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ACCESS-Modell wird ausgeweitet, bevor es richtig angelaufen ist

Medicare zahlt Unternehmen für die Versorgung chronisch Kranker und vergütet sie nach Ergebnissen. Der Test läuft erst an, da kommen schon weitere Krankheitsbilder dazu.

GesundheitNachrichtHanna VogtVeröffentlicht: 20. September 20265 Min. LesezeitQuellen 2
ACCESS-Modell wird ausgeweitet, bevor es richtig angelaufen ist

Das ACCESS-Modell ist ein Medicare-Experiment. Die Behörde zahlt darin zugelassenen Unternehmen für die Betreuung von Patienten mit chronischen Erkrankungen. Das Programm wurde im vergangenen Jahr angekündigt. Es umfasst unter anderem Diabetes, arterielle Hypertonie, chronische Schmerzen des Bewegungsapparats, Depression und Angststörungen. Die wichtigste Änderung gegenüber der herkömmlichen Abrechnung ist die ergebnisorientierte Vergütung: Der Leistungserbringer bekommt mehr Geld, wenn sich der Zustand seiner Patienten verbessert.

Am 15. September 2026 gaben die Regulierer bekannt, dass die Liste der Krankheiten erweitert wird, die für das ACCESS-Modell in Frage kommen. Neu hinzu kommen substanzbezogene Störungen, Herzinsuffizienz, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Tabakkonsum sowie die langfristige Unterstützung bei Erkrankungen des Bewegungsapparats. Die neuen Pfade sollen im Frühjahr 2027 starten. Nach Angaben der Beamten werden nach der Erweiterung etwa drei von vier Personen mit Medicare-Anspruch für einen der Pfade in Frage kommen. Die Behörde veröffentlichte außerdem eine Liste mit 39 Leistungserbringern, die Begünstigte im Rahmen von ACCESS behandeln dürfen.

Wer davon profitiert und wer Risiken trägt

Ein ergebnisbasiertes Modell verändert die Geschäftslogik. Statt für einen Eingriff zu zahlen, zahlt man für die Erhaltung oder Verbesserung des Patientenzustands. Für Einrichtungen, die chronisch Kranke tatsächlich führen können, mit Telemonitoring, Schulung und regelmäßigem Kontakt, ist das eine Chance auf stabile Einnahmen. Für alle anderen ist es ein Risiko. Verbessern sich die Ergebnisse der Patienten nicht, sinken die Einnahmen, während die Kosten für die Versorgung bleiben.

Dass das Programm ausgeweitet wird, bevor es richtig angelaufen ist, wirft Fragen zur Reihenfolge der Maßnahmen auf. Parallel schlägt die Behörde eine Einschränkung der Abrechnung für die Fernüberwachung von Patienten vor. Diese Fernüberwachung ist eines der natürlichen Werkzeuge in der Versorgung chronischer Erkrankungen. Anders gesagt: Die eine Reform erweitert die Zahlungen für das Management chronischer Erkrankungen, die andere verengt den Kanal, über den diese Versorgung häufig erbracht wird.

Bei ergebnisorientierten Vergütungsmodellen stellt sich zudem die Frage der Patientenselektion. Wenn der Umsatz von der Verbesserung des Zustands der Kranken abhängt, kann der betreuende Anbieter Personen bevorzugen, bei denen eine Verbesserung wahrscheinlich ist. Deshalb sind die Art der Ergebnismessung und die Risikokorrektur in solchen Programmen genauso wichtig wie die Technologie, die sie unterstützen soll.

Für ländliche Systeme, die mit Personalmangel kämpfen, kann das Ergebnis des ACCESS-Modells besonders wichtig sein. Lässt sich die Versorgung von Diabetes oder Herzinsuffizienz mit teilweiser technologischer Unterstützung führen, kann die Vergütung nach Ergebnis für sie eine reale Finanzierungsquelle sein. Voraussetzung ist jedoch, dass die Technologie verfügbar und abrechenbar ist und nicht nur in Ankündigungen erklärt wird.

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Quellen

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  1. 01Medicare to expand its pilot that pays for technology to manage chronic diseasesEN
  2. 02Trump officials say AI will help save rural health careEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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