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Brookfield und Katars Qai finanzieren 2,5 Mrd. Pfund für Drax-Rechenzentrum

Brookfield und das katarische Unternehmen Qai bauen gemeinsam mit Drax einen Rechenzentrumscampus am Kraftwerk Drax in North Yorkshire. Für die erste Phase mit 100 MW sind zunächst 2,5 Mrd. Pfund vorgesehen, die Gesamtinvestition könnte 20 Mrd. Pfund übersteigen.

KI & ModelleAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 7. November 20263 Min. LesezeitQuellen 35
Brookfield und Katars Qai finanzieren 2,5 Mrd. Pfund für Drax-Rechenzentrum

Das Geld kommt über Radiant, Brookfields KI-Infrastrukturplattform mit Sitz im Vereinigten Königreich, und über Qai, das KI-Unternehmen des katarischen Staatsfonds. Die Partner wollen auf dem 1.000 Hektar großen Drax-Gelände Rechenzentrumskapazität im Gigawatt-Maßstab aufbauen. Die erste Phase ist auf bis zu 100 MW ausgelegt und soll ab dem ersten Quartal 2028 in Betrieb gehen, sofern die Baugenehmigung vorliegt und die Nutzung des von Drax erzeugten Stroms genehmigt wird.

Standortvorteile und schrittweiser Ausbau

Das Drax-Areal hat 4 GW Netzzugang, 2,6 GW aktive regelbare Erzeugung und bereits vorhandene Kühlsysteme. Die erste Phase nutzt einen bestehenden Netzanschluss, spätere Phasen sollen Strom direkt aus den Biomassegeneratoren des Kraftwerks beziehen. Phase zwei soll zwischen 2028 und 2031 auf 500 MW wachsen, Phase drei nach 2031 weitere Kapazität hinzufügen. Insgesamt streben die Partner mehr als 1 GW an.

Brookfield zufolge könnten die Gesamtinvestitionen in das Projekt 20 Mrd. Pfund übersteigen, sobald die Ausgaben für Halbleiterchips mitgerechnet werden, einschließlich der ersten 2,5 Mrd. Pfund für Phase eins. Es ist Brookfields bislang größter Vorstoß in den britischen Rechenzentrumsmarkt. Vollständig gebaut könnte es eines der größten Rechenzentren im Vereinigten Königreich werden, sagte Drax-Chef Will Gardiner.

Die Aktie des in London notierten Drax stieg nach der Ankündigung um 6 Prozent auf 863 Pence. Für Drax ist der Deal ein Gewinn. Das Unternehmen sah sich zuletzt Fragen ausgesetzt, woher die Holzpellets stammen, die es verbrennt.

"Drax Power Station ist einer der wenigen Standorte im Vereinigten Königreich, die großen und verlässlichen Strom direkt an Rechenzentrumskunden liefern können, indem sie bestehende und nicht ausgelastete Erzeugungskapazität nutzen", sagte Gardiner.

Erste Investition des Gemeinschaftsunternehmens von Brookfield und Qai

Es ist die erste Investition des im Dezember 2025 gegründeten Joint Ventures für KI-Infrastruktur von Brookfield und Qai. Qai steht für Qatar AI, eine Tochter der Qatar Investment Authority, die 526.000.000.000 Dollar verwaltet. Das Gemeinschaftsunternehmen gehört zu Brookfields umfassenderem KI-Programm, das bis zu 100.000.000.000 Dollar in Energie, Flächen, Rechenzentren und Rechenleistung anvisiert und im November 2025 mit NVIDIA und der Kuwait Investment Authority startete.

Abdulla Al-Misnad, Vorsitzender und Geschäftsführer von Qai, sagte, das Projekt sei eine wichtige Initiative des Joint Ventures und Teil seiner internationalen Strategie für KI-Infrastruktur. Beide Firmen brächten ihre Erfahrung mit kritischer Infrastruktur in großem Maßstab ein. Sikander Rashid, Brookfields Leiter für KI-Infrastruktur, sagte, das Projekt sichere Hunderte Arbeitsplätze und schaffe viele direkte und indirekte Stellen in der weiteren Region Yorkshire.

Umgehung der Netzwarteschlange

Entwickler von Rechenzentren in Europa schließen sich zunehmend mit Energieversorgern zusammen, um lange Warteschlangen beim Anschluss an das überregionale Stromnetz zu umgehen.

Die Unternehmen teilten mit, nach erster Einschätzung passe das Projekt zum neuen Data Centre Covenant der Regierung. Diesen beschreiben sie als Weg zu schnellerem Strom und schnellerer Genehmigung für strategisch wichtige Rechenzentren. Gardiner sagte, nun gehe es darum, aus dem Vorhaben tatsächliche Umsetzung zu machen, "damit solche Projekte so schnell vorankommen, wie es das Vereinigte Königreich braucht, um um globale KI-Investitionen zu konkurrieren".

Mahdi Yahya, Geschäftsführer von Radiant, sagte: "Weil wir im Vereinigten Königreich planen, bauen und betreiben, erhalten britische Forscher, Start-ups und Unternehmen Zugang zu Spitzenrechenleistung im eigenen Land."

Bedingungen und nächste Schritte

Der Fortgang der ersten Phase hängt von einer rechtzeitigen Baugenehmigung ab, außerdem von regulatorischen und Netzfreigaben der Regierung und des Netzbetreibers sowie von der Sicherung eines geeigneten Mieters. Eine Bürgerbeteiligung soll in Kürze beginnen, danach folgt das förmliche Genehmigungsverfahren. Die Partner wollen einen freiwilligen Fonds für die Gemeinde einrichten, getrennt von etwaigen Auflagen aus dem Genehmigungsverfahren und zusätzlich dazu.

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Quellen

35
  1. 01Qatar sovereign wealth fund and Brookfield back supersized UK data centerEN
  2. 02Brookfield And QIA Invest Initial £2.5B In UK Data Centre ProjectEN
  3. 03Drax, Brookfield, Radiant and Qai announce data centre partnershipEN
  4. 04Brookfield, QIA and Drax to build £20bn Northern England data centre projectEN
  5. 05Brookfield-Qai propose £20bn Drax data centre campusEN
  6. 06£20bn partnership to deliver gigawatt-scale data centre capacity at power stationEN
  7. 07EQT eyes Gulf SWFs for data center agreements as QIA invests in UK capacityEN
  8. 08Qatar's sovereign wealth fund is looking to invest in data centers and warehousesEN
  9. 09Crusoe sells troubled Wyoming data center project to GoogleEN
  10. 10All the latest updates on AI data centersEN
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  34. 34AI-driven data centers: Revolutionizing decarbonization strategiesEN
  35. 35Drax, Brookfield and Radiant Partner on GW-Scale AI Data Centre at Drax Power Station in £20B Plan - AI InsiderEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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