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Hasina kündigt Rückkehr nach Bangladesch im Dezember an, trotz Todesurteil

Sheikh Hasina hat der Associated Press gesagt, sie wolle im Dezember nach Bangladesch zurückkehren. Das Todesurteil gegen sie wurde in ihrer Abwesenheit verhängt, ein Reiseplan ist nicht bekannt. AsiaOne und Pakistan Today berichteten am 5. November über das Interview per E-Mail.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20264 Min. LesezeitQuellen 27
Hasina kündigt Rückkehr nach Bangladesch im Dezember an, trotz Todesurteil

Sheikh Hasina beantwortete vergangene Woche die Fragen der Associated Press und schickte ihre Antworten am Mittwoch, wie AsiaOne berichtete. Den Monat Dezember nannte sie bereits im August.

Mit einer Rückkehr käme Hasina in Reichweite der Gerichte, die sie in Abwesenheit verurteilt haben. Sie würde Indiens Weigerung auf die Probe stellen, sie auszuliefern. Und sie würde Premierminister Tarique Rahman treffen, dessen Regierung ihrer Awami League die Teilnahme an der Wahl im Februar verwehrte. Keine der beiden Regierungen hat gesagt, was sie täte, wenn sie ankommt.

Das Versprechen für Dezember

Hasina ist 78 Jahre alt. Sie lebt seit August 2024 in Indien, als der Aufstand sie aus der Macht trieb.

Im Interview per E-Mail benannte sie das Risiko klar. "Wenn der Tod mein Schicksal ist, sterbe ich lieber auf dem Boden meines eigenen Landes, unter meinen eigenen Leuten", sagte sie der AP. Sie sagte, sie wisse, dass sie nach der Landung festgenommen, eingesperrt, gefoltert oder getötet werden könne. Sie könne nicht den Rest ihres Lebens damit verbringen, ihr Volk aus der Ferne leiden zu sehen. Bei einer virtuellen Pressekonferenz aus Delhi in diesem Jahr wurde sie noch deutlicher: "In dem Moment, in dem ich lande, können sie mich töten, oder sie können mich festnehmen und foltern."

Wie sie von Indien aus reisen würde und ob es eine Absprache mit den Behörden in Dhaka gibt, hat sie nicht gesagt. In einem Interview im September sagte sie, sie werde Datum, Uhrzeit und Grenzübergang später bekannt geben. Sie sagte, es gehe ihr bei der Rückkehr nicht darum, die Macht zurückzugewinnen.

Das Urteil, in das sie zurückkehren würde

Das International Crimes Tribunal in Dhaka verurteilte Hasina im November 2025 in Abwesenheit zum Tode. Das Gericht befand sie der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig, wegen der Niederschlagung der studentischen Proteste im Juli und August 2024. Eine Kammer aus drei Richtern verurteilte sie wegen Anstiftung, Mordbefehlen und der Unterlassung, Gräueltaten zu verhindern. Bei der Verlesung des Urteils sagte Richter Golam Mortuza Mozumder, sie habe "Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, indem sie den Einsatz von Drohnen, Hubschraubern und tödlichen Waffen" gegen Zivilisten anordnete. Das Gericht verhängte Strafen in fünf Anklagepunkten. Zwei Punkte brachten Todesurteile.

Das UN-Menschenrechtsbüro schätzte, dass während des Aufstands bis zu 1.400 Menschen getötet wurden, die schwerste politische Gewalt in Bangladesch seit dem Unabhängigkeitskrieg 1971. Dasselbe Büro nannte das Urteil "einen wichtigen Moment für die Opfer", lehnt die Todesstrafe aber unter allen Umständen ab. Hasina wies das Urteil als "politisch motivierte Farce" zurück und bestritt jede Schuld.

Das Tribunal verurteilte im selben Fall auch den früheren Innenminister Asaduzzaman Khan zum Tode. Khan könnte sich ebenfalls in Indien aufhalten, sein Aufenthaltsort ist jedoch unklar. Hasina kann beim Obersten Gericht Berufung einlegen. Das Außenministerium in Dhaka hat Indien aufgefordert, "die beiden Verurteilten sofort auszuliefern", und nannte dies "eine verpflichtende Verantwortung".

