Skydance ernennt zwei Co-Chefs für den weltweiten Vertrieb und kündigt den Weggang von acht Führungskräften an
Skydance hat am 3. November 2026 Sarah Bergman und Mickey Carter zu Co-Chefs des weltweiten Vertriebs ernannt und den Weggang von acht Führungskräften angekündigt. Das geht aus einem internen Memo hervor, das Reuters vorliegt. Der Schritt folgt der Übernahme von Warner Bros. Discovery für 110.000.000.000 Dollar.

Das Memo, das Reuters am Dienstag, 3. November 2026, einsehen konnte, nennt Ray Hopkins als Absender der Mitteilung, bei Skydance Präsident für den Vertrieb. Bergman war Executive Vice President für Netzwerk- und Streaming-Vertrieb bei Warner Bros. Discovery, Carter Executive Vice President für den US-Vertrieb bei Paramount. Beide leiten künftig die Vertriebsstrategie für Kabel, Satellit, Broadcast und Streaming.
Zwei Berufungen, acht Abgänge
Die acht Führungskräfte, die ihre Posten verlassen, verteilen sich gleichmäßig auf die beiden alten Studios:
- Rivka Golomb, Kelly Kane, Jeff Cross und Rich Palermo von Warner Bros. Discovery
- David Comisar, Kurt Davis, Deena Demasi und Ken Kay von Paramount
Jeff Cross, bei Warner zuvor Executive Vice President für Recht und kommerzielle Partnerschaften, gibt seine Führungsposition ab, bleibt dem Unternehmen aber als Senior Advisor erhalten. Rick Baker, bei Paramount zuvor Executive Vice President und stellvertretender General Counsel für Vertriebsgeschäft und Rechtsangelegenheiten, übernimmt Cross' Aufgaben, heißt es in dem Memo.
Kostensenkungen gegen 80.000.000.000 Dollar Schulden
Skydance will innerhalb von drei Jahren mindestens 6.000.000.000 Dollar an Synergien im laufenden Betrieb erreichen. Ein großer Teil der Einsparungen soll nach Angaben des Unternehmens aus der Integration von Technologie, Einkauf, Marketing und Immobilien kommen. Ein weiterer Teil stammt aus der Zusammenlegung von Streaming-Technik und Cloud-Infrastruktur, nicht allein aus Personalabbau.
Die Übernahme wurde am 6. Oktober abgeschlossen und hinterließ bei Skydance rund 80.000.000.000 Dollar Schulden. Paramount platzierte besicherte vorrangige Anleihen im Volumen von 41.400.000.000 Dollar und nahm ein Darlehen über 8.500.000.000 Dollar auf, um den Kauf zu finanzieren. Das war Teil eines Finanzierungspakets von etwa 50.000.000.000 Dollar. Apollo, Bank of America und Citigroup hatten zunächst 57.500.000.000 Dollar bereitgestellt; dieser Betrag wurde später auf 49.000.000.000 Dollar reduziert und an 18 Banken verkauft. Zu den aktuellen Zinsen kostet die Schuld mindestens 4.000.000.000 Dollar Zinsen im Jahr, wahrscheinlich 6.000.000.000 bis 7.000.000.000 Dollar. Dem steht ein Betriebsergebnis von 1.100.000.000 Dollar im ersten Halbjahr 2026 gegenüber.
S&P Global bewertete Paramount Skydance mit BB+, also unter Investment Grade, und setzte das Unternehmen wegen der Schulden oberhalb der eigenen Schwelle von 4,25-mal auf Beobachtung für eine mögliche Herabstufung. S&P schätzte, dass die Schulden zunächst das 7,6-Fache des bereinigten Ergebnisses erreichen könnten. Fitch Ratings senkte das langfristige Emittentenausfallrating auf BB+ von BBB- und stellte alle Ratings auf Watch Negative. Die besicherten Anleihen über 41.400.000.000 Dollar für den Deal übersteigen die Marktkapitalisierung des Unternehmens von 10.770.000.000 Dollar bei Weitem.
Was der Wechsel im Vertrieb leisten muss
Die Zusammenlegung der Bibliotheken von Paramount und Warner Bros., darunter Harry Potter, DC, Star Trek und CBS, stärkt die Verhandlungsposition gegenüber Kabelnetzbetreibern, Talentagenturen und Sportligen, schreibt 24/7 Wall St.
Skydance rechnet auf Basis der Meldungen für 2025 mit einer gemeinsamen Belegschaft von rund 53.000 Mitarbeitern. Der Belegschaft bot das Unternehmen im vergangenen Monat vor der geplanten Rückkehr ins Büro einen freiwilligen einmaligen Abfindungsplan an, heißt es in dem Memo. Das Management peilt für 2028 eine Nettoverschuldung vom 3,75-Fachen des bereinigten Ergebnisses an, für 2029 das 3,0-Fache, und mehr als 10.000.000.000 Dollar freien Cashflow bis 2030.
Die Zinsen müssen bedient werden, bevor Geld in die Content-Produktion zurückfließt, berichtet 24/7 Wall St. Die zusammengelegten Geschäfte erwirtschafteten im Vorjahr rund 65.000.000.000 Dollar Umsatz und zählten mehr als 200 Millionen Direktkunden.
Quellen
16- 01Skydance Overhauls Distribution Leadership Following $110B Paramount-WBD Merger; 8 Senior Executives DepartEN
- 02Skydance owes us 30 movies a year. Its $87.5 billion debt says don't count on itEN
- 03From films to streaming prices - how the Warner Bros deal could affect youEN
- 04The $110 Billion Paramount-Warner Merger Closes Today. What Shareholders Need to KnowEN
- 05Skydance's $80 Billion Debt Bomb: How Will Warner Bros. and Paramount's New Owner Make It Work?EN
- 06Skydance Corporation (SKYD)'s $110 Billion Warner Bros. Deal Is Done. Can It Handle $80 Billion in Debt?EN
- 07Paramount wraps up $52bn debt sale to fund Warner buyoutEN
- 08Paramount Skydance Falls 5% Despite Antitrust Clearance and $41.4B Debt Pricing, Warner Bros. Discovery Holds Flat; Netflix EasesEN
- 09After Clearing a Major Hurdle to Acquire Warner Bros, Is Paramount Skydance an Obvious Buy Down 25.7%?EN
- 10Paramount Skydance Debt Downgraded to Junk Status by Fitch Ratings Following Warner Bros. Discovery Deal - VarietyEN
- 11Paramount's $50 Billion Warner Bros. Debt Sale Nears Launch - Yahoo FinanceEN
- 12Paramount Skydance (PSKY) & Warner Bros (WBD): Paramount Wants to Settle With 12 States. It’s Also Demanding They Post a $1.9 Billion Bond - Yahoo FinanceEN
- 13Paramount-Warner $110 Bn Deal Done, But New Skydance Faces $80 Bn Debt OverhangEN
- 14Paramount Skydance Clears a Major Warner Bros. Discovery Hurdle—Here's What Comes NextEN
- 15Paramount Skydance Falls 3% as $44.4B Bond Sale for Warner Deal Reaches Investors; Netflix Ticks Up, Warner Bros. Discovery Holds FlatEN
- 16Why The Skydance Merger Is Horrible For Everyone - NewsOneEN
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Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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