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Durchgesickerte russische Unterlagen zeigen Bestellung von 90 Raketenwerfern für Iran

Russische Rüstungsunterlagen verzeichnen eine Bestellung von 90 APU-L-Raketenwerfern für Iran, berichtete die Financial Times am 5. November 2026. Es ist der jüngste Beleg für die wachsende militärische Zusammenarbeit. Aus dem Zeitplan geht nicht hervor, ob die Werfer geliefert wurden.

WeltNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
Durchgesickerte russische Unterlagen zeigen Bestellung von 90 Raketenwerfern für Iran

Der Produktionsplan, den der russische Raketenhersteller Wympel im Mai 2024 aufstellte, führt eine Bestellung von 90 APU-L-Werfern unter dem Exportvertrag K-10 auf. Geliefert werden sollten sie zwischen Ende 2024 und Dezember 2025. Andere interne Papiere ordnen K-10 Iran zu, berichtete die Financial Times am 5. November 2026. Die Unterlagen belegen nicht, ob die Werfer geliefert wurden.

In einem Schreiben vom Mai 2024 bat Wympel das Maschinenbau-Konstruktionsbüro (KBM), die Lieferung von Bauteilen für zwei Werfertypen zu beschleunigen, APU-L und APU-305. Verzögerungen könnten neun Verträge gefährden, hieß es darin. Die Financial Times berichtete, der beigefügte Zeitplan nenne sieben russische Kunden und zwei ausländische Abnehmer: China bestellte 192 APU-305-Werfer, der Kunde K-10 bestellte 90 APU-L-Werfer.

Rosoboronexport, Russlands staatlicher Waffenexporteur, verwendet K-10 für Iran, so die Zeitung. Dallas Analytics, eine ukrainische private Aufklärungsorganisation, gab die Dokumente an die Zeitung weiter und teilte sie auch mit dem Guardian. Dieser berichtete, ein weiterer Produktionsplan in denselben Akten führe sechs Jak-130-Trainer für Iran im Jahr 2023 auf. Das passe zu den öffentlich bekannten Lieferungen dieser Flugzeuge.

Was die Werfer tragen

Beide Werfertypen sind für die LMUR gebaut, auch als Izdeliye 305 bezeichnet. Die FT berichtete, die Rakete sei 2022 in den Dienst der russischen Streitkräfte gestellt worden, und russische Truppen setzten sie in der Ukraine breit ein. Ein Bediener kann die Flugbahn der Rakete nach dem Start korrigieren. So lässt sie sich auf bewegliche Ziele richten. Militarnyi, ein ukrainisches Verteidigungsportal, gibt für die Basisrakete eine Länge von 1.945 mm an, einen Rumpfdurchmesser von 200 mm, eine Startmasse von 105 kg und einen Sprengsplittergefechtskopf von 25 kg.

Militarnyi nennt als angegebene garantierte Lenkreichweite bis zu 14,5 km, bei einer Flughöhe von 100 bis 600 m und einer Geschwindigkeit von bis zu 230 m/s. Die Financial Times berichtete unter Berufung auf Dallas Analytics, bei rund 230 m/s lege die Rakete 14 km in etwa einer Minute zurück.

Irans Mi-28-Flotte

Laut dem Worldwide Equipment Guide der US Army ist der APU-L-Werfer für die Mi-28-Kampfhubschrauber Russlands ausgelegt und kann zwei Raketen tragen. Die APU-305-Konfiguration trägt eine Rakete. Im November 2023 kündigte Irans stellvertretender Verteidigungsminister den Kauf von Mi-28-Kampfhubschraubern, Su-35-Kampfjets und Jak-130-Schulflugzeugen aus Russland an. Iranische Vertreter sagten, die Vereinbarungen für die Mi-28 seien abgeschlossen. Im Januar 2026 veröffentlichte Bilder zeigten offenbar eine Mi-28 auf einem Luftfahrtgelände in Teheran, berichtete die Financial Times.

Die iranische Bestellung umfasst 90 APU-L-Werfer, weniger als die Hälfte der 192 APU-305-Werfer, die im selben Zeitplan für China aufgeführt sind. Jeder APU-L-Werfer kann zwei Raketen tragen. Die Unterlagen belegen nicht, wie viele Hubschrauber Iran ausrüsten würde oder ob das Land Raketen erhalten hat.

Warum das Leck zählt

Nicole Grajewski, Wissenschaftlerin an der Carnegie Endowment for International Peace, sagte der Financial Times, die Funde zeigten Russlands Bereitschaft, Iran trotz der eigenen Kriegslasten weiter zu beliefern und mit weniger Rücksicht auf westliche Einwände. Der Guardian berichtete, die Akten seien aufgetaucht, während Washington nach den US-Zwischenwahlen über sein weiteres Vorgehen im Krieg mit Iran berate.

Die Zeitung berichtete zudem, US-Präsident Donald Trump habe vergangenen Monat geschrieben, Russland tue "sehr wenig, wenn überhaupt etwas", um Teheran zu helfen. Europäische Nachrichtendienste hätten festgestellt, dass Russland Iran mit Daten und Satellitenbildern versorge, die bei Angriffen auf US-Truppen im Nahen Osten helfen könnten. Sie hätten zudem gewarnt, Moskau bereite die Lieferung von Drohnen mit Sprengstoff an Teheran vor, die gegen die USA und Israel eingesetzt werden sollten. Moskau bestreitet, Iran Militärgerät für den laufenden Konflikt zu liefern.

Derselbe Bericht besagt, Russland und Iran hätten 2025 eine strategische Partnerschaft über 20 Jahre geschlossen, die hinter den Beistandsverpflichtungen von Russlands Sicherheitspakt mit Nordkorea zurückbleibt. Hochrangige russische und iranische Vertreter hätten allein im Oktober drei Treffen auf hoher Ebene abgehalten.

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Quellen

28
  1. 01Russia's Reported Missile Launcher Deal Highlights Potential Shift in Iran's Mi-28 Helicopter CapabilitiesEN
  2. 02Russia agreed to supply Iran with 90 helicopter missile launchersEN
  3. 03Russia to Supply Iran With 90 Launchers for Kh-39 LMUR MissilesEN
  4. 04Russia Agreed to Supply Iran 90 Launchers for Missiles Used Against UkraineEN
  5. 05Russia agreed to supply Iran with 90 missile launchers used in Ukraine war - FTEN
  6. 06Russia to Supply Iran With 90 Helicopter-Mounted Missile Launchers Used in Ukraine WarEN
  7. 07Russia Agrees to Supply Iran With 90 Advanced Missile Launchers Used in Ukraine War - FTEN
  8. 08Russia ordered 90 missile launchers, which it planned to transfer to IranEN
  9. 09Russia to provide Iran with 90 missile launchers as military ties grow: ReportsEN
  10. 10New Trump humiliation as leak exposes Russia's secret Iran arms dealEN
  11. 11US sanctions three over Iran air defenses amid reports of Russian arms dealEN
  12. 12Russian Weapons Company Entered Deal to Supply Iran With Advanced Missile Launchers - YahooEN
  13. 13Russia secretly supplies Iran with 90 advanced missile launchers - reportEN
  14. 14Russia is preparing to transfer 90 missile launchers to Iran – FTEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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