Rechnungsprüfer von Ohio meldet Angriff ausländischer Cyberkrimineller auf Webserver
Der Rechnungsprüfer des US-Bundesstaats Ohio, Keith Faber, erklärte am 27. Oktober, ausländische Cyberkriminelle, möglicherweise staatliche Akteure, hätten am 25. Oktober den Webserver seines Amtes angegriffen. Die Behörde nahm den Server und die Online-Konten vom Netz, während die Prüfungsarbeit weiterläuft.

Das Amt habe die Bedrohung mit bereits vorhandenen Überwachungsdiensten erkannt und abgeschirmt, sagte Faber. Aus Vorsicht habe man den Webserver und die Online-Konten offline genommen, während interne und externe Fachleute die Aktivitäten untersuchten, heißt es in der Erklärung. Das Amt habe die Polizei auf Bundes- und Landesebene informiert, die bei der Suche nach den Verantwortlichen mitwirke. Faber leitete laut der Erklärung eine Sitzung seines Führungsteams, um den Hergang zu klären und das weitere Vorgehen festzulegen. Der Angriff ereignete sich am Sonntag, dem 25. Oktober, die Erklärung folgte zwei Tage später am Dienstag, dem 27. Oktober. Eine Zahl betroffener Konten oder Systeme nannte sie nicht.
Zahlungen und Prüfungsarbeit
Das Amt prüft staatliche Stellen sowie Landkreise, Städte, Gemeinden und Schulbezirke, sagte Faber. Zahlungen an das Büro des Rechnungsprüfers laufen über ein separates Portal der Staatsregierung, und diese Daten liegen nicht auf dem betroffenen Webserver, sagte er. Prüfungskunden könnten Probleme mit Online-Zahlungen bekommen; eine Kulanzfrist gelte bis auf Weiteres. Die laufende Prüfungsarbeit gehe ohne den Webserver weiter, heißt es in der Erklärung. In den kommenden Tagen solle eine vorläufige Webplattform bereitstehen, um mit der Öffentlichkeit und staatlichen Stellen im Gespräch zu bleiben, ein festes Datum dafür gibt es nicht. Der dauerhafte Server bleibt offline, einen Termin für seine Rückkehr nannte die Erklärung nicht. Faber bat um Geduld, bis er wieder online ist.
Was nach Angaben des Amtes gefährdet ist
Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Angriff die persönlichen Finanzdaten der Einwohner Ohios gefährdet habe, sagte Faber. Auch für die Finanzdaten der geprüften staatlichen Stellen sehe er keinen Anlass zur Annahme eines Risikos. Das Amt arbeite in der Regel nicht direkt mit einzelnen Bürgern, deshalb erwarte er nicht, dass Einwohner wegen des Vorfalls Schutzmaßnahmen ergreifen müssten.
Der Angriff sei keine Ransomware gewesen, sagte Faber. Weil das Amt auf Sicherungskopien achte, habe es weiterhin alle Daten, die es vor dem Angriff hatte, heißt es in der Erklärung.
Was offen bleibt
Faber bezeichnete die Angreifer als ausländische Cyberkriminelle und möglicherweise staatliche Akteure, nannte aber kein Land und keine Gruppe. Das Amt werde seine Daten weiter schützen, das Ausmaß des Angriffs klären, mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten und die Öffentlichkeit informieren, sobald mehr bekannt ist. Berichte über Angriffe auf private und staatliche Stellen erreichten das Amt nahezu täglich, sagte er, und ein Amt zeige sich daran, wie es auf solche alltäglichen Bedrohungen reagiere.
Quellen
14- 01State official: Auditor of State's Office targeted in overseas cyberattackEN
- 02Ohio auditor: Cyber attack on state server carried out by possible ‘foreign state actors’EN
- 03Web server of Ohio Auditor of State’s office attacked by overseas cybercriminalsEN
- 04Ohio Auditor's website and online accounts down after cyberattackEN
- 05Democrats' state wins open the door for major clean energy progressEN
- 06Kalshi court losses pile up as judges refuse to block state gambling lawsEN
- 07SMART: State-based Multi Agent Reasoning Traces for Verification-oriented Problem-SolvingEN
- 08Stratos Data Center Will Emit Air Pollution That’s Linked to Premature Deaths and Health Economic Damages for Utah & States DownwindEN
- 09Cyberattack disrupts blood storage refrigeration systems in FranceEN
- 10EU Commission to probe supermarket cyberattacksEN
- 11Who Should the Turkic States’ Organization Open Its Doors To?EN
- 12In Memory of Fukuda Diplomacy: Peace, History, and Japan’s Foreign PolicyEN
- 13Price hikes aren’t all that’s at stake in FirstEnergy Ohio’s rate caseEN
- 14Federal Reserve issues FOMC statementEN
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