Indien hat das nicht getan. Die beiden Länder unterzeichneten 2013 einen Auslieferungsvertrag, der eine Ablehnung erlaubt, wenn die Tat politisch ist.

Die Politik, in die sie zurückkehrt

Seit ihrem Weggang hat sich viel verändert. Muhammad Yunus führte etwa 18 Monate lang eine Übergangsregierung. Tarique Rahman, Sohn der früheren Premierministerin Khaleda Zia, gewann dann die Wahl im Februar 2026 deutlich. Die Regierung verwehrte Hasinas Awami League die Teilnahme an dieser Wahl. Die Partei bleibt verboten, führende Mitglieder sind verhaftet oder im Exil.

Sie behauptet, seit August 2024 seien mindestens 20.000 Mitglieder der Awami League getötet worden, eine Zahl, die laut Pakistan Today nicht unabhängig überprüft wurde. Sie sagt, Tausende weitere seien verhaftet, gefoltert oder zum Untertauchen gezwungen worden, und Anhänger hätten Häuser und Geschäfte verloren. Human Rights Watch hat die Regierung von Rahman in den vergangenen Monaten wegen Angriffen auf bürgerliche und politische Rechte kritisiert. Menschenrechtsgruppen haben auch Bedenken zum Umgang mit Oppositionsfiguren und Minderheiten geäußert. Die Regierung erklärt, Verhaftungen folgten konkreten Anklagen.

Was weiterhin offen ist

Datum, Uhrzeit und Grenzübergang wurden nicht bekannt gegeben. Das Büro des Premierministers von Bangladesch reagierte nicht auf Anfragen um Stellungnahme zu ihren Aussagen, wie Pakistan Today berichtete.

Hasina sagt, sie bitte nicht um ausländischen Schutz. "Ich brauche den Segen einer ausländischen Macht nicht, um in mein eigenes Land zurückzukehren", sagte sie der AP. Ob Dhaka sie bei der Ankunft festnehmen würde und wie Neu-Delhi mit einer Ausreise umginge, die es bisher blockiert hat, bleibt offen.

Das Urteil gilt, das Verbot gilt. Der Monat, den sie genannt hat, ist Dezember.

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Quellen

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  1. 01Bangladesh's ousted premier Hasina says she will return from exile in December at any costEN
  2. 02Sheikh Hasina plans December return to Bangladesh despite risk of executionEN
  3. 03'I Would Rather Die On My Own Soil': Sheikh Hasina Says Bangladesh Return Plan UnchangedEN
  4. 04Bangladesh Ex-PM Sheikh Hasina Ready To Face Death On Her Own SoilEN
  5. 05Sheikh Hasina insists on returning to Bangladesh in DecemberEN
  6. 06Ousted Bangladesh PM Sheikh Hasina sentenced to death for crimes against humanityEN
  7. 07Sheikh Hasina convicted of crimes against humanity – what we knowEN
  8. 08Bangladesh court issues death sentence against ex-PM who fled countryEN
  9. 09Experts react: Sheikh Hasina has been sentenced to death in absentia. What does this mean for Bangladesh’s future? - Atlantic CouncilEN
  10. 10Bangladesh signals that no leader is above the law by sentencing Sheikh Hasina to death - The ConversationEN
  11. 11Bangladesh tribunal sets date for Sheikh Hasina verdict - The IndependentEN
  12. 12Sheikh Hasina Vows to Return to Bangladesh in December ‘At Any Cost’ Despite Death SentenceEN
  13. 13Blue Owl Sees Gains on Election Results Limiting AI ComputeEN
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  24. 24The Naf River Exposes a Gap in Bangladesh’s Maritime StrategyEN
  25. 25What Bangladeshi Prime Minister Tarique Rahman Brought Home From JapanEN
  26. 26How the Ban on the Awami League is Being Turned on Bangladesh’s Garment WorkersEN
  27. 27Researchers asked people to use AI chatbots for election info – results were mixedEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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