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OpenAI führt „Compute Campuses“ ein und startet freiwilliges Netzprogramm

OpenAI hat am Montag ein Grid Protectors Program gestartet und einen neuen Begriff für seine Gebäude eingeführt: „compute campuses“, berichtete The Verge. In der rund 900 Wörter langen Ankündigung fiel „data center“ zweimal, „compute campus“ deutlich häufiger.

KI & ModelleNachrichtLena BrandtVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
OpenAI führt „Compute Campuses“ ein und startet freiwilliges Netzprogramm

Ein Netzprogramm mit neuem Etikett

Das Programm beginnt mit einem geplanten Standort im Effingham County in Georgia.

Eine der beiden Erwähnungen von „data center“ bezieht sich auf die Rechenzentrumskapazität und den Stromverbrauch in den USA. Die andere stellt die neuen „compute facilities“ von OpenAI „data centers built even a few years ago“ gegenüber. OpenAI nennt sie „much different“ und erklärt, die neuen Standorte erlaubten dem Unternehmen, bei der Stromnachfrage „flexible“ zu bleiben. Eine Zahl für diese Flexibilität nennt die Firma nicht.

Für Betreiber von Rechenzentren und für Aufsichtsbehörden ist das Programm ein früher Test. Es stellt die Frage, ob freiwillige Drosselungen einen Netzanschluss und die Zustimmung vor Ort bringen können. Für Anwohner ändert der neue Name nichts an der physischen Last, am Zugriff auf lokale Ressourcen oder am ökologischen Fußabdruck eines KI-Standorts. Wie viel Strom OpenAI tatsächlich drosseln wird, ob aus den Versprechen Verträge werden und ob der Name die Genehmigungsverfahren beeinflusst, ist alles noch offen.

OpenAI stellt das Programm als Antwort auf ein bekanntes Problem dar. Die ausgedehnte KI-Infrastruktur des Unternehmens belastet die lokalen Stromnetze, besonders bei Extremwetter und in Notlagen. Die Initiative soll den Strombedarf senken, wenn das US-Netz unter Druck steht, so das Unternehmen. Tom's Hardware berichtete, dass OpenAI das System am Standort in Georgia testet.

Ein freiwilliges Versprechen, kein Vertrag

Das Grid Protectors Program ist laut DatacenterDynamics unverbindlich.

OpenAI verspricht, „die Kosten zu tragen, die wir verursachen“, und „den Gemeinden zu helfen, das Licht anzulassen“. Die Ankündigung greift auch die Aussicht auf, dass Verbraucher den Ausbau der KI bezahlen. Durchsetzbare Vertragsbedingungen wurden nicht veröffentlicht. Für einen Netzbetreiber, der einen Anschlussantrag prüft, bleibt die Zusage damit auf der Ebene einer Absicht.

Kritiker sehen ein neues Etikett, keine Entlastung

Rechenzentren stoßen auf echte überparteiliche Ablehnung, berichtete The Verge. Vor diesem Hintergrund kam der neue Name.

Axios berichtete, OpenAI habe das neue Etikett als Teil einer PR-Kampagne vor den Zwischenwahlen am 3. November geplant. Tom's Hardware berichtete, OpenAI sehe die Präsidentschaftswahl 2028 zu einem KI-Thema werden. The Verge beschrieb es als Wette von OpenAI, dass ein stilles neues Etikett eine Gegenreaktion entschärfen könne. Diese Gegenreaktion bedroht die Infrastruktur hinter dem KI-Boom. Aktivistengruppen, die mit The Verge sprachen, ordneten den Schritt in eine breitere Lobbykampagne großer Technologiekonzerne gegen die verschlechterte öffentliche Stimmung ein.

Holly Elmore, Gründerin und Geschäftsführerin von PauseAI US, sagte The Verge, es sei „nicht der Name ‚data center‘, der unbeliebt ist“, sondern die Bauprojekte selbst. Sie nannte die Strom-Ankündigung von OpenAI „erschreckend realitätsfern“. Abre' Conner, Direktorin des Center for Environmental and Climate Justice der NAACP, nannte die Änderung „eine leere Lösung für ein bestehendes Problem“. Sie sagte, sie „behebe das Problem nicht“.

Was der erste Standort testen wird

Die Website von OpenAI zeigte laut The Verge keine frühere Verwendung von „compute campus“. Damit das Programm Bedeutung bekommt, müssten drei Dinge öffentlich werden: eine Zahl für die gedrosselten Megawatt, ein Weg, sie zu überprüfen, und eine Folge, wenn sie verfehlt werden. Keines der drei liegt bisher vor. Darin liegt die Lücke zwischen einer Ankündigung und einem Vertrag, mit dem ein Netzbetreiber planen kann.

Ob ein Name in einer Genehmigungsanhörung etwas ändert, ist eine separate Frage. Der Standort in Georgia wird beginnen, sie zu beantworten. Die Antwort wird in Megawatt kommen, nicht im Wortschatz.

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Quellen

28
  1. 01OpenAI is quietly renaming data centers 'compute campuses'EN
  2. 02OpenAI launches 'Grid Protectors Program' to reduce data center electricity demand when the US grid is under strainEN
  3. 03OpenAI considers rebranding data centers to 'AI compute campuses' as data center backlash intensifiesEN
  4. 04OpenAI introduces program to reduce AI data center energy demand during peak hoursEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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