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ANCs Masuku legt Bedingungen für Koalitionsgespräche in Johannesburg nach der Kommunalwahl am 4. November 2026 fest

Loyiso Masuku, die Bürgermeisterkandidatin des ANC in Johannesburg, hat nach ihrer Stimmabgabe bei der Kommunalwahl am 4. November 2026 gesagt, ihre Partei wolle eine absolute Mehrheit. Mit allen Parteien werde sie sprechen, aber nur zu Bedingungen, zu denen auch eine öffentliche Koalitionsvereinbarung gehört.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20264 Min. LesezeitQuellen 24
ANCs Masuku legt Bedingungen für Koalitionsgespräche in Johannesburg nach der Kommunalwahl am 4. November 2026 fest

Loyiso Masuku, die Bürgermeisterkandidatin des ANC in Johannesburg, hat nach ihrer Stimmabgabe am 4. November die Bedingungen ihrer Partei für Koalitionsgespräche dargelegt.

Die Bedingungen des ANC

Masuku, die Regionalvorsitzende des ANC, sprach vor Journalisten an der Mulbarton Primary School im Süden Johannesburgs. Die Partei arbeite „nicht auf eine Koalition hin“, sagte sie, sie wolle regieren.

Ihr Argument gegen die Machtteilung dreht sich um Zeit. Koalitionen verzögern die Leistungserbringung, weil Budgets und Ratsprozesse ins Stocken geraten, sagte sie. Bürgermeister sähen sich dann Misstrauensanträgen ausgesetzt. „Die Stadt Johannesburg kann sich eine Koalition nicht leisten“, sagte sie. Die wechselnden Bürgermeister in Johannesburg seien eine Folge von Koalitionen. Ein Alleinmandat erlaube es den Einwohnern, eine Partei fünf Jahre später an ihren Versprechen zu messen.

Sollte der Rat gespalten sein, werde der ANC mit jeder Partei sprechen, „so wie die nationale Koalition zustande kam“. Voraussetzung sei, dass das Programm eines Partners die Grundversorgung abdeckt, die finanzielle Tragfähigkeit, die Regierungsführung, eine sauberere und sicherere Stadt, ethisches Verhalten und einen leistungsfähigen Staat. Jede Koalitionsvereinbarung müsse veröffentlicht werden, sagte sie. Der ANC unterstütze den Koalitionsgesetzentwurf, weil er die Regulierung von Koalitionen betreffe.

Warum Johannesburg ohne Mehrheit dastehen könnte

Von TimesLIVE zitierte Umfragen sehen den ANC in Johannesburg bei 28% bis 35% und die DA bei 26% bis 32%. Damit hätte keine der beiden Parteien eine Mehrheit.

Bei den Kommunalwahlen 2021 gewann der ANC nach Angaben von Rio Times 45,59% der landesweiten Stimmen, die DA 21,62% und die EFF 10,32%. Bei der nationalen Wahl 2024 kam der ANC auf 40,18% und auf 159 von 400 Sitzen in der Nationalversammlung. Das waren 42 weniger als die 201, die für eine Alleinregierung nötig gewesen wären. Danach bildete er mit der DA eine Einheitsregierung.

Kleine Parteien, große Verhandlungsmacht

Südafrika hat keine Wahlschwelle. Al Jama-ah errang früher mit einem einzigen Ratssitz das Bürgermeisteramt von Johannesburg, sagte Mandy Wiener von 702/CapeTalk dem Sender EWN. „Das bedeutet, dass kleinere Parteien wirklich diese Königsmacherrolle innehaben“, sagte sie.

Kleinen Parteien könnten Sitze in Bürgermeisterausschüssen im Gegenzug für Unterstützung angeboten werden, sagte Wiener. Sie verwies auf die früheren Kommunalwahlen in Gauteng, bei denen Einfluss in Ekurhuleni gegen Unterstützung in Tshwane getauscht wurde. In den Metropolen erwarte sie „so manche ungewöhnliche Bettgenossenschaft“.

Wer verhandelt

ANC und DA ziehen die Verhandlungen Berichten zufolge in ihren Hauptquartieren zusammen, statt sie Provinz- oder Regionalstrukturen zu überlassen, meldete Daily Maverick. Ein wahrscheinliches ANC-Team könnte David Makhura, Fikile Mbalula, Febe Potgieter und Mdumiseni Ntuli umfassen. Die Zentralisierung ist für den ANC dort schwieriger, wo regionale Blöcke Macht haben: Die Region Johannesburg setzte Reverend Frank Chikane, den Kandidaten des reformistischen Flügels für das Bürgermeisteramt, nicht auf ihre Liste.

Ashor Sarupen, von Daily Maverick als Bundesvorsitzender der DA bezeichnet, sagte der Zeitung, die Partei wolle in 60 Räten stärkste Kraft werden. Derselbe Bericht besagte, der einzige Verhandler der MK sei Jacob Zuma, bei der EFF gebe Julius Malema den Ton an und für ActionSA führe Michael Beaumont die Gespräche. Die Gespräche der Patriotic Alliance würden von Gayton McKenzie, Charles Cilliers und Kenny Kunene geleitet, hieß es weiter. Der Bericht nannte ANC, PA und EFF als Südafrikas führende Patronageparteien, die deshalb um „feuchte Ressorts“ verhandelten, also um Posten mit üppigen Auftragsbudgets.

Wie es weitergeht

Der Local Government: Municipal Structures Amendment Bill (B23-2026) liegt dem Parlament vor. Laut Parlament schlägt er verbindliche schriftliche Koalitionsvereinbarungen und längere Fristen für die Einberufung der ersten Ratssitzungen und die Ernennung von Bürgermeisterausschüssen vor. Die öffentliche Stellungnahme ist bis zum 27. November 2026 offen. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft und regelt daher die Koalitionsgespräche nach dieser Wahl nicht.

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Quellen

24
  1. 01ANC wants clear majority in Joburg: mayoral candidate Loyiso MasukuEN
  2. 02South Africa elections likely to throw up tricky coalition negotiationsEN
  3. 03Meet the power brokers in South Africa's great coalition scrambleEN
  4. 04Coalition talks: Unlikely alliances and political horse-trading loomEN
  5. 05South Africa votes in high-stakes local elections as service-delivery anger puts ANC under pressureEN
  6. 06The kingmakers and the chaos waiting for Nelson Mandela Bay's next coalitionEN
  7. 07South Africa's 10-Party Coalition Government ExplainedEN
  8. 08Left-wing Berlin mayor candidate’s private Hamas remarks complicate coalition talks - POLITICO.euEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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