Hudbay und Mitsubishi genehmigen 2,07 Milliarden Dollar teure Kupfermine Copper World in Arizona
Hudbay Minerals und Mitsubishi haben am 21. Oktober 2026 den Bau der Kupfermine Copper World in Arizona genehmigt. Das Projekt kostet 2,07 Milliarden Dollar, 59 Prozent mehr als die Schätzung von 1,3 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2023. Die erste Förderung soll in der zweiten Hälfte von 2029 beginnen.

Investitionskosten steigen um 59 Prozent auf 2,07 Milliarden Dollar
Dem endgültigen Investitionsentscheid ging eine definitive Machbarkeitsstudie voraus. Hudbay hält 70 Prozent an Copper World, Mitsubishi 30 Prozent. Beide hatten das Joint Venture im Januar 2026 besiegelt. Die anfänglichen Wachstumsinvestitionen von rund 2,07 Milliarden Dollar decken die 36 Monate bis zur kommerziellen Produktion ab. Nach Anrechnung der Einlage aus dem Edelmetall-Streaming bleiben etwa 1,84 Milliarden Dollar. Das sind 59 Prozent mehr als die 1,3 Milliarden Dollar aus der Vorstudie von 2023. Etwa 200 Millionen Dollar davon führt Hudbay auf Änderungen am Projektumfang seit dieser Studie zurück, darunter ein optimierter Weg zum Ausbau der Konzentratoranlage im fünften Jahr.
Der Anteil von Hudbay ist kleiner, als die Gesamtsumme vermuten lässt. Das Unternehmen rechnet mit einem eigenen Beitrag von rund 500 Millionen Dollar, also weniger als einem Viertel der 2,07 Milliarden Dollar. Die erste Rate ist bis 2028 gestundet. Finanzvorstand Eugene Lei sagte, der Finanzierungsplan sehe vor, dass Hudbay ein Viertel der Projektkosten trägt.
Der Finanzierungsplan stützt sich auf mehrere Quellen. Mitsubishis anfängliche Eigenkapitaleinlage von 600 Millionen Dollar im Joint Venture besteht aus 420 Millionen Dollar für den 30-Prozent-Anteil und 180 Millionen Dollar für künftige Entwicklungskosten. Genehmigt wurde sie im August 2025, abgeschlossen im Januar 2026. Wheaton Precious Metals legt 230 Millionen Dollar ein. Rund 650 Millionen Dollar sollen aus Projektfinanzierungen kommen, was den Verschuldungsgrad unter 30 Prozent hält. Der Rest stammt aus anteiligen Eigenkapitalbeiträgen von Hudbay und Mitsubishi, die bis 2028 gestundet sind. Mitsubishis Gesamtinvestition dürfte 1,02 Milliarden Dollar erreichen, einschließlich einer zusätzlichen Eigenkapitaleinlage von 423 Millionen Dollar, die mit dem Entscheid genehmigt wurde.
Eine zweite Ausgabenphase liegt außerhalb der 2,07 Milliarden Dollar und soll aus dem operativen Cashflow bezahlt werden. Sie umfasst eine Molybdänanlage für 25 Millionen Dollar im ersten Jahr, ein In-Pit-Brech- und Fördersystem für 242 Millionen Dollar, das im dritten Jahr kommt und ab dem vierten Jahr Transport- und Umladekosten senkt, sowie einen Ausbau der Konzentratoranlage für 443 Millionen Dollar im vierten Jahr.
Der Analyst Don DeMarco von National Bank Financial schrieb in einer Mitteilung, die Finanzierung sei "voraussichtlich kein Problem". Er verwies auf die Barreserve von Hudbay von 915 Millionen Dollar und auf den freien Cashflow aus den übrigen Minen.
Sam Crittenden von RBC Capital Markets schrieb, die Genehmigung sei ein positiver Schritt für die mittelfristigen Wachstumspläne von Hudbay. Die Reaktion des Aktienkurses dürfte jedoch begrenzt bleiben, weil Umfang und anfängliche Investitionen weitgehend den Erwartungen entsprachen. Fahad Tariq von Jefferies sagte, erwartet worden sei eine "deutliche Inflation der Investitionskosten", und Copper World reagiere "stark gehebelt auf den Kupferpreis". Die Hudbay-Aktie stieg am Mittwochmorgen in Toronto um 0,2 Prozent auf 33,34 Kanadische Dollar. Das bewertet das Unternehmen mit rund 14,8 Milliarden Kanadischen Dollar.
Inländische Versorgung und die Produktion von Hudbay
Hudbay zufolge soll Copper World fertiges Kupfer direkt an US-Kunden liefern. Der Associate Economist Devin Bell von ConstructConnect merkte an, dass das erzeugte Konzentrat weiterhin geschmolzen und raffiniert werden muss. Die US-Produktion in dieser Stufe liegt deutlich unter den Höchstwerten der neunziger Jahre. Der Erzeugerpreisindex für Kupfer und Kupferprodukte lag laut Zahlen des Bureau of Labor Statistics, die Bell zitierte, 43,4 Prozent über dem Vorjahr.
Für Hudbay soll das Projekt die konzernweite Jahresproduktion von Kupfer auf etwa 250.000 Tonnen heben, rund das Doppelte des heutigen Niveaus.
Copper World liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Tucson. Das frühere Projekt Rosemont Copper hatte Hudbay 2022 in einer vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung zu einer stufenweisen Entwicklung umgearbeitet. Sie beginnt auf privatem Land, mit der Option, später auf Bundesland zu expandieren.
