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Nigeria will am 16. November Anleihen für 2 Billionen Naira verkaufen, nachdem die Renditen im Oktober gestiegen sind

Das Debt Management Office Nigerias will am 16. November Anleihen für 2 Billionen Naira anbieten, ein vorläufiges Ziel. Zuvor waren die durchschnittlichen Anleiherenditen im Oktober auf 16,18 Prozent gestiegen, nach 15,95 Prozent im September. Die Liquidität im Bankensystem legte im selben Monat um 56,75 Prozent auf 7,373 Billionen Naira zu.

KonjunkturErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 10
Nigeria will am 16. November Anleihen für 2 Billionen Naira verkaufen, nachdem die Renditen im Oktober gestiegen sind

Im November werden Papiere für rund 10,85 Billionen Naira fällig, davon 8,927 Billionen Naira Zentralbankpapiere und 1,919 Billionen Naira Treasury Bills. Das geht aus Daten der Financial Markets Dealers Association hervor. Damit ist das Volumen mehr als fünfmal so groß wie die 2 Billionen Naira, die das Debt Management Office am 16. November anbieten will. Analysten zufolge könnte das fällige Papier die Nachfrage bei der Auktion stützen und die Kreditkosten senken.

David Precious, leitender Marktanalyst bei der EBC Financial Group, sagt, die Anleger entschieden mit ihrem fälligen Geld über den Ausgang. "Wenn kurzfristige Papiere fällig werden, erhalten Anleger Cash und wählen zwischen einem weiteren kurzfristigen Papier und einer Anleihe", sagte er. "Eine Anleihe bindet das Geld für mehrere Jahre, deshalb brauchen Anleger eine Rendite, die das lohnt. Kommt genug Geld in die Anleiheauktion, konkurrieren die Käufer um dieselben Papiere, und die Regierung kann die 2 Billionen Naira womöglich zu einer niedrigeren Rendite aufnehmen."

Einige Rückzahlungen im November könnten erst nach der Abrechnung der Auktion vom 16. November eingehen. Dann stünde weniger Geld für eine Wiederanlage zur Verfügung.

Die Auktion im Oktober: mehr Angebot, dünnere Deckung

Die Zuteilungen von FGN-Anleihen stiegen im Oktober um 25,70 Prozent auf 2,010 Billionen Naira, nach 1,599 Billionen Naira im September. Damit war dies das einzige der drei Instrumente mit einem Anstieg, wie aus dem Marktbericht der FMDA für Oktober hervorgeht. In der Summe stecken 800 Milliarden Naira nicht wettbewerbliche Zuteilungen, nach 850 Milliarden Naira im September, so Cowry Asset. Bei der Auktion am 19. Oktober teilte das DMO über wettbewerbliche Gebote rund 1,2 Billionen Naira zu, nach 748,64 Milliarden Naira im September. Das Bid-to-Cover-Verhältnis bei FGN-Anleihen fiel auf das 1,00-Fache von 1,49, die Gebote deckten also nur das angebotene Volumen.

Das DMO bot nach Angaben von Cowry Asset rund 1,8 Billionen Naira über die Anleihen von Februar 2034, September 2036 und Juni 2038 an, nach 1 Billion Naira im September. Die Zeichnungen stiegen auf 1,7 Billionen Naira von 1,5 Billionen Naira, das Verhältnis von Geboten zu Angebot sank damit auf das 1,0-Fache von 1,5.

Was die Regierung zahlt

Die Anleihe von Februar 2034 kam bei 16,99 Prozent unter, nach 15,50 Prozent bei ihrer vorigen Emission. Die Anleihe von September 2036 stieg um 50 Basispunkte auf 17,29 Prozent von 16,79 Prozent, die Anleihe von Juni 2038 um 34 Basispunkte auf 17,19 Prozent.

Cowry Asset erklärte, die Neubewertung zeige, dass das DMO wettbewerbsfähigere Renditen bieten musste, um bei steigendem Angebot Geld anzuziehen. Das Unternehmen teilte Anlegern mit, das größere Emissionsvolumen habe seinen Preis:

"Wir halten diesen Ansatz für eine Stütze des inländischen Kreditprogramms der Regierung. Das höhere Emissionsvolumen erhöht aber auch die Gefahr eines anhaltenden Aufwärtsdrucks auf die Kreditkosten, weil Anleger die Renditen neu bewerten, die sie für zusätzliche Staatsschulden verlangen."

