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OPEC-Förderung steigt im Oktober um 930.000 Barrel pro Tag auf 88 Prozent des Februar-Niveaus

Die OPEC hat ihre Rohölförderung im Oktober um 930.000 Barrel pro Tag auf 22,8 Millionen Barrel pro Tag erhöht. Das sind rund 88 Prozent der Menge, die dieselben Mitglieder im Februar förderten, wie eine am 6. November veröffentlichte Umfrage von Bloomberg zeigt.

KonjunkturNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20263 Min. LesezeitQuellen 27
OPEC-Förderung steigt im Oktober um 930.000 Barrel pro Tag auf 88 Prozent des Februar-Niveaus

Saudi-Arabien führte die Erholung der Golf-Förderung im Oktober an, so das Ergebnis der Bloomberg-Umfrage. Der Anstieg folgte auf den Krieg mit dem Iran, der am 28. Februar begann und die Straße von Hormus faktisch schloss. Damit stockten die Exporte aus dem Golf. Seit einer Absichtserklärung vom 17. Juni über die Beendigung des Krieges hat der Schiffsverkehr durch die Meerenge wieder zugenommen. Bis Oktober hatten sich die Golf-Ströme weitgehend erholt.

Förderung erholt sich von Kriegstief

OPEC+ hob die Förderziele über weite Teile des Jahres 2026 an, doch die meisten dieser Erhöhungen blieben wegen des Konflikts im Nahen Osten auf dem Papier, berichtet Reuters. Im Juni lag die OPEC-Förderung bei 19,43 Millionen Barrel pro Tag und erholte sich damit vom niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die Zahl von 22,8 Millionen Barrel pro Tag aus der Umfrage bezieht sich nur auf die OPEC-Mitglieder. Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören nicht mehr dazu, sie sind im Mai ausgetreten. Sie ist nicht identisch mit der Förderung der sieben OPEC+-Länder, die Quoten festlegen. Zu diesen zählen auch die Nicht-OPEC-Produzenten Russland, Kasachstan und Oman.

Auch die Exportströme aus dem Golf haben sich erholt. JPMorgan bezifferte die Rohölexporte des Nahen Ostens auf rund 17,5 Millionen Barrel pro Tag, etwa 98 Prozent des Vorkriegsniveaus, wie die Financial Express berichtet. Kpler gab die Rohölexporte aus dem Golf für September mit mindestens 16,5 Millionen Barrel pro Tag an. Das Unternehmen teilte mit, dass etwa 40 Prozent des Golföls inzwischen abfließen, ohne die Straße von Hormus zu passieren, gegenüber 17 Prozent vor dem Krieg. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate setzen stärker auf Pipelines.

OPEC+ hält November-Ziele fest

Die sieben Kernmitglieder von OPEC+ ließen ihre Förderziele für November bei einem Treffen am 4. Oktober unverändert, berichtet Reuters. Die Gruppe umfasst Saudi-Arabien, Russland, den Irak, Kuwait, Algerien, Kasachstan und Oman. Diese sieben Länder förderten im August 25 Millionen Barrel pro Tag, 630.000 Barrel pro Tag mehr als im Juli, aber rund 5 Millionen Barrel pro Tag weniger als im Februar, zeigen OPEC-Daten.

Für die meisten Mitglieder bleiben Kürzungen von etwa 2 Millionen Barrel pro Tag bestehen. "Trotz steigender Ströme durch die Straße von Hormus liegen ihre Fördermengen weiter deutlich unter der Quote", sagte UBS-Analyst Giovanni Staunovo. "Folglich bleibt der Ölmarkt angespannt."

Eine separate Ministergruppe von OPEC+, das Joint Ministerial Monitoring Committee, traf sich am 4. Oktober, um den Markt zu bewerten. Sie legt keine Politik fest.

Preise bleiben hoch, Frachtkosten belasten

Brent wurde über 100 Dollar pro Barrel gehandelt, nach rund 73 Dollar vor Beginn des Krieges Ende Februar, berichtet Reuters. Angriffe auf Schiffe nahe der Straße von Hormus und die Kosten für den Abtransport des Öls aus dem Golf halten die Preise hoch. Von der The Wall Street Journal zitierten Schiffsmaklern zufolge verteuern die Pendelfahrten, mit denen Rohöl aus dem Golf gebracht wird, den Preis um 15 bis 20 Dollar pro Barrel vor Versicherungskosten, wie die Financial Express berichtet. Die britische Maritime Trade Operations meldet seit dem 28. September sieben Angriffe auf Schiffe rund um die Meerenge.

Quoten für 2027 warten auf Kapazitätsprüfung

Der Krieg hat die Kapazitätsprüfung verzögert, die für die Festlegung der Förderquoten für 2027 nötig ist, sagten Branchenquellen zu Reuters. Änderungen der Förderpolitik sind diesen Quellen zufolge vor 2027 unwahrscheinlich. Die Gruppe braucht das Ergebnis der Prüfung, um zu entscheiden, wie mögliche Erhöhungen verteilt werden.

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Quellen

27
  1. 01OPEC Output Neared Pre-War Levels on Saudi Rebound, Survey ShowsEN
  2. 02Oil prices fall for fourth day as midterm elections ease fears of Iran War escalationEN
  3. 03Oil Prices Crash Over 3% as Iran Peace Talks Push Brent Toward $109 Despite OPEC+ Supply FreezeEN
  4. 04OPEC+ holds output as Gulf oil flows recover: why prices remain highEN
  5. 05OPEC+ to keep November oil output targets steadyEN
  6. 06OPEC+ agrees to keep November oil output targets steadyEN
  7. 07Bitcoin catches a break from falling oil prices, but OPEC+ raises new Fed concernsEN
  8. 08Oil Prices Slip as OPEC+ Raises Output: What It Means for Global MarketsEN
  9. 09OPEC+ announces 188,000 barrels-per-day output increase in first meeting without UAE - CNBCEN
  10. 10OPEC+ announces symbolic oil output rise during Strait of Hormuz closure - Al JazeeraEN
  11. 11OPEC+ countries say they will expand monthly oil production - Al JazeeraEN
  12. 12Oil Prices Climb After OPEC Announces Modest Output Hike - Crude Oil Prices Today | OilPrice.comEN
  13. 13OPEC+ Keeps November Oil Output Targets Unchanged as War Disrupts ExportsEN
  14. 14OPEC+ keeps oil output policy unchanged for OctoberEN
  15. 15OPEC expects oil prices at $85-95 over next decadeEN
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  17. 17What Impacts Crude Oil Prices? OPEC, Geopolitics, and More - Sharecast.comEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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