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Wähler in Alberta lehnen Schritt zur Abspaltung in Referendum ab

Die Wähler in Alberta haben am 19. Oktober einen Prozess in Richtung Abspaltung abgelehnt, wie erste inoffizielle Ergebnisse zeigten. Rund 76% sprachen sich dafür aus, in Kanada zu bleiben. Das stärkt Premierminister Mark Carney bei seinem Einsatz für den nationalen Zusammenhalt.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 16
Wähler in Alberta lehnen Schritt zur Abspaltung in Referendum ab

Die Wähler in Alberta haben einen Vorschlag abgelehnt, ein rechtliches Verfahren für ein künftiges Unabhängigkeitsreferendum einzuleiten. Das geht aus ersten inoffiziellen Ergebnissen von Elections Alberta hervor. Nach Auszählung von mehr als 1.500.000 Stimmen sprachen sich rund 76% dafür aus, in Kanada zu bleiben, knapp 24% für den Beginn des Verfahrens.

Die Abspaltungsfrage war eine von zehn auf dem Stimmzettel. Die übrigen neun betrafen Einwanderung, öffentliche Dienste, Wahlanforderungen und verfassungsrechtliche Regelungen; sie wurden ebenfalls ausgezählt. Premierministerin Danielle Smith sagte, diese Fragen hätten ihr mehr Autonomie gegenüber Ottawa verschafft.

Carney begrüßt Ergebnis

Das Ergebnis stärkt Premierminister Mark Carney bei seinem Einsatz für den nationalen Zusammenhalt, während Kanada mit US-Zöllen und Annexionsdrohungen konfrontiert ist. Carney erklärte in einer Stellungnahme, die Menschen in Alberta hätten eine "klare Entscheidung" getroffen, und "vor allem haben die Menschen in Alberta Kanada gewählt". Das Ergebnis erlaube es den Kanadiern, die Diversifizierung des Handels, große Infrastrukturprojekte und die Energieentwicklung zu beschleunigen, mit Alberta im Zentrum.

Jüngste Umfragen hatten gezeigt, dass rund 70% der Menschen in Alberta in Kanada bleiben wollten; die erste Auszählung lag darüber. Al Jazeera meldete später etwa 1.800.000 ausgezählte Stimmen, eine höhere Teilzahl, während die Auszählung weiterging. Elections Alberta erklärte, die während der Auszählung veröffentlichten Ergebnisse blieben bis zur offiziellen Veröffentlichung am 29. Oktober vorläufig. Die Abstimmung am 19. Oktober war keine direkte Entscheidung über die Unabhängigkeit; eine Zustimmung hätte Alberta auf einen Weg zu einer künftigen Abstimmung über die Abspaltung gebracht.

Die Ergebnisse verzögerten sich, weil mehr als 100 Wahllokale am Montag wegen später Öffnungen ihre Öffnungszeiten verlängern mussten. Alle Stimmzettel sollten von Hand ausgezählt werden. Mehr als 1.350.000 Menschen in Alberta, also 43% der Wahlberechtigten, gaben ihre Stimme vorab oder per Sonderwahlzettel ab.

Smith begrüßt frühes Ergebnis

Smith, die die Unabhängigkeit ablehnte, aber das Referendum ansetzte, sagte, die Wähler hätten "ein stärkeres Alberta in einem geeinten Kanada" unterstützt. Smith dankte den Wählern für das Ergebnis, wie die BBC berichtete. Vor der Abstimmung sagte sie dem CBC, sie werde kein Unabhängigkeitsreferendum abhalten, wenn die Menschen in Alberta es ablehnten, solange sie Premierministerin sei. Sie kündigte an, sich zur Provinz über die Ergebnisse und die Zukunft Albertas zu äußern.

Das Ergebnis könnte ihre Führung der United Conservative Party auf die Probe stellen, die sie seit 2022 führt. Jeffrey Rath vom Alberta Prosperity Project sagte, sie habe "das Vertrauen der Basis (der Partei) verloren".

Separatisten wollen weitermachen

Führer der Separatisten erklärten, ihre Kampagne werde weitergehen. Rath sagte, sein Einsatz für ein unabhängiges Alberta werde "auf jeden Fall" weitergehen. Er hatte erklärt, er wäre mit 30% Zustimmung zur Abspaltung zufrieden gewesen, gegenüber den rund 24%, die diese Option erhielt, und will Smith als Vorsitzende der UCP ablösen. Keith Wilson, einer der Anführer der Separatistenbewegung, sagte, mindestens ein Viertel der Menschen in Alberta finde, die Provinz müsse besser behandelt werden.

Separatistische Parteien kamen traditionell nur auf 1% oder 2% der Stimmen, sagte der frühere Premierminister Jason Kenney. Alberta verfügt über die viertgrößten nachgewiesenen Ölreserven der Welt. Die Bewegung erregte auch im Ausland Aufmerksamkeit: US-Finanzminister Scott Bessent nannte Alberta einen "natürlichen Partner" für die Vereinigten Staaten, und Elon Musk schrieb auf X, Alberta "sollte sich abspalten". Rath führte nach Angaben der AFP Gespräche im US-Außenministerium.

Carney hatte die Menschen in Alberta aufgerufen, die Abspaltung abzulehnen. Bei einer Kundgebung in Edmonton am Freitag sagte er: "Stimmt ab, als ob Kanadas Zukunft davon abhängt, denn das tut sie." Thomas Lukaszuk, der die Kampagne Forever Canadian leitete, sagte: "Ich will nie wieder ein solches Referendum erleben."

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Quellen

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  1. 01Alberta rejects move toward independence from Canada in a victory for CarneyEN
  2. 02Huge setback for Alberta's separatist movement after decisive defeatEN
  3. 03Alberta voters reject separation from Canada, early results showEN
  4. 04Alberta separatists lose vote on leaving CanadaEN
  5. 05Carney hails 'unity' as Alberta voters reject independence from CanadaEN
  6. 06Alberta voters reject move toward separation from Canada in referendumEN
  7. 07Alberta referendum rejects path to separation as Carney welcomes unity voteEN
  8. 08Alberta votes to remain in Canada, rejecting push for independence referendumEN
  9. 09Alberta voters reject a move toward independence in referendum backing Canadian unityEN
  10. 10Prime Minister Mark Carney says US is trying to break Canada as Alberta votes on separation pathEN
  11. 11Carney urges Alberta to reject separation vote, warns of US threatEN
  12. 12Alberta's independence movement continues despite 75 per cent of voters rejecting separation from CanadaEN
  13. 13A Referendum On Elon Musk And Transgender Rights — Who’d A Thunk It?EN
  14. 14Trump floats 'concept' of US-Canada deal that includes pipeline talking to Carney - Sada Elbalad EnglishEN
  15. 15Alberta gambled on leaving Canada. Who won that battle?EN
  16. 16Carney frames C$1.6B AI investment as national security imperativeEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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