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Chip-Exportkontrollen fehlten auf der Agenda des Xi-Trump-Gipfels

Die US-Exportkontrollen für fortgeschrittene Chips nach China wurden auf dem dieswöchigen Gipfel zwischen Xi Jinping und Donald Trump in Washington kaum thematisiert. Die offiziellen Berichte beider Seiten enthalten keine direkte Erwähnung der Beschränkungen.

WeltNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 28. September 20264 Min. LesezeitQuellen 7
Chip-Exportkontrollen fehlten auf der Agenda des Xi-Trump-Gipfels

Das chinesische Außenministerium kündigte acht Ergebnisse des Gipfels an, darunter den Start eines Dialogs zwischen China und den USA über KI-Risiken.

US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer erklärte gegenüber CNBC, dass Exportkontrollthemen mit Bezug zur nationalen Sicherheit nicht Teil der dieswöchigen Handelsverhandlungen waren. Diese Darstellung, die UA.NEWS am 26. September berichtete, stimmt mit den Zusammenfassungen beider Regierungen überein. Export Compliance Daily meldete am 28. September, die letzte Woche verlängerte wirtschaftliche und handelspolitische Waffenruhe zwischen den USA und China sei „fragiler, als beide Seiten zugeben“. Ehemalige US-Beamte und Politik-Analysten, die von dem Medium zitiert wurden, erwarten, dass Peking weiter Druck auf Washington ausüben wird, um Exportkontrollen aufzuheben und chinesische Unternehmen von den Listen der eingeschränkten Parteien zu streichen.

Beschränkungen bleiben in Kraft

Das Fehlen öffentlicher Auseinandersetzungen bedeutet nicht, dass die Regeln gelockert wurden. Die Trump-Regierung hat die von der Biden-Regierung im Oktober 2022 eingeführten Kontrollen weitgehend beibehalten. Diese beschränken den chinesischen Zugang zu fortgeschrittenen Chips und der Ausrüstung zu ihrer Herstellung. Laut der aktuellen Übersicht von LawSnap vom 27. September 2026 erfordern fortgeschrittene integrierte Schaltkreise, Halbleiterherstellungsausrüstung und verwandte Artikel, die bestimmte Leistungsschwellen überschreiten, für die meisten Bestimmungsorte eine BIS-Lizenz. Das System gliedert die Bestimmungsorte in sich überlappende Stufen.

Enge US-Verbündete in der Ländergruppe A:5 unterliegen minimalen Beschränkungen. Bestimmungsorte unter Waffenembargo in der Ländergruppe D:1, einschließlich China für die fortgeschrittensten Chip-Technologien, stehen vor nahezu vollständigen Beschränkungen. Lizenzanträge werden dort unter der Vermutung einer Ablehnung geprüft. Getrennt davon erfordern die Entity-List-Bezeichnungen für SMIC und Huawei eine BIS-Lizenz für jeden Artikel, der unter die EAR fällt, einschließlich EAR99-Artikel.

„Das Modell zieht eine Grenze“, sagte Mo Faisal, CEO von Movellus. „Es ist so, als würde es sagen: ‚Hey, du betrittst das Gebiet, in dem ich arbeite. Bleib in deiner Spur.'“

Die Foreign Direct Product Rule erweitert die EAR-Jurisdiktion auf nicht in den USA hergestellten Artikel, die das direkte Produkt von US-kontrollierter Technologie oder Software sind oder mit Ausrüstung hergestellt werden, die selbst ein solches direktes Produkt ist. LawSnap nennt den Fall Applied Materials als deutlichstes Durchsetzungsbeispiel: Die BIS stellte am 25. September 2020 einen Is-Informed-Brief für bestimmte SMIC-Transaktionen aus. Das Unternehmen einigte sich später auf eine Strafe von 252.500.300 US-Dollar, 56 Verstöße, eine dreijährige ausgesetzte Denial Order und zwei verpflichtende jährliche Compliance-Audits gemäß einer endgültigen Anordnung vom Februar 2026.

