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IBM erweitert Quantenforschung in Indien, Japan fördert Immuntherapie-Projekt

IBM erklärte am 2. Oktober, zwei langjährige Forschungszusammenarbeit in Indien mit dem IIT Bombay und dem Indian Institute of Science zu erweitern. Diese umfasst die Entwicklung von Quantenalgorithmen sowie agentische und souveräne KI. Am selben Tag wurde ein japanisches Projekt von fünf Organisationen zur Krebsimmuntherapie mit Quantencomputing für eine NEDO-Förderung ausgewählt.

TechnologieAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 2. Oktober 20264 Min. LesezeitQuellen 10
IBM erweitert Quantenforschung in Indien, Japan fördert Immuntherapie-Projekt

IBM hat zwei Forschungspartnerschaften in Indien erweitert, wie das Unternehmen am 2. Oktober mitteilte. Die Zusammenarbeit mit dem Indian Institute of Technology Bombay begann im Jahr 2018, jene mit dem Indian Institute of Science im Jahr 2021. HPCwire berichtete am selben Tag über die Ankündigung. Der Bereich IISc deckt agentische Systeme, KI für Anwendungen und die Entwicklung von Quantencomputing-Algorithmen ab.

Der Quantenteil ist eng und spezifisch. Laut HPCwire werden die beiden Seiten die Orchestrierung für Quanten- und Hochleistungsrechnen untersuchen. Sie nutzen dabei klassische Diagonalisierungsalgorithmen mit Approximations-Toleranz, um Quanten-Unterraum-Iterationmethoden zu verbessern. Angaben zu Hardware, Qubit-Anzahl oder Lieferdatum wurden nicht gemacht.

Dr. Amith Singhee, Direktor von IBM Research India und CTO für IBM Indien und Südasien, ordnete die Arbeit ein: „Die nächste Welle des Rechnens wird durch Fortschritte in agentischer KI, souveräner KI und Quantencomputing geprägt werden“, sagte er laut HPCwire.

Tokyo setzt Quantenrechnen für Krebsimmuntherapie ein

Auch am 2. Oktober wurde ein gemeinsames japanisches Projekt zur Krebsimmuntherapie der nächsten Generation mit Quantencomputing für die Large-Scale Demonstration for Use Case Creation im Rahmen eines NEDO-Programms ausgewählt. NEC, Taiho Pharmaceutical, die Japanese Foundation for Cancer Research, AIST und die Waseda-Universität sind die fünf Teilnehmer, berichtete HPCwire. Das Ziel ist eine Berechnungs- und Evaluationsplattform zur Gestaltung und immunologischen Validierung von Neoantigen-Kandidaten.

Der leitende Forscher der Waseda-Universität ist Professor Nozomu Togawa der Fakultät für Wissenschaft und Technik, so der Bericht. Das Projekt zielt auf MHC-Klasse-II-vermittelte Immunantworten ab, die die Teilnehmer als komplex und weniger verstanden beschreiben. Eine systematische Methode zur Gestaltung und Optimierung von Neoantigen-Kandidaten existiert noch nicht. Das ist eine Problemstellung, kein Ergebnis.

Beide Punkte gehören zu einem breiteren institutionellen Vordringen. Das US-Energieministerium veröffentlichte seinen SCAC Quantum Committee Report, eine Roadmap zur Demonstration eines wissenschaftlich relevanten, fehlertoleranten Quantencomputers bis 2028 und einer langfristigen Vision für eine dedizierte Quantum Computing User Facility. Das Fermilab-Dokument besagt, dass der Unterausschuss von Fermilab-CTO Anna Grassellino geleitet wurde, mit University-of-Chicago-Professor Supratik Guha als Stellvertreter, und auf Hunderte Mitwirkende im US-Quanten-Ökosystem zurückgriff. Der im Bericht formulierte Wandel besteht darin, den Erfolg nicht nur anhand von Hardware-Metriken, sondern nach wissenschaftlicher Nützlichkeit zu messen.

Hardware-Ergebnisse kommen schneller als Deployment

Die Forschungspipeline bewegt sich ebenfalls. Am 1. Oktober berichtete ScienceDaily, dass Forscher der University of Surrey ein Qubit-Design auf Basis von suprafluidem Helium-3 vorschlugen, veröffentlicht in npj Quantum Information. Berechnungen deuten auf Fehlerquoten hin, die um den Faktor 100 niedriger sind als bei herkömmlichen supraleitenden Qubits. Die Erstautorin Priya Sharma sagte, die Mathematik „sagt uns, dass es funktionieren sollte“ und dass der nächste Schritt ein Prototyp sei. Ein Prototyp existiert noch nicht.

Andere kürzlich erzielte Ergebnisse sind experimentell. Ein vom Duke Quantum Center geführtes Team simulierte String Breaking auf einem 13-Ionen-Quantensimulator, veröffentlicht am 23. September in Nature Physics. Christopher Monroe sagte, Quantensimulation sei die beste verfügbare Plattform, abgesehen vom Zeugen des Urknalls. Unabhängig davon demonstrierte eine Kooperation aus UChicago PME, Harvard, Stony Brook und Quantinuum einen universellen Gattersatz unter Verwendung nicht-abelscher Anyonen auf 54 Qubits des Quantinuum-H2-Prozessors, veröffentlicht in Nature. Forscher aus Kyoto und Hiroshima berichteten über eine verschränkte Messung für 3-Photonen-W-Zustände, 25 Jahre nach dem Äquivalent für GHZ-Zustände, laut ScienceDaily am 29. September.

Handels- und Infrastruktur-Nachrichten sind dünner und meist zukunftsgerichtet. General Compute unterzeichnete am 2. Oktober eine mehrjährige Vereinbarung, um Cerebras-Wafer-Scale-Hardware ab Q1 2027 anzubieten. Wert und Umfang wurden nicht offengelegt, berichtete DataCenterDynamics. Quantum Space führte am 30. September eine Start-Verarbeitungs-Auftragsbestätigung mit All Points Logistics für seine Prime-Mission durch, mit dem Ziel der zweiten Jahreshälfte 2027.

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Quellen

10
  1. 01IBM Expands Research Partnerships in India for AI and Quantum ComputingEN
  2. 02Japan Backs Quantum Computing Project for Cancer Immunotherapy ResearchEN
  3. 03DOE releases national quantum computing roadmap following field-wide effort led by SCAC subcommitteeEN
  4. 04This new qubit could be 100 times less error-prone in superfluid quantum computer breakthroughEN
  5. 05Quantum computer simulates matter “popping into existence”EN
  6. 06Quantum computing's “dark horse” just proved it can go universalEN
  7. 07Quantum teleportation breakthrough: Scientists crack a 25-year entanglement challengeEN
  8. 08General Compute signs multi-year agreement with CerebrasEN
  9. 09Quantum Space Executes Launch Processing Agreement with All Points Logistics for Prime MissionEN
  10. 10Argonne: Building Scientific Computing Ecosystems for AI-Enabled DiscoveryEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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