Hudbay schätzt, dass Copper World im Basisszenario über 15 Jahre insgesamt mehr als 1,1 Milliarden Dollar an US-Steuern erzeugen könnte. Bei einer Laufzeit von 37 Jahren steigt die Summe auf rund 3,7 Milliarden Dollar.
Die Wirtschaftlichkeit, auf die Hudbay setzt
Bei einem langfristigen Kupferpreis von 5,00 Dollar pro Pfund liegt der Barwert nach Steuern im Basisszenario bei 1,2 Milliarden Dollar, die interne Rendite bei 17 Prozent. Bei 6,00 Dollar pro Pfund steigt der Barwert auf 2,3 Milliarden Dollar und die interne Rendite auf 22 Prozent. Die durchschnittlichen Barausgaben werden für die ersten 10 Jahre auf 1,65 Dollar pro Pfund geschätzt.
Das Basisszenario rechnet mit 15 Jahren Minenlaufzeit auf nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven von etwa 390 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,47 Prozent Kupfer. Gemessene und angezeigte Ressourcen summieren sich auf 1,2 Milliarden Tonnen mit 0,40 Prozent Kupfer, das sind 4,99 Millionen Tonnen enthaltenes Metall.
Die Produktion liegt in den ersten 10 Jahren im Schnitt bei 102.000 Tonnen Kupfer jährlich, 11 Prozent mehr als die 92.000 Tonnen aus der Vorstudie von 2023. Ein Ausbau der Konzentratoranlage von 60.000 auf 90.000 Tonnen pro Tag im fünften Jahr hebt die Menge in den Jahren sechs bis zehn auf etwa 120.000 Tonnen, so Hudbay. Das sind 43 Prozent mehr als der Durchschnitt von 84.000 Tonnen in den ersten fünf Jahren. Die Investitionen für den Ausbau sollen vollständig aus dem Cashflow des Betriebs gedeckt werden.
Das Basisszenario unterstellt eine Amortisationsdauer von 5,4 Jahren.
Erst privates Land, später Bundesland
Der Basisplan über 15 Jahre bleibt innerhalb der Grenzen des privaten Lands von Copper World und braucht nur Genehmigungen von Bundesstaat und Kommune. Hudbay teilt mit, alle wesentlichen Genehmigungen für Bau und ersten Betrieb des Basisprojekts erhalten zu haben.
Die Frage des Bundeslands kommt später. Ein Erweiterungsszenario würde den Bergbau im zehnten Jahr auf angrenzendes Bundesland verlagern, vorbehaltlich der Genehmigungen des Bundes.
Dieses Szenario streckt die Minenlaufzeit auf 37 Jahre und hält die jährliche Kupferproduktion von Jahr 11 bis 20 bei 117.000 Tonnen, gegenüber dem Durchschnitt von 102.000 Tonnen im ersten Jahrzehnt des Basisszenarios. Es kommt bei 5,00 Dollar pro Pfund auf einen Barwert nach Steuern von 2,5 Milliarden Dollar und eine interne Rendite von 19 Prozent, bei 6,00 Dollar auf 4,0 Milliarden Dollar und 24 Prozent. Das Erweiterungsszenario nutzt nur gemessene und angezeigte Ressourcen und übernimmt eine optimierte Fassung der zweiten Phase aus der vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung von 2022. Hudbay will außerdem ab dem fünften Jahr etwa ein Drittel der Tailings auf gefilterte Tailings umstellen. Das soll laut Unternehmen den Ausbau der Konzentratoranlage ohne zusätzliche Wasserversorgung ermöglichen.
Wie es weitergeht
Der Bau läuft 36 Monate, die erste Förderung ist für die zweite Hälfte von 2029 geplant. Hudbay rechnet mit mehr als 1.000 Bauarbeitern und rund 500 dauerhaften Stellen, sobald die Mine läuft.
Das Unternehmen will einen technischen Bericht nach National Instrument 43-101 einreichen, der die Ergebnisse der definitiven Machbarkeitsstudie enthält.
Das Projekt Copper World war im März in einen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen Japan und den USA bei kritischen Rohstoffen aufgenommen worden.
Quellen
25- 01Hudbay and Mitsubishi Approve Copper World Project Construction; Advancing Next Major U.S. Copper Mine Towards First Production in 2029EN
- 02Hudbay, Mitsubishi approve Copper World constructionEN
- 03Hudbay, Mitsubishi Approve Arizona Copper World Construction, Target 2029 ProductionEN
- 04Hudbay And Mitsubishi Approve $2.07 Billion Copper World Development In ArizonaEN
- 05Hudbay And Mitsubishi Approve Copper World Project Construction Advancing Next Major U.S. Copper Mine Towards First Production In 2029EN
- 06Hudbay, Mitsubishi Approve $2.07B Arizona Copper Mine ConstructionEN
- 07Mitsubishi approves Arizona copper mine, lifts investmentEN
- 08Hudbay and Mitsubishi Approve $2.1 Billion Copper World Build in ArizonaEN
- 09How Copper Mine Approval Will Impact Mitsubishi Stock Investors - Yahoo FinanceEN
- 10Hudbay and Mitsubishi Approve Copper World Project Construction; Advancing Next Major U.S. Copper Mine Towards First Production in 2029EN
- 11Hyundai Motor Group Outlines Future Mobility Technology Roadmap at FISITA World Mobility Summit 2026EN
- 12Two New Commissioners Headed to the Arizona Corporation CommissionEN
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