Deezer hebt Prognose für 2026 an, nachdem der Umsatz im dritten Quartal um 1,0 % gestiegen ist
Deezer hat am 27. Oktober seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2026 angehoben. Im dritten Quartal war der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr auf 133,8 Millionen Euro gestiegen, das zweite Wachstumsquartal in Folge.

Für 2026 rechnet Deezer nun mit einem bereinigten EBITDA von über 10 Millionen Euro; zuvor hatte das Unternehmen nur ein positives bereinigtes EBITDA in Aussicht gestellt. Auch beim Umsatz erwartet Deezer in diesem Jahr ein leichtes Plus, nachdem die Prognose zuvor auf einem weitgehend stabilen Umsatz lag. Der positive freie Cashflow soll zum dritten Mal in Folge erreicht werden.
CEO Alexis Lanternier erklärte: "Wir haben im zweiten Quartal in Folge Umsatzwachstum erzielt, getragen vom weiteren Ausbau unseres Direktgeschäfts." Er ergänzte: "Der anhaltende operative Fortschritt und unsere disziplinierte Umsetzung geben uns die Zuversicht, den Umsatzausblick für das Gesamtjahr anzuheben und den Ausblick auf die Profitabilität zu verbessern."
Direktgeschäft wächst
Der Direktumsatz stieg in den drei Monaten bis zum 30. September um 6,4 % auf 94,1 Millionen Euro und machte damit rund 70 % des Quartalsumsatzes aus. Die Zahl der Direktabonnenten wuchs um 5,7 % auf 5,8 Millionen. In Frankreich legten die Direktabonnenten um 6,5 % auf 3,9 Millionen zu, im Rest der Welt um 4,0 % auf 1,9 Millionen. Im ersten Halbjahr hatte das Wachstum der Direktabonnenten noch 8,7 % betragen, davon 8,4 % in Frankreich und 9,2 % im Rest der Welt. Der Direkt-ARPU lag bei 5,4 Euro pro Monat und damit 0,2 % niedriger. Laut Deezer geht der Anstieg des Direktumsatzes auf ein größeres Abonnentenpolster zurück. In Frankreich nennt das Unternehmen die Family-Angebote, im Rest der Welt die Abonnentengewinne im früheren Verlauf des Jahres 2026 und eine bessere Kundenbindung. Das Wachstum außerhalb Frankreichs sei trotz einer starken Vorjahresbasis erzielt worden, hieß es.
Partnerverträge laufen aus
Die Zahl der Partner-Abonnenten sank um 17,1 % auf 2,9 Millionen, die Gesamtzahl der Abonnenten fiel um 3,2 % auf 8,7 Millionen von 9,0 Millionen. Deezer führt den Rückgang bei den Partnern auf das erwartete Auslaufen älterer Vertriebsvereinbarungen zurück. Der Umsatz mit Partnern fiel um 7,5 % auf 33,4 Millionen Euro. Der Partner-ARPU stieg um 16,7 % auf 3,7 Euro pro Monat, was Deezer auf einen günstigeren Angebotsmix zurückführt. Die sonstigen Erlöse, zu denen Werbung und Nebeneinkünfte zählen, sanken um 20,6 %, nachdem im vierten Quartal 2025 eine Vereinbarung zur Lizenzierung von Inhalten ausgelaufen war.
Das Auslaufen ist nicht neu. Im ersten Quartal 2026 zählte Deezer 3,2 Millionen Partner-Abonnenten, 23,0 % weniger als im Vorjahr, was auf den Vertrag mit Mercado Libre zurückging. Im ersten Halbjahr hatte Deezer den Rückgang der Partnerumsätze vor allem mit der Beendigung dieser Partnerschaft mit Mercado Libre in Brasilien begründet.
Umsatz nach Regionen und in neun Monaten
Nach Regionen stieg der Umsatz im dritten Quartal in Frankreich um 3,8 % auf 84,7 Millionen Euro, während er im Rest der Welt um 3,6 % auf 49,1 Millionen Euro sank. In den ersten neun Monaten wuchs der Umsatz um 0,6 % auf 402,0 Millionen Euro.
Im ersten Quartal 2026 lag der Umsatz bei 131,9 Millionen Euro, 1,6 % unter dem Vorjahr. Im zweiten und dritten Quartal ging es wieder aufwärts. Für das erste Halbjahr meldete Deezer ein bereinigtes EBITDA von 8,5 Millionen Euro nach 2,1 Millionen Euro im Vorjahr. 2025 wies das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von 9,7 Millionen Euro und erstmals einen Jahresüberschuss aus.
Quellen
20- 01Deezer raises 2026 outlook as Q3 revenues grow 1.8% YoY to $149.5M – but total subscribers fall to 8.7mEN
- 02Deezer’s Subscriber Growth at Home in France Helps Drive Quarterly Revenue IncreaseEN
- 03Q3 Music Earnings Roundup: Here’s What Every Company Made (Updating)EN
- 04Deezer sustains direct subscriber momentum and delivers €132m revenue in Q1 2026EN
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