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YouTube einigt sich mit SESAC, Eiskunstläufer bekommt Minions-Freigabe, Fender vor Gericht

YouTube hat am Montag einen neuen Lizenzvertrag mit SESAC abgeschlossen. Zuvor waren am Wochenende Songs von YouTube und YouTube Music verschwunden. Ein spanischer Eiskunstläufer erhielt spät die Freigabe für eine Minions-Kür, und Thomann zog gegen Fender vor Gericht.

KulturNachrichtClara LindnerVeröffentlicht: 28. September 20264 Min. LesezeitQuellen 3
YouTube einigt sich mit SESAC, Eiskunstläufer bekommt Minions-Freigabe, Fender vor Gericht

Einige der meistgesehenen Musikvideos auf YouTube und YouTube Music waren am Samstag nicht mehr abrufbar. An ihrer Stelle stand eine kurze Meldung: "This video contains content from SESAC. It is not available in your country." Betroffen waren Songs von Adele, Kendrick Lamar, Britney Spears, Green Day, Kanye West und Burna Boy, wie The Verge am 29. September berichtete.

SESAC, die Society of European Stage Authors and Composers, besteht seit 1930. Nach eigenen Angaben lizenziert sie die öffentliche Aufführung von mehr als 1.500.000 Songs für mehr als 15.000 angeschlossene Songwriter, Komponisten und Verlage. Sie ist kleiner als BMI und ASCAP, vertritt aber große Namen. 2017 übernahm die Beteiligungsgesellschaft Blackstone den Verband. Die Sperrung verlief nicht einheitlich. The Verge bemerkte, dass ein Eintrag für Kanye Wests "Power" blockiert war, während die Musikvideo-Version weiter lief.

YouTube erklärte gegenüber The Verge, man habe in gutem Glauben verhandelt. Sprecherin Mariana de Felice sagte: "We have held good faith negotiations with SESAC to renew our existing deal. Unfortunately, despite our best efforts, we were unable to reach an equitable agreement before its expiration. We take copyright very seriously and as a result, content represented by SESAC is no longer available on YouTube in the US. We are in active conversations with SESAC and are hoping to reach a new deal as soon as possible."

Laut einer von Variety zitierten ungenannten Quelle könnte der Zeitpunkt eine Verhandlungstaktik gewesen sein, denn "the previous deal actually does not expire until next week." Am Montagnachmittag kündigte YouTube einen neuen Vertrag an und erklärte, die fehlende Musik werde "over the next day or two" wieder verfügbar sein.

Ein Läufer, eine Minions-Kür und eine späte Wende

Probleme mit Musikrechten betreffen nicht nur Streaming-Plattformen. Der spanische Eiskunstläufer Tomàs-Llorenç Guarino Sabaté erfuhr Ende letzter Woche, dass sein Kurzprogramm für die Winterspiele in Milano Cortina nicht freigegeben würde, wie der Guardian am 3. Februar berichtete. Guarino Sabaté hatte die Kür die ganze Saison gezeigt, sie baut auf Musik aus dem Minions-Franchise auf. Die Musik hatte er Monate zuvor über das von der International Skating Union empfohlene Verfahren zur Rechteklärung eingereicht und war damit ohne Probleme aufgetreten, unter anderem bei den Europameisterschaften im vergangenen Monat in Sheffield. Am Dienstag gab Universal ihm die Erlaubnis für das, was er "this one special occasion" nannte.

"Huge THANK YOU to everyone who reposted, shared and supported. Because of you Universal Studios reconsidered and officially granted the rights for this one special occasion," schrieb Guarino Sabaté auf Instagram. "There are still a couple things to be tied up with the other 2 musics of the programme but we are so close to accomplishing it!"

Der Generaldirektor der ISU, Colin Smith, sagte dem Guardian bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Boston, das Problem sei strukturell. "It's a complex issue, frankly, because the music industry has no common clearance platform," sagte er. "There are multiple buckets of rights, and within those buckets the clearance process isn't done on a single platform."

Andere Läufer hatten weniger Glück. Die kanadischen Eistänzer Marie-Jade Lauriault und Romain Le Gac verloren zwei Prince-Songs, die für ihren olympischen Rhythm Dance geplant waren. Die kanadischen Paarläufer Deanna Stellato-Dudek und Maxime Deschamps gaben eine Phil-Collins-Coverversion auf, nachdem ein Lizenzangebot im fünfstelligen Dollarbereich lag. Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking sahen sich die amerikanischen Paarlauf-Sieger Alexa Knierim und Brandon Frazier einer Urheberrechtsklage wegen einer Coverversion von House of the Rising Sun gegenüber, die später für eine nicht genannte Summe beigelegt wurde.

Fenders Abmahnungen landen vor Gericht

Am 22. Juni berichtete Guitar World, dass Thomann, das sich selbst als weltgrößten Musikhändler bezeichnet, gegen Fender wegen dessen Welle von Abmahnungen im Streit um die Stratocaster-Korpusform klagt. Thomanns Eigenmarke Harley Benton erhielt eine dieser Abmahnungen.

"After careful consideration, we have decided to take legal action," erklärte Thomann in seinem Blog. "We have done so because we are convinced that the questions raised here go far beyond a mere legal dispute and affect the future of diversity, innovation and competition in our industry."

Der Händler wurde 1954 gegründet, im selben Jahr, in dem Fender die Stratocaster auf den Markt brachte. Er nannte Tyler, Tom Anderson, Suhr, LsL, Maybach, Pensa, FGN und PRS als Marken, die seiner Ansicht nach nun gefährdet sind. Thomann-CEO Hans Thomann sagte: "Many of those affected do not have the financial and legal means to conduct such a legal dispute. We therefore see it as our responsibility to have this matter clarified in court not only for our own company, but for all parties involved."

Fenders juristischer Vorstoß folgte auf ein Versäumnisurteil des Landgerichts Düsseldorf im März, das "enforceable rights against any guitars using the Stratocaster body shape" in der EU zusprach. Im Mai verschickte das Unternehmen Abmahnungen an Firmen wie LsL Instruments und PRS Guitars. Fender beschreibt sein Vorgehen als "working directly with companies to find practical paths forward", die Schreiben lösten jedoch Kritik von Gitarren-YouTubern aus, von denen einige die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen beendeten.

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Quellen

3
  1. 01YouTube pulls songs from Adele, Nirvana, and others due to SESAC disputeEN
  2. 02Figure skater saved from scrapping Olympic routine after Minions music copyright disputeEN
  3. 03Thomann suing Fender over cease-and-desistsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Clara Lindner

Clara Lindner

Kultur, Küche und Lebensstil

Clara Lindner schreibt für FLASH24 über Kultur, Küche, Mode und Design, Alltagsleben und Geschichte und arbeitet dabei vor allem mit Primärquellen, Archiven und eigenen Vor-Ort-Besuchen. Bei Küchengeschichten prüft sie Rezeptangaben gegen historische Kochbücher und vergleicht Mengen- und Zeitangaben mehrerer Ausgaben. Für Kultur- und Geschichtstexte spricht sie mit Kuratoren, Designern und Gastronomen und wartet auf Festivalprogramme sowie Ausstellungskalender, um Termine und Werklisten abzugleichen. Ihre Festivalmarathons, Independent-Kino und Filmarchive nutzt sie, um film- und kulturgeschichtliche Bezüge in ihren Stücken zu prüfen. Sie veröffentlicht keine Angaben, die sie nicht selbst nachrecherchiert hat.

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