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Lovable mit 6,6 Milliarden Dollar bewertet: KI-Finanzierung teilt sich in Gewinner und Verlierer

Das schwedische Vibe-Coding-Startup Lovable hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, die das Unternehmen mit 6,6 Milliarden Dollar bewertet. Das ist mehr als das Dreifache der 1,8 Milliarden Dollar, die es im Juli erreicht hatte. Zwei Quellen haben das CNBC bestätigt.

WirtschaftErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 27. September 20263 Min. LesezeitQuellen 2
Lovable mit 6,6 Milliarden Dollar bewertet: KI-Finanzierung teilt sich in Gewinner und Verlierer

Die Quellen wollten anonym bleiben, weil sie über private Informationen sprachen. Sie sagten CNBC, dass die US-Risikokapitalfirma Accel an der Runde teilnahm. Über die Beteiligung von Accel hatte CNBC am 16. Dezember berichtet und angemerkt, dass sie zuvor nicht öffentlich bekannt war. Khosla Ventures, ein weiterer US-Investor, ist ebenfalls dabei, sagte eine Quelle.

CNBC bat Lovable, Accel und Khosla Ventures um eine Stellungnahme. Als der Artikel erschien, hatte keiner geantwortet. Die Zahl von 6,6 Milliarden Dollar und die Investorenliste stützen sich also auf anonyme Quellen, nicht auf eine Unternehmenserklärung oder eine Einreichung. Forbes berichtete im November, die Runde würde Lovable mit „rund“ 6 Milliarden Dollar bewerten.

Was Lovable tatsächlich verkauft

Die Plattform von Lovable baut Apps und Websites aus Textaufforderungen. Wer sie nutzt, muss keinen Code verstehen. Im Hintergrund arbeiten KI-Modelle von Anbietern wie OpenAI und Anthropic.

Das Unternehmen sitzt in Stockholm und eröffnet Büros in Boston und San Francisco, so CNBC. Lovable wurde 2023 gegründet und meldete im November 200 Millionen Dollar wiederkehrende Jahresumsätze. Das war knapp ein Jahr, nachdem es erstmals 1 Million Dollar ARR erreicht hatte. Damals gab das Unternehmen außerdem an, dass täglich 100.000 Projekte auf seiner Plattform entstehen. Das sind die eigenen Zahlen des Unternehmens, über die CNBC berichtete. Private Startups legen solche Kennzahlen freiwillig offen.

Die Runde im Juli brachte 200 Millionen Dollar ein. Zu den Investoren gehörten damals Accel, Creandum, der Klarna-Gründer Sebastian Siemiatkowski, der ElevenLabs-Gründer Mati Staniszewski und der Synthesia-Gründer Victor Riparbelli. Die neue Runde wäre Lovables dritte im Jahr 2025.

Dem Sektor fehlt es nicht an Geld

Vibe Coding hat auf beiden Seiten des Atlantiks große Schecks eingebracht. Anysphere, der Hersteller von Cursor, sammelte im November 2,3 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 29,3 Milliarden Dollar ein. Replit erreichte im September eine Bewertung von 3 Milliarden Dollar, nachdem es 250 Millionen Dollar aufgenommen hatte. Vercel schloss eine Runde über 300 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 9,3 Milliarden Dollar ab.

"Venture capital flows reflected a shift from volume to intention," schrieb HolonIQ in einem Beitrag vom 6. Februar auf seiner Website und blickte dabei auf 2025 zurück.

Der Satz stammt aus einer Analyse von HolonIQ, einer Forschungsfirma, die Regierungen und Investoren im Bildungssektor berät. Rest of World zitierte ihn in einem Artikel vom 23. April 2026 über den Zusammenbruch des Edtech-Sektors. Dieselbe Logik zeigt sich in den Zahlen anderswo. Die globalen Edtech-Investitionen erreichten 2021 mit 16,7 Milliarden Dollar ihren Höhepunkt, so Tracxn, eine in Bengaluru ansässige Plattform, die Startup-Finanzierungen verfolgt. Bis 2025 war das Risikokapital in diesem Sektor auf weniger als 3 Milliarden Dollar gefallen.

Rest of World berichtete außerdem, dass der Pool der Edtech-Gründer ausgetrocknet ist: 645 Unternehmen wurden 2025 gegründet, gegenüber fast 10.500 im Jahr 2020. Die genannten Gründe sind banal und vertraut. Hohe Kundenakquisitionskosten, lange institutionelle Verkaufszyklen und niedrige Bindungsraten, die mit unklaren Lernerfolgen zusammenhängen, so eine Analyse von Loot Drop, einer Datenbank mit mehr als 1.700 gescheiterten Startups.

Wohin das Geld stattdessen fließt

Das Muster ist nicht, dass die Risikofinanzierung verschwunden ist. Es ist, dass sich die Kriterien verengt haben. HolonIQ sagte, Investoren konzentrierten Kapital auf KI-gestützte Produkte, auf die Arbeitswelt ausgerichtete Plattformen und K-12-Betriebstools. Diese adressieren Kosten- oder Betriebsdruck, Personalherausforderungen und Lernunterstützung in großem Maßstab.

Die Analyse von Loot Drop formulierte es deutlicher. Unternehmensweite Personalentwicklung, Vorbereitung auf professionelle Zertifizierungen und der Erwerb spezialisierter Fähigkeiten für gut bezahlte Karrieren seien vielversprechender als die allgemeine K-12-Bildung, so das Fazit. Die wahrscheinlichen Gewinner seien branchenspezifische Tools, die sich in bestehende Arbeitsabläufe einfügen, statt Plattformen, die ganze Bildungseinrichtungen ersetzen wollen.

Lovable steht auf der Gewinnerseite dieser Spaltung, zumindest vorerst. Es ist ein Entwicklertool für Menschen, die Software schneller ausliefern wollen. Seine Umsatzkurve ist das Argument, das Investoren kaufen. Ob 6,6 Milliarden Dollar der richtige Preis für dieses Argument ist, beantwortet die Runde selbst nicht.

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Quellen

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  1. 01Vibe coding startup Lovable's latest funding round values it at $6.6BEN
  2. 02Edtech's pandemic boom is over as K-12 startup funding cratersEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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