Analyst fordert Untersuchung gegen AMD

Am 24. September berichtete Tom's Hardware, dass Dylan Patel, Leiter der Analysefirma SemiAnalysis, eine Hochverratsuntersuchung gegen AMD forderte. Er verwies darauf, dass Chinas Puzhi Electronic Technology ein System über Crowdfunding finanziere, das auf AMDs Zynq UltraScale+ XCZU47DR RFSoC basiert, einem exportkontrollierten Dual-Use-Komponente. Patel schrieb, der US-Listenpreis liege bei 36.000 US-Dollar pro Chip, während US-Unternehmen bei Großmengen 4.000 bis 5.000 US-Dollar zahlen. In China wurde der Preis für Crowdfunding-Kampagnen mit 1.000 US-Dollar angegeben.

AMD erklärte gegenüber Tom's Hardware, es habe die Chips nicht direkt in die eingeschränkte Region verkauft oder geliefert. Ein Sprecher sagte, das Unternehmen untersuche alle vermuteten Umleitungsfälle, melde Verstöße den zuständigen Behörden und beende die Geschäftsbeziehungen mit dem betroffenen Unternehmen. Eine Untersuchung in diesem konkreten Fall bestätigte er nicht ausdrücklich. Puzhi positioniert seine Systeme für „professionelle Ingenieure“ und „fortgeschrittene Forscher an Universitäten“, so derselbe Bericht. Tom's Hardware merkte an, dass solche Systeme auch für andere Anwendungen verwendet werden können.

Der eigene Anstrengungen Chinas in der Lieferkette bilden den Hintergrund. Die Wochenübersicht von SemiEngineering vom 25. September berichtete, dass die SIA angibt, China strebe eine 80-prozentige Chip-Selbstversorgung bis 2030 an. Dazu gehört die Anforderung, dass Chip-Hersteller mindestens 50 % inländische Halbleiterherstellungsausrüstung verwenden, sowie ein 20-prozentiger Preisvorteil für qualifizierende inländische Produkte in der staatlichen Beschaffung.

Paul Triolo, Partner bei DGA-Albright Stonebridge Group, sagte dem South China Morning Post, die aktuelle Pause könnte vorübergehend sein. Er verwies auf Gesetzgebungsanstrengungen im US-Kongress, einschließlich des Match Act, der Verbündete wie Japan und die Niederlande dazu bringen soll, Beschränkungen für den Verkauf von Ausrüstung zur Herstellung fortgeschrittener Chips nach China abzustimmen. Triolo meinte, chinesische Beamte könnten neue Beschränkungen als Verletzung der im Oktober 2025 in Busan erreichten Vereinbarungen betrachten. Sie könnten darauf reagieren, indem sie die Kontrollen über Seltenerdmetalle und die Ausrüstung zu ihrer Herstellung ausweiten.

Die Senats-Demokraten haben Druck in die andere Richtung aufrechterhalten. Export Compliance Daily berichtete, dass vier demokratische Senatoren am 23. September eine Pressekonferenz abhielten, um Mehrheitsführer John Thune aufzufordern, drei chipbezogene Exportkontrollgesetze auf die Tagesordnung zu setzen. Es gibt keine unmittelbaren Anzeichen für eine Abstimmung im Plenum.

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Quellen

7
  1. 01US chip controls not key Xi-Trump summit topic — SCMPEN
  2. 02Why US chip controls took a back seat at the Xi-Trump summitEN
  3. 03Articles for "Chip Export News"EN
  4. 04BIS Semiconductor Export Controls — Framework OverviewEN
  5. 05Analyst Calls for AMD Investigation over Restricted Chips in ChinaEN
  6. 06Chip Industry Week In ReviewEN
  7. 07When AI Agents Cross Chip Design SilosEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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