraglichen Gesamtbetrag auf 24 bringt, doch 36 Leo-Satelliten, die ursprünglich im Oktober fliegen sollten, wurden von der Website des europäischen Weltraumbahnhofs gestrichen. Die von Amazon gesetzte Frist für kommerzielle Verfügbarkeit Mitte 2026 ist ohne Update verstrichen.

Nicht jede Weltraum-Stromidee braucht den Orbit. CleanTechnica berichtete am 27. September, dass das 11-Megawatt Bowes Solar-Feld von Cultivate Power in Elgin, Illinois, auf 22 Acres passt, umgeben von Wohngebieten, Hochspannungsleitungen, Gleisen und einem Feuchtgebiet. Es nutzt ein hochdichtes Racksystem von Planted Solar, das etwa 2 Acres pro MWp benötigt, statt der üblichen 5 bis 7. Chronicle Media, zitiert von CleanTechnica, sagte, Abonnenten sparen 13.900.000 Dollar an ComEd-Rechnungen über 40 Jahre und der Standort wird in demselben Zeitraum 2.100.000 Dollar an Grundsteuererträgen generieren.

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Quellen

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  1. 01Space Lasers Are About to Get Their First Real Test Generating EnergyEN
  2. 02SpaceX prepares to send Starship rocket to orbit for first timeEN
  3. 03SpaceX preps next-gen Starlink as Amazon's competitor stallsEN
  4. 04Space Squeeze Forces Solar Developers To Get CreativeEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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