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Regierung: Keine Entscheidung über BBC-Rundfunkgebühr als Antwort auf Streaming-Petition

Die Regierung hat am 2. November mitgeteilt, dass noch keine Entscheidungen über die BBC-Rundfunkgebühr gefallen sind. Damit reagierte sie auf eine Petition, die sich gegen eine Ausweitung der Gebühr auf Streaming-Abonnenten vor dem Auslaufen der Charta 2027 richtet.

Medien & InternetErklärtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 6. November 20264 Min. LesezeitQuellen 7
Regierung: Keine Entscheidung über BBC-Rundfunkgebühr als Antwort auf Streaming-Petition

Die Antwort stammt vom Department for Digital, Culture, Media and Sport. Darin heißt es, die Minister prüften Rückmeldungen aus einer öffentlichen Konsultation zum Grünbuch der BBC-Charterprüfung. Ob Menschen, die Abonnements von Streaming-Plattformen ohne BBC-Inhalte nutzen, künftig zahlen müssten, ließ das Ministerium offen.

Bei der künftigen Finanzierung halte man sich alle Optionen offen, endgültige Entscheidungen seien nicht getroffen. Die laufende politische Arbeit untersuche, wie sich verschiedene Finanzierungsmodelle auf Haushalte, Verbraucher, Investitionen und die gesamte Kreativwirtschaft auswirken könnten.

Die Minister betonten, die BBC bleibe eine nationale Institution, die Menschen in Großbritannien informiere, bilde und unterhalte. In der Antwort wird eine Untersuchung des Reuters Institute genannt: 59% der befragten Briten vertrauten 2026 BBC News. Damit zählt der Sender zu den vertrauenswürdigsten Nachrichtenmarken des Landes.

Die Regierung erklärte außerdem, die BBC stehe im Zentrum des britischen Kreativ- und Mediensektors. Sie stütze Arbeitsplätze und Wachstum in allen Landesteilen und Regionen und liefere Dienste, die die große Mehrheit der Erwachsenen im Vereinigten Königreich jeden Monat nutze. Eine starke BBC nütze dem ganzen Land, und man wolle ihr eine tragfähige Zukunft sichern.

Zugleich heißt es in der Antwort, der veränderte Medienmarkt und das geänderte Sehverhalten verlangten, dass die Charterprüfung prüft, ob das derzeitige Finanzierungsmodell noch angemessen ist. Die Zahl der gültigen TV-Lizenzen ist seit 2017/18 um drei Millionen gesunken.

Der Regierung sei bewusst, dass die Rundfunkgebühr bezahlbar bleiben müsse, heißt es weiter. Sie wolle die Kosten für Haushalte so niedrig wie möglich halten und der BBC zugleich genügend Mittel für ihre Angebote sichern. Geprüft würden mehrere Optionen, darunter ein effizienteres Wirtschaften der BBC, zusätzliche kommerzielle Erlöse und eine mögliche Reform der Gebühr selbst.

Die Rundfunkgebühr kostet 180 Pfund im Jahr, für Schwarzweiß-Fernseher 60,50 Pfund, und zwar für Wohnungen und Unternehmen. Die Royal Charter der BBC läuft am 31. Dezember 2027 aus.

Die Petition

Die Petition stammt von Alec Burns und wurde am 11. Juni gestartet. Sie fordert, eine Ausweitung der Gebühr auf Streaming-Abonnenten auszuschließen. Sie warnt vor zusätzlichen Kosten für Haushalte und nennt den Schritt in einer Zeit der Lebenshaltungskostenkrise "völlig inakzeptabel". Zudem habe die BBC bereits einen "beschädigten Ruf", und die Abgabe könne das Vertrauen der Öffentlichkeit weiter schwächen.

Der Daily Echo nannte 18.418 Unterschriften, der Mirror berichtete zum Redaktionsschluss von 16.366. Beide Zahlen liegen über der Schwelle von 10.000, ab der die Regierung antworten muss.

Wie es weitergeht

Ein Weißbuch mit den Plänen der Regierung für die Zukunft der BBC wird vor Ende 2026 erwartet.

Die Regierung verwies auch auf bestehende Hilfen für Haushalte, die Schwierigkeiten mit der Zahlung haben. Seit Februar 2025 können mehr Haushalte den Simple Payment Plan nutzen, der die Kosten in wöchentlichen, zweiwöchentlichen oder monatlichen Raten zahlbar macht. Kostenlose Lizenzen erhalten Haushalte, in denen jemand ab 75 Jahren Pension Credit bezieht. Ermäßigte Gebühren gibt es für berechtigte Pflegeheime sowie für blinde und stark sehbehinderte Menschen.

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Quellen

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  1. 01MPs recommend BBC charter renewal is scrapped and licence fee is extended beyond TVEN
  2. 02MPs recommend BBC charter renewal is scrapped and licence fee extended beyond TVEN
  3. 03BBC licence fee fears grow as Government responds to callsEN
  4. 04TV Licence fee change update as Government issues 'open mind' statement on streaming servicesEN
  5. 05ECB Considers Review of Banks’ Data Center Lending as Fears RiseEN
  6. 06I’ve reviewed almost every Android foldable this year — here’s how the iPhone Duo comparesEN
  7. 07Machine Learning for Live-Birth Prediction After IVF/ICSI From Structured Clinical Data: A Systematic Review, Meta-Analysis, and Critical AppraisalEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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