Warum die Renditen trotz des Geldes stiegen

Die Anleger verlangten weiter höhere Renditen, weil der Leitzins bei 23 Prozent liegt, nachdem die CBN ihn am 22. September um 350 Basispunkte gesenkt hatte, und die Inflation im September 14,63 Prozent betrug, nach 15,39 Prozent im August. Damit liegt der Leitzins deutlich über der Inflation, und langlaufende Anleihen müssen mit kurzfristigen Papieren konkurrieren, die mehr abwerfen.

Die Rendite der zehnjährigen nigerianischen Anleihe stieg im Oktober um 40 Basispunkte auf 16,63 Prozent, während die US-Rendite um 36 Basispunkte auf 4,93 Prozent fiel und die japanische um 30 Basispunkte. In Südafrika sank die Rendite um 23 Basispunkte, in Großbritannien um 14 und in China um sechs, während sie in Kenia um 13 auf 12,53 Prozent stieg. Der Aufschlag Nigerias gegenüber der US-Anleihe lag bei etwa 11,70 Prozentpunkten. Die FMDA führte die Bewegung im Inland auf die schwächere Auktionsnachfrage zurück, nicht auf eine geldpolitische Anpassung. Die durchschnittlichen Renditen von Treasury Bills stiegen um 28 Basispunkte auf 18,02 Prozent.

Die gesamten Auktionszuteilungen im Oktober sanken über NTBs, OMO-Papiere und FGN-Anleihen um 55,86 Prozent auf 9,501 Billionen Naira, nach 21,527 Billionen Naira im September. Treiber war ein Rückgang der OMO-Emissionen um 64,69 Prozent auf 6,182 Billionen Naira. Das Bid-to-Cover-Verhältnis der NTBs fiel auf das 2,19-Fache von 5,11, das der OMO-Papiere auf das 1,70-Fache von 3,69. Die CBN beendete den Oktober als Netto-Liquiditätsgeber von rund 2,87 Billionen Naira, nach einem Nettoabzug von rund 6,62 Billionen Naira im September, weil OMO-Fälligkeiten von 9,051 Billionen Naira die zugeteilten 6,182 Billionen Naira überstiegen.

Anfang November verkaufte die CBN wieder mehr OMO-Papiere und teilte bei einer Auktion am 3. November rund 2,95 Billionen Naira zu, fast die Hälfte des Oktobervolumens in einem einzigen Geschäft, bei einem Angebot von 1,5 Billionen Naira und Stoppsätzen von 17,67 bis 17,77 Prozent, wie Nairametrics berichtete. Eine Rückkehr zu aggressiver OMO-Emission würde einen Großteil des Zuflusses im November aufsaugen, so die FMDA.

Wie es weitergeht

Der vorläufige Kalender des DMO für das vierte Quartal sieht Anleiheangebote von 2 Billionen Naira am 16. November und am 14. Dezember vor, nach 1,75 Billionen Naira im Oktober. Der Kalender ist vorläufig, die endgültig aufgenommene Summe kann daher vom Ziel von 2 Billionen Naira abweichen.

Von Januar bis September wurden FGN-Anleihen im Wert von 7,15 Billionen Naira zugeteilt, mehr als das Doppelte der 3,48 Billionen Naira ein Jahr zuvor, so CSL Research. CSL Research erklärte, das zusätzliche Angebot könnte weitere Rückgänge der Renditen begrenzen.

Die Auktion am 16. November wird zeigen, ob das fällige Geld den Anleihemarkt erreicht oder von der CBN aufgesogen wird. Der akzeptierte Satz bestimmt dann die Zinslast der Regierung für die Laufzeit der Anleihen. Die nächste Sitzung des geldpolitischen Ausschusses ist für den 23. und 24. November angesetzt.

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Quellen

10
  1. 01Bond yields climb despite liquidity surge ahead of N2 trillion saleEN
  2. 02Nigeria's securities auctions fall 55.86% to N9.501 trillion in OctoberEN
  3. 03Nigeria's securities auction allotments fall 56% to $7.1bn in October as OMO sales slumpEN
  4. 04DMO Raises N2trn From Bonds To Fund Nigeria's Budget DeficitEN
  5. 05CBN to sell N700 billion T-Bills September 3 in one of final Q3 auctions - NairametricsEN
  6. 06OpenAI valued at $1.25 trillion, as rival Anthropic nears its IPOEN
  7. 07OpenAI Completes $11 Billion Portion of Funding at $1.25 Trillion ValueEN
  8. 08As Diesel Costs Surge for Farmers & Rural Businesses, Solar Offers a LifelineEN
  9. 09VMO2 to axe 30% staff costs, halt fiber build in £800M savings planEN
  10. 10Here's how much Trump's Iran war has added to Americans' fuel